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Intrinsa (testosterone) – Zusammenfassung der merkmale des arzneimittels - G03BA03

Updated on site: 08-Oct-2017

Name des ArzneimittelsIntrinsa
ATC-CodeG03BA03
Substanztestosterone
HerstellerWarner Chilcott UK Ltd.
Transdermales Pflaster.

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Intrinsa 300 Mikrogramm/24 Stunden transdermales Pflaster

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jedes Pflaster zu 28 cm2 enthält 8,4 mg Testosteron und setzt in 24 Stunden 300 Mikrogramm Testosteron frei.

Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Dünnes, durchsichtiges, ovales matrix-artiges transdermales Pflaster, daszugelassenaus drei Schichten besteht: einer durchsichtigen Trägerfolie, einer Klebeschicht mit der Wirkstoff-Matrix und in r Schutzfolie,

die vor der Applikation entfernt wird. Jedes Pflaster trägt auf der Oberseite den St mp l T001.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

desire disorder, HSDD) bei Frauen nach beidseitiger Oophorektomie und Hysterektomie (chirurgisch bedingte Menopause), die eine begleitende Estrogen-Therapie erhalten.

Intrinsa ist indiziert für die Behandlung von Störungen,längerdie mit einem Mangel oder Verlust von sexuellem Verlangen verbunden sind (Störung mit vermi derter sexueller Appetenz, hypoactive sexual

4.2 Dosierung, Art und Dauer nichtder Anwendung

Dosierung

Die empfohlene Testosteron-Tagesdosis beträgt 300 Mikrogramm. Diese Dosis wird durch Arzneimittelkontinuierliches zweimal wöchent iches Aufbringen des Pflasters erzielt. Das Pflaster sollte alle 3 bis

4 Tage durch ein neues Pflas r rsetzt werden. Es darf nicht mehr als ein Pflaster gleichzeitig getragen werden.

Begleitende Estrogen-Therapie

Vor Beginn e ner Behandlung mit Intrinsa sowie im Rahmen der routinemäßigen Neubewertung der Therapie sollt n d e angemessene Anwendung einer Estrogen-Therapie und die damit verbundenen Einschränkung n bedacht werden. Eine Fortsetzung der Anwendung von Intrinsa wird nur empfohlen, sola ge die gleichzeitige Anwendung von Estrogen als angemessen betrachtet wird (d.h. niedrigste wirksame Dosis und kürzestmögliche Behandlungsdauer).

Die Anwendung von Intrinsa bei Patientinnen, die konjugierte equine Estrogene (conjugated equine estrogen, CEE) erhalten, wird nicht empfohlen, da die Wirksamkeit in diesem Fall nicht nachgewiesen wurde (siehe Abschnitte 4.4 und 5.1).

Dauer der Behandlung

Das Ansprechen auf die Intrinsa-Behandlung sollte 3-6 Monate nach Behandlungsbeginn beurteilt werden, um zu bestimmen, ob die Behandlung fortgesetzt werden soll. Bei Patientinnen, die keinen wesentlichen Nutzen verspüren, sollte eine erneute Bewertung erfolgen und ein Absetzen der Behandlung erwogen werden.

Art der Anwendung

Da die Wirksamkeit und Sicherheit von Intrinsa nur in Studien von höchstens einjähriger Dauer geprüft wurden, wird empfohlen, alle 6 Monate eine Bewertung der Behandlung vorzunehmen.

Besondere Patientengruppen

Eingeschränkte Nierenfunktion

Zu Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion liegen keine Studien vor.

Eingeschränkte Leberfunktion

Zu Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion liegen keine Studien vor.

Ältere Patienten

Intrinsa ist für die Anwendung bei Frauen in chirurgisch bedingter Menopause bis zum Alter von 60 Jahren empfohlen. Entsprechend der Prävalenz von HSDD liegen nur begrenzte Daten zu Patientinnen über 60 Jahren vor.

Kinder und Jugendliche

Es gibt keinen relevanten Nutzen von Intrinsa bei Kindern und Jugendlichen.

Die Klebeseite des Pflasters sollte auf eine saubere und trockene Hautstelle im Bereich des unteren

zugelassen

Abdomens unterhalb der Taille aufgebracht werden.längerDie jeweilige Applikationsstelle sollte jedes Mal

gewechselt werden, wobei zwischen zwei Applikationen an in b stimmten Stelle ein Zeitraum von

mindestens 7 Tagen liegen muss. Die Pflaster sollten nicht auf die Brüste oder andere Körperbereiche aufgebracht werden. Es wird ein Hautbereich mit minimaler Faltenbildung empfohlen, der nicht von

enger Kleidung bedeckt ist. Die Stelle sollte nicht ölig, verletzt oder gereizt sein. Um eine

Beeinträchtigung der Klebeeigenschaften von Intrinsa zu vermeiden, sollten auf die Hautstelle, auf die das Pflaster appliziert wird, keine Cremes, Lotionen oder Puder aufgetragen werden.

auf einen guten Hautkontakt insbesonderenichtan den Kanten zu achten ist. Löst sich ein Teil des Pflasters

Das Pflaster sollte unmittelbar nach dem Öffnen des Beutels und dem Entfernen der beiden Hälften

der Schutzfolie aufgebracht werden. Es sollte etwa 10 Sekunden lang fest angedrückt werden, wobei

von der Haut, so sollte dieser Bereich er eut angedrückt werden. Ein vorzeitig abgelöstes Pflaster Arzneimittelkann erneut appliziert werden. Fa s dasselbe Pflaster sich nicht mehr aufbringen lässt, sollte an einer anderen Stelle ein neues Pflaster aufgebracht werden. In beiden Fällen sollte das ursprüngliche

Applikationsschema beib hal n werden. Das Pflaster ist so konzipiert, dass es sich beim Duschen, Schwimmen und beim Sport nicht ablöst.

4.3 Gegenanzeigen

Überempfindl chkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.

Bekannt , v rmutete oder frühere Brustkrebserkrankung oder bekannte bzw. vermutete Estrogen- abhä gige Neoplasie oder jeglicher andere Krankheitszustand, der unter die Gegenanzeigen für die Anwendung von Estrogen fällt.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Besondere Warnhinweise

Androgen-Reaktionen

Der Arzt sollte die Patientinnen während der Behandlung in regelmäßigen Abständen auf mögliche unerwünschte Androgen-Reaktionen untersuchen (z.B. Akne, Veränderungen des Haarwuchses oder Haarausfall). Die Patientinnen sollten angewiesen werden, selbst auf Androgen-Nebenwirkungen zu achten. Zeichen einer Virilisierung wie Tieferwerden der Stimme, Hirsutismus oder Klitoris- Vergrößerung können irreversibel sein, und es sollte erwogen werden, die Behandlung abzusetzen. In klinischen Studien waren diese Wirkungen in der Mehrzahl der Fälle reversibel (siehe Abschnitt 4.8).

Überempfindlichkeit

An der Applikationsstelle kann es aufgrund einer Überempfindlichkeit gegenüber dem Pflaster zu schweren Hauterythemen, lokalen Ödemen und Blasenbildung kommen. In diesen Fällen sollte die Anwendung des Pflasters beendet werden.

Langfristige Sicherheit insbesondere im Hinblick auf Brustkrebs

Die Sicherheit von Intrinsa wurde in doppelblinden, placebokontrollierten Studien von nicht mehr als einjähriger Dauer untersucht. Es liegen nur wenige Informationen zur Langzeitsicherheit vor, einschließlich der Wirkungen auf Brustgewebe und Herz-Kreislauf-System sowie auf eine Erhöhung

der Insulinresistenz. Die begrenzten Daten in der Literatur über den Einfluss von Testosteron auf das Brustkrebsrisiko bei Frauen erlauben keine eindeutigen Rückschlüsse und sind widersprüchlich. Die Langzeitwirkung einer Behandlung mit Testosteron auf die Brust ist derzeit nicht bekannt; dah r sollten Patientinnen im Hinblick auf das Brustkrebsrisiko in Übereinstimmung mit gegenwärtig anerkannten Screeningmethoden und entsprechend den individuellen Bedürfnissen der Patientin sorgfältig überwacht werden.

Kardiovaskuläre Erkrankungen

Patientinnen mit Diabetes mellitus

 

zugelassen

 

 

Bei Patientinnen mit Diabetes mellitus können die Stoffwechs lwirkungen von Testosteron eine

Senkung des Blutzuckerspiegels und damit des Insulinbedarfs zur Folge haben. Patientinnen mit

Diabetes mellitus wurden nicht untersucht.

länger

 

Patientinnen mit bekannter kardiovaskulärer Erkrankung wurden nicht untersucht. Pati ntinnen mit kardiovaskulären Risikofaktoren, insbesondere mit Bluthochdruck, sowie Patientinnen mit bekannter kardiovaskulärer Erkrankung sollten sorgfältig überwacht werden. Dabei ist besonders auf Änderungen des Blutdrucks und des Körpergewichts zu achten.

Auswirkungen auf das Endometrium

Zu den Wirkungen von Testosteron auf das Endometrium liegen nur wenige Informationen vor. Die begrenzten Daten zur Bewertung dernichtTestos eron-Wirkung auf das Endometrium erlauben keine Rückschlüsse oder Absicherungen bezügli des Auftretens von Endometriumkrebs.

Ödem

Bei Patientinnen mit vorbestehe der Herz-, Nieren- oder Lebererkrankung kann es als Arzneimittelschwerwiegende Komplikation nach hohen Dosen von Testosteron oder anderen anabolen Steroiden

zu Ödemen (mit oder ohne d kompensierte Herzinsuffizienz) kommen. Allerdings steht nicht zu erwarten, dass eine solche Wirkung von der niedrigen durch das Intrinsa-Pflaster freigesetzten Testosteron-Dosis ausgelöst wird.

Vorsichtsmaßnah en für die Anwendung

Intrinsa ist nicht bei Frauen anzuwenden, bei denen die natürliche Menopause eingetreten ist

Bei Frauen mit HSDD in der natürlichen Menopause, die eine begleitende Estrogen-Therapie, mit und ohne Progesteron, erhielten, wurden die Wirksamkeit und Sicherheit von Intrinsa nicht geprüft.

Int insa wird zur Anwendung bei Frauen in der natürlichen Menopause nicht empfohlen.

Intrinsa ist nicht bei Frauen anzuwenden, die konkomitant mit CEE behandelt werden

Intrinsa ist in Verbindung mit einer Estrogen-Therapie indiziert, jedoch zeigte sich in der Untergruppe der Patientinnen, die konjugierte equine Estrogene (conjugated equine estrogen, CEE) erhielten, keine signifikante Verbesserung der Sexualfunktion. Daher sollte Intrinsa bei Patientinnen, die begleitend CEE erhalten, nicht angewendet werden (siehe Abschnitt 4.2 und 5.1).

Schilddrüsenhormonspiegel

Androgene können die Spiegel des Thyroxin-bindenden Globulins senken und zu einer Abnahme der Gesamt-T4-Serumkonzentrationen sowie zu einer vermehrten T3- und T4-Resin-Aufnahme führen.

Die Spiegel der freien Schilddrüsenhormone bleiben allerdings unverändert, und es gibt keine klinischen Hinweise auf eine Störung der Schilddrüsenfunktion.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Es wurden keine Wechselwirkungsstudien durchgeführt. Bei gleichzeitiger Gabe von Testosteron mit Antikoagulantien kann es zu einer Zunahme der antikoagulativen Wirkung kommen. Patientinnen, die orale Antikoagulantien erhalten, müssen insbesondere bei Beginn oder Beendigung einer Testosteron- Therapie engmaschig überwacht werden.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Intrinsa darf bei Frauen, die schwanger sind oder schwanger werden könnten, nicht angewend t werden.

Testosteron kann bei Gabe an schwangere Frauen eine virilisierende Wirkung auf den weiblichen Fetus haben. Tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität gez igt (si he Abschnitt 5.3).

Bei versehentlicher Anwendung während der Schwangerschaft ist die Behandl ng mit Intrinsa abzubrechen.

Stillzeit

länger

zugelassen

Intrinsa darf während der Schwangerschaft nicht angewendet w rd n.

Fertilität

Zu den Auswirkungen von Intrinsa auf die Fruchtbarkeit liegen keine Daten vor.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüch igkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Intrinsa hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschi- nen. Die Patienten sind jedoch darüber aufzuklären, dass unter der Behandlung mit Intrinsa Fälle von

Migräne, Insomnie, Aufmerksamkeitsstörungen und Diplopie aufgetreten sind.

Arzneimittel4.8 Nebenwirkungen

nicht

Zusammenfassung des S cherheitsprofils

Die am häufigsten genannte Nebenwirkung (30,4%) waren Reaktionen an der Applikationsstelle. Dabei handelte es sich in der Mehrzahl bei diesen Nebenwirkungen um leichte Erytheme und Juckreiz, die bei den betroffenen Patientinnen nicht zum Studienabbruch führten.

Hirsutismus wurde ebenfalls sehr häufig berichtet. Die meisten Berichte betrafen den Bereich von Kinn u d Oberlippe. Die Nebenwirkung war in ≥ 90% nur leicht ausgeprägt, und weniger als 1% aller Patientinnen brachen die Studien aus diesem Grund ab. Bei der Mehrzahl der Patientinnen war Hirsutismus reversibel.

Andere häufig berichtete androgene Reaktionen waren Akne, Tieferwerden der Stimme und Alopezie, wovon über 90% als leicht eingestuft wurden. Bei der Mehrzahl der Patientinnen waren diese Reaktionen reversibel. Weniger als 1% der Patientinnen brachen die Studien aufgrund dieser Reaktionen ab. Für alle anderen häufigen unerwünschten Reaktionen kam es bei der Mehrzahl der Patientinnen zu einem Abklingen der Beschwerden.

Tabellarische Liste der Nebenwirkungen

Während der 6-monatigen doppelblinden Behandlungsphase traten in der Behandlungsgruppe (n=549) folgende Nebenwirkungen mit größerer Häufigkeit auf als in der Placebogruppe (n=545). Ein kausaler

Zusammenhang mit der Intrinsa-Behandlung wurde vom Prüfarzt als möglich oder wahrscheinlich eingestuft. Wenn eine Nebenwirkung in den integrierten Phase-III-Studien häufiger auftrat (Intrinsa-Patienten: n=1.498, Placebo-Patienten: n=1.297), wird in der Tabelle diese Häufigkeit genannt. Die Häufigkeitsstufen sind dabei wie folgt definiert: Sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1.000, < 1/100), selten (≥ 1/10.000, < 1/1.000), sehr selten (< 1/10.000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

 

MedDRA

 

Sehr häufig

 

Häufig

 

Gelegentlich

 

Systemorganklasse

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Infektionen und parasitäre

 

 

 

 

 

Sinusitis

 

Erkrankungen

 

 

 

 

 

zugelassen

 

 

 

 

 

 

 

 

Erkrankungen des Blutes und

 

 

 

 

 

Abweichender

 

des Lymphsystems

 

 

 

 

 

Gerinnungsfaktor

 

Erkrankungen des

 

 

 

 

 

Überempfindlichkeit

 

Immunsystems

 

 

 

 

 

 

 

Stoffwechsel- und

 

 

 

 

 

Appetitzun hme

 

Ernährungsstörungen

 

 

 

 

 

 

 

Psychiatrische Erkrankungen

 

 

 

Insomnie

 

A itation, Angst

 

Erkrankungen des

 

 

 

Migräne

 

Störung der

 

Nervensystems

 

 

 

 

 

A fmerksamkeit, Störung

 

 

 

 

 

 

 

des Geschmackssinns,

 

 

 

 

 

länger

 

Störung des Gleichgewichts,

 

 

 

 

 

 

Hyperästhesie, orale

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Parästhesie, transitorische

 

 

 

 

 

 

 

ischämische Attacke

 

Augenerkrankungen

 

 

 

 

 

Diplopie, Augenrötung

 

Herzerkrankungen

 

 

 

 

 

Palpitationen

 

Erkrankungen der Atemwege,

 

 

 

Tieferwerden der

 

Verstopfung der Nase,

 

des Brustraums und

 

 

 

Stimme

 

Engegefühl im Hals

 

Mediastinums

 

 

 

 

 

 

 

Erkrankungen des

 

 

 

Bauchschmerzen

 

Diarrhoe, Mundtrockenheit,

 

Gastrointestinaltrakts

 

 

 

 

 

Übelkeit

 

Erkrankungen der Haut und

Hirsut smus

 

Akne, Alopezie

 

Ekzem, vermehrtes

 

des Unterhautzellgewebes

 

 

 

 

 

Schwitzen, Rosazea

 

Arzneimittel

 

nicht

 

 

 

Arthritis

 

Skelettmuskulatur-,

 

 

 

 

 

Bindegewebs- und

 

 

 

 

 

 

 

Knochenerkrankungen

 

 

 

 

 

 

 

Erkrankungen der

 

 

 

Brustschmerzen

 

Zysten in der Brust,

 

Geschlechtsorgane und der

 

 

 

 

 

Anschwellen der Klitoris,

 

Brustdrüse

 

 

 

 

 

Vergrößerung der Klitoris,

 

 

 

 

 

 

 

genitaler Pruritus,

 

 

 

 

 

 

 

brennendes Gefühl in der

 

 

 

 

 

 

 

Vagina

 

Allgemeine Erkrankungen

Reaktion an der

 

 

 

Anasarka, Asthenie,

 

und Beschwerden am

Applikationsstelle

 

 

 

Engegefühl im Brustraum,

 

Verabreichungsort

(Erytheme,

 

 

 

Beschwerden im

 

 

Juckreiz)

 

 

 

Brustbereich

MedDRA

Sehr häufig

Häufig

Gelegentlich

Systemorganklasse

 

 

 

 

 

 

 

Untersuchungen

 

Gewichtszunahme

Abnorme

 

 

 

Fibrinogenspiegel,

 

 

 

beschleunigte Herzfrequenz,

 

 

 

Anstieg der

 

 

 

Alaninaminotransferase,

 

 

 

Anstieg der

 

 

 

Aspartataminotransferase,

 

 

 

erhöhte Bilirubin-

 

 

 

Blutspiegel, abnorme

 

 

 

Leberwerte, Anstieg d r

 

 

 

Triglyzeride im Blut

4.9 Überdosierung

Die Art der Anwendung von Intrinsa macht eine Überdosierung unwahrscheinlich.zugelassenNach Entfernen des Pflasters nehmen die Testosteron-Serumspiegel schnell ab (siehe Abschnitt 5.2).

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Sexualhormone und Modulatoren des Genitalsystems, Androgene, ATC-Code: G03BA03

Wirkmechanismus

länger

die Testosteron-Produktionsrate bei 100 bis 400 Mikrogramm/24 Stunden. Die Hälfte dieser Menge wird von den Ovarien entweder als Testosteron oder als ein Testosteron-Vorläufer gebildet. Die Androgen-Serumspiegel der Frau fallen m t zunehmendem Alter ab. Bei Frauen mit bilateraler Oophorektomie nehmen die Testosteron-Serumspiegel innerhalb von Tagen nach dem operativen

Eingriff um etwa 50% ab.

Testosteron, das wichtigste zirkulierende Androgen bei der Frau, ist ein physiologisch vorkommendes Steroid und wird von den Ovarien undnichtNebennieren ausgeschüttet. Bei prämenopausalen Frauen liegt

ArzneimittelIntrinsa ist eine transdermale Th rapie der HSDD. Das Arzneimittel verbessert das sexuelle Verlangen und führt zu Testosteron-Konzentrationen, die prämenopausalen Spiegeln entsprechen.

Klinische Wirksa keit und Unbedenklichkeit

    Gelistete, verschreibungspflichtige Arzneimittel. ATC-Code: "G03BA03"

  • Livensa - G03BA03

Die Wirksamke t und Sicherheit von Intrinsa wurde in zwei multizentrischen, doppelblinden, place- bokontrolli rt n 6-monatigen Studien an 562 (INTIMATE SM1) und 533 (INTIMATE SM2) Frauen im Alter von 20 bis 70 Jahren, die an einer HSDD litten und begleitend Estrogene erhielten, nach einer Oophorektomie und Hysterektomie (chirurgisch bedingte Menopause) untersucht. In diesen Studien wu den die befriedigende sexuelle Gesamtaktivität (primärer Endpunkt), das sexuelle Verlangen sowie die seelische Belastung im Zusammenhang mit einem geringen sexuellen Verlangen (sekundäre Endpunkte) mittels validierter Instrumente untersucht.

In der kombinierten Analyse der Studien nach 24 Wochen betrug der Unterschied in Bezug auf die mittlere Häufigkeit vollständig befriedigender Erlebnisse zwischen Intrinsa und Placebo 1,07 pro 4 Wochen.

Von den mit Intrinsa behandelten Frauen berichtete ein signifikant höherer prozentualer Anteil für die drei Endpunkte über einen Nutzen, der von ihnen als klinisch relevant betrachtet wurde, als bei den mit Placebo behandelten Frauen. Bezogen auf die gepoolten Phase-III-Daten erwiesen sich nach Ausschluss von Patientinnen, die orale CEE einnahmen und keine wesentliche Verbesserung der

sexuellen Aktivität aufwiesen, 50,7% (n=274) der mit Intrinsa und 29,4% (n=269) der mit Placebo behandelten Frauen in Bezug auf die befriedigende sexuelle Gesamtaktivität (primärer Endpunkt) als Responder. Als Responder waren zuvor solche Patientinnen definiert worden, bei denen die Häufigkeit befriedigender Aktivitäten bezogen auf 4 Wochen um > 1 gestiegen war.

Die Wirkungen von Intrinsa wurden 4 Wochen nach Therapiebeginn (dem ersten Untersuchungszeitpunkt) sowie zu allen nachfolgenden monatlichen Bestimmungszeitpunkten beobachtet.

Die Wirksamkeit im Vergleich zu Placebo war für eine Reihe von Untergruppen signifikant, darunter

Untergruppen bis zu einem Alter von 65 Jahren); Körpergewicht (bis 80 kg) sowie Oophorektomie (bis zu 15 Jahre zurückliegend).

Subgruppenanalysen deuteten darauf hin, dass die Art der Anwendung und der Typ des begleitenden Estrogens (transdermales Estradiol, orales konjugiertes equines Estrogen [CEE], orales nicht-CEE) Einfluss auf das Ansprechen der Patientinnen haben können. Eine Responder-Ana yse der Zulassungsstudien aus Phase II und III zeigte bei Patientinnen, die begleitend transd rmales sowie orales nicht-CEE-Estrogen erhielten, für alle drei wichtigen klinischen Endpunkte ine signifikante Verbesserung gegenüber Placebo. Dagegen konnte in der Untergruppe der Patientinnen, die orale CEE erhielten, keine signifikante Verbesserung der sexuellen Aktivität gegenüber Placebo nachgewiesen werden (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).

Patientinnen, die sich nach den folgenden Ausgangscharakteristika unterschieden: Alter (alle zugelassen

5.2Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

länger

 

Das von Intrinsa freigesetzte Testosteron gelangt über ei en passiven Diffusionsprozess, der primär durch die Permeation durch das Stratum corneum kontrolliert wird, durch die intakte Haut. Intrinsa ist so konzipiert, dass es systemisch 300 Mikrogramm pro Tag freisetzt. Nach Applikation des Pflasters auf die Haut des Abdomens werden innerhalb von 24 - 36 Stunden maximale Testosteron-Serum- konzentrationen erreicht, wobei die interindividuelle Variabilität beträchtlich ist. Bei zweimal wöchentlicher Applikation erreichen die Testosteron-Serumkonzentrationen mit Applikation des zweiten Pflasters einen Steady-state. Intr nsa hatte keinen Einfluss auf die Serumkonzentrationen des

 

Sexualhormon-bindenden Globuli s (SHBG), von Estrogenen oder von Hormonen der

 

 

 

Nebennierenrinde.

 

 

nicht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Serumkonzentrationen von T stosteron und SHBG bei Patientinnen, die Intrinsa im Rahmen der

 

klinischen Studien zur Sicherheit und Wirksamkeit erhielten

 

 

 

 

 

Hormon

 

Ausgangswert

 

Woche 24

 

Woche 52

 

 

N

 

Mittelwert

N

Mittelwert

N

 

Mittelwert

 

 

 

 

(SEM)

 

(SEM)

 

 

(SEM)

 

Freies T stost ron

 

0,92

(0,03)

4,36 (0,16)

 

4,44 (0,31)

 

(pg/ml)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gesamt-Testosteron

 

17,6

(0,4)

79,7 (2,7)

 

74,8 (3,6)

 

(ng/dl)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DHT (ng/dl)

 

7,65

(0,34)

20,98 (0,98)

 

21,04 (0,97)

 

SHBG (nmol/l)

 

91,7

(2,5)

93,9 (2,8)

 

90,0 (3,6)

 

DHT = Dihydrotestosteron, SHBG = Sexualhormon-bindendes Globulin

 

 

 

 

Arzneimittel

 

 

 

 

 

 

 

 

SEM = Standardfehler des Mittelwerts

 

 

 

 

 

 

Verteilung

Zirkulierendes Testosteron wird bei Frauen im Serum hauptsächlich an SHBG (65 - 80%) und Albumin gebunden (20 - 30%). Nur etwa 0,5 - 2% verbleiben als freie Fraktion. Die Bindungsaffinität zum SHBG im Serum ist relativ hoch, und der an SHBG gebundene Anteil gilt als nicht zur bio- logischen Aktivität beitragend. Die Bindung an Albumin erfolgt mit relativ geringer Affinität und ist reversibel. Die an Albumin gebundene Fraktion und die nicht gebundene Fraktion werden zusammenfassend als ‘bioverfügbares’ Testosteron bezeichnet. Die im Serum vorhandene Menge an

SHBG und Albumin und die Gesamttestosteron-Konzentration bestimmen die Verteilung von freiem und bioverfügbarem Testosteron. Die SHBG-Serumkonzentration wird vom Anwendungsweg der begleitenden Estrogen-Therapie beeinflusst.

Biotransformation

Testosteron wird hauptsächlich in der Leber abgebaut, und zwar in unterschiedliche 17-Ketosteroide. Der weitere Metabolismus führt zu inaktiven Glukuroniden und anderen Konjugaten. Die aktiven Metabolite von Testosteron sind Estradiol und Dihydrotestosteron (DHT). DHT besitzt eine höhere Affinität für SHBG als Testosteron. Unter einer Intrinsa-Therapie stiegen die DHT-Konzentrationen

parallel zu den Testosteron-Konzentrationen an. Bei Patientinnen, die Intrinsa über bis zu 52 Wochen

erhielten, zeigten sich keine signifikanten Änderungen der Estradiol- und Estron-Serumspiegel

gegenüber den Ausgangswerten.

zugelassen

 

Nach Entfernen eines Intrinsa-Pflasters kehren die Testosteron-Serumkonzentrationen aufgrund d r kurzen terminalen exponentiellen Halbwertzeit (etwa 2 Stunden) innerhalb von 12 Stunden fa t auf die Ausgangswerte zurück. Über einen Behandlungszeitraum von 52 Wochen ergaben sich keine Hinweise auf eine Kumulation von Testosteron.

Elimination

Testosteron wird vorwiegend in Form von Glukuron- und Schwefelsäurekonj aten von Testosteron und seinen Metaboliten im Urin ausgeschieden.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Toxikologische Studien zu Testosteron zeigten nur Wirkung n, die auf Basis des Hormonprofils erklärbar sind.

Testosteron erwies sich als nicht genotoxisch. Nicht-kli ische Studien, die einen möglichen

Testosteron hatte nach subkutaner Dos erung von 0,5 oder 1 mg/Tag (als Propionatester) während der Organogenese an trächtige Ratten ei en maskulinisierenden Effekt auf weibliche Rattenföten.

Zusammenhang zwischen einer Testosteron-Therapie und Krebs untersuchten, weisen darauf hin, dass

hohe Dosen bei Labortieren ein Tumorwachs um in Geschlechtsorganen, Brustdrüsen und Leber

 

 

länger

fördern können. Es ist nicht bekannt, inwieweit diese Daten für die Anwendung von Intrinsa bei

Patientinnen relevant sind.

nicht

 

 

 

Arzneimittel6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonst gen Bestandteile

Trägerfolie

Durchsichtig r Polyethylen-Deckfilm

Druckti te

Gelbora ge S (E110)

Lithol ubin BK (E180)

Ciaftalan-Kupfer

Selbstklebende Wirkstoffmatrix

Sorbitanoleat,

Acryl-Copolymer-Kleber aus 2-Ethylhexylacrylat - 1-Vinyl-2-Pyrrolidon-Copolymer

Schutzfolie

Silikonisierter Polyesterfilm

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 30°C lagern.
Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Jedes Pflaster ist in einem versiegelten laminierten Beutel verpackt. Das Material des Beutels besteht aus Papier/LDPE/Aluminiumfolie/Ethylen-Methacrylsäure-Copolymer (äußere bis innere Schicht) in lebensmittelechter Qualität. Das Ethylen-Methacrylsäure-Copolymer (Surlyn) ist die Hitzeversiege-

lungs-Schicht, die es ermöglicht, dass die beiden laminierten Beutel-Teile durch Hitz versiegelung

zum Beutel zusammengefügt werden.

 

Umkartons mit 2, 8 und 24 Pflastern.

 

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Ve kehr gebracht.

 

zugelassen

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

 

Das transdermale Pflaster darf nicht in der Toilette heru tergespült werden.

Das benutzte Pflaster wird einmal zusammengefalängertet, wobei die Klebeflächen aufeinander geklebt werden, und auf sichere Weise entsorgt, sodass es von Kindern ferngehalten wird (z. B. in einem Abfallbehälter).

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu entsorgen.

nicht

Arzneimittel7. INHABER DER ZULASSUNG

Warner Chilcott UK L m ed

Old Belfast Road

Millbrook, Larne

County Antr

BT40 2SH

Verei igtes Königreich

8. ZULASSUNGSNUMMER(N)

EU/1/06/352/001-003

9.DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 28. Juli 2006

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 28. Juli 2011

10. STAND DER INFORMATION

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf der Website der Europäischen Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu/ verfügbar.

 

 

länger

zugelassen

 

nicht

 

Arzneimittel

 

 

 

 

 

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