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Pandemic influenza vaccine H5N1 AstraZeneca (Pandemic influenza vaccine H5N1 Medimmune) (reassortant influenza virus (live attenuated)...) – Zusammenfassung der merkmale des arzneimittels - J07BB03

Updated on site: 09-Oct-2017

Name des ArzneimittelsPandemic influenza vaccine H5N1 AstraZeneca (Pandemic influenza vaccine H5N1 Medimmune)
ATC-CodeJ07BB03
Substanzreassortant influenza virus (live attenuated) of the following strain: A/Vietnam/1203/2004 (H5N1) strain
HerstellerAstraZeneca AB

Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung zu melden. Hinweise zur Meldung von Nebenwirkungen, siehe Abschnitt 4.8.

1.BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Pandemic influenza vaccine H5N1 AstraZeneca Nasenspray, Suspension

Pandemischer Grippe-Impfstoff (H5N1) (lebend-attenuiert, nasal)

2.QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 Dosis (0,2 ml) enthält:

Reassortanten-Influenzavirus* (lebend-attenuiert) des folgenden Stammes**:

A/Vietnam/1203/2004 (H5N1)-Stamm

107.0±0.5 FFU***

(A/Vietnam/1203/2004, MEDI 0141000136)

*vermehrt in befruchteten Hühnereiern aus gesunden Hühnerbeständen.

**produziert in VERO-Zellen mittels reverser Gentechnologie. Dieses Produkt enthält genetisch veränderte Organismen (GVO).

***fluorescent focus units

Dieser Impfstoff entspricht der WHO-Empfehlung sowie dem EU-Beschluss im Falle einer Pandemie.

Der Impfstoff kann Rückstände folgender Substanzen enthalten: Eiproteine (z. B. Ovalbumin)

und Gentamicin. Die maximale Menge Ovalbumin beträgt weniger als 0,024 Mikrogramm pro 0,2 ml Dosis (0,12 Mikrogramm pro ml).

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.DARREICHUNGSFORM

Nasenspray, Suspension

Die Suspension ist farblos bis blassgelb, klar bis opaleszent. Es können kleine weiße Partikel vorhanden sein.

4.KLINISCHE ANGABEN

4.1Anwendungsgebiete

Influenza-Prophylaxe im Falle einer offiziell ausgerufenen Pandemie bei Kindern und Jugendlichen ab einem Lebensalter von 12 Monaten bis zum vollendeten 18. Lebensjahr.

Pandemic influenza vaccine H5N1 AstraZeneca sollte gemäß offiziellen Richtlinien angewendet werden.

4.2Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Kinder und Jugendliche ab einem Lebensalter von 12 Monaten bis zum vollendeten 18. Lebensjahr:

0,2 ml (verabreicht werden 0,1 ml je Nasenloch).

Für alle Kinder und Jugendliche werden zwei Dosen empfohlen. Die zweite Dosis sollte in einem Zeitabstand von mindestens 4 Wochen gegeben werden.

Kinder unter 12 Monaten

Pandemic influenza vaccine H5N1 AstraZeneca darf bei Säuglingen unter 12 Monaten nicht angewendet werden, da bei dieser Gruppe Bedenken hinsichtlich einer erhöhten Hospitalisierungsrate und des Auftretens von Giemen bestehen (siehe Abschnitt 4.8).

Art der Anwendung

Die Immunisierung muss durch eine nasale Anwendung erfolgen.

Pandemic influenza vaccine H5N1 AstraZeneca darf nicht injiziert werden.

Die Dosis von Pandemic influenza vaccine H5N1 AstraZeneca wird aufgeteilt in beide Nasenlöcher verabreicht. Nach Verabreichung der halben Dosis in ein Nasenloch wird die zweite Hälfte der Dosis sofort oder kurze Zeit später in das andere Nasenloch verabreicht. Der Patient kann normal atmen, während der Impfstoff verabreicht wird – er muss nicht aktiv inhalieren oder Luft durch die Nase einziehen.

Für die Anweisungen zur Verabreichung siehe Abschnitt 6.6.

4.3Gegenanzeigen

Anaphylaktische (d. h. lebensbedrohliche) Reaktionen gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile (z. B. Gelatine) oder gegen Gentamicin (ein möglicher Rückstand) oder gegen Eier oder Eiproteine (z. B. Ovalbumin) in der Vorgeschichte. Im Falle einer Pandemie kann es jedoch angemessen sein, den Impfstoff zu geben, vorausgesetzt, es stehen für den Notfall Instrumentarien zur Wiederbelebung zur sofortigen Verfügung.

4.4Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Vorsicht ist geboten, wenn dieser Impfstoff Personen mit bekannter Überempfindlichkeit (ohne anaphylaktische Reaktion) gegen den Wirkstoff oder einen der in 6.1 genannten sonstigen Bestandteile oder gegen mögliche Rückstände (Gentamicin, Eier oder Eiproteine, Ovalbumin) gegeben wird. Dann sollte immer eine geeignete medizinische Behandlung und Überwachung zur sofortigen Verfügung stehen für den Fall, dass es nach der Gabe des Impfstoffes zu einem anaphylaktischen Schock oder zu einer Überempfindlichkeitsreaktion kommt.

Daten zu Pandemic influenza vaccine H5N1 AstraZeneca bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren, die eine Therapie mit salicylathaltigen Arzneimitteln erhalten, liegen nicht vor. Da das Auftreten eines Reye-Syndroms mit der Gabe von Salicylaten während einer Wildtyp-Influenza- Infektion in Zusammenhang gebracht wurde, sollte das medizinische Fachpersonal das potenzielle Risiko der Impfstoffgabe gegen den potenziellen Nutzen während einer Pandemie abwägen (siehe Abschnitt 4.5).

Die Immunantwort bei Patienten mit endogener oder iatrogener Immunsuppression ist möglicherweise unzureichend.

Über Patienten mit signifikanter klinischer Immunschwäche liegen keine Daten vor. Im Falle einer Pandemie muss das medizinische Fachpersonal den potenziellen Nutzen, Alternativen und Risiken der Impfstoffgabe an Kinder und Jugendliche mit signifikanter klinischer Immunschwäche abwägen. Eine signifikante klinische Immunschwäche kann infolge von Erkrankungen oder einer Therapie mit Immunsuppresiva, wie: akute und chronische Leukämie, Lymphom, symptomatische HIV-Infektion, zelluläre Immunschwäche und Gabe eines hochdosierten Kortikosteroids vorliegen.

Die Sicherheit des saisonalen lebend-attenuierten Influenza-Impfstoffs (LAIV) bei Kindern mit schwerem Asthma und aktivem Giemen wurde nicht ausreichend untersucht. Das medizinische Fachpersonal muss den Nutzen und die potenziellen Risiken der Gabe von Pandemic influenza vaccine H5N1 AstraZeneca an diese Personen abwägen.

In einer Studie mit saisonalem trivalenten lebend-attenuierten Influenza-Impfstoff (T/LAIV) wurde eine erhöhte Rate von medizinisch signifikantem Giemen bei Kindern im Alter von 12-23 Monaten beobachtet (siehe Abschnitt 4.8).

Die Impflinge sollten darüber informiert werden, dass Pandemic influenza vaccine H5N1 AstraZeneca ein attenuierter Lebendvirus-Impfstoff ist und daher die Gefahr einer Virus-Übertragung auf immungeschwächte Personen besteht. Die Impflinge sollten sich bemühen, in den ersten 1-2 Wochen nach der Impfung soweit wie möglich jeden engen Kontakt zu stark immungeschwächten Personen (z. B. Empfängern von Knochenmarktransplantaten während der Isolation) zu vermeiden. Die H5N1- Virusausscheidung bei Erwachsenen war äußerst begrenzt. In klinischen Studien mit Pandemic influenza vaccine H5N1 AstraZeneca trat die maximale Impfvirus-Konzentration 1-2 Tage nach der Impfung auf. In Situationen, in denen ein Kontakt zu stark immungeschwächten Personen unvermeidbar ist, sollte das potenzielle Risiko der Influenza-Impfvirus-Übertragung gegen das Risiko abgewogen werden, sich mit dem Wildtyp-Influenzavirus zu infizieren und diesen zu übertragen.

Impflinge, die mit einem Virostatikum gegen Influenza behandelt werden, sollten Pandemic influenza vaccine H5N1 AstraZeneca nicht vor Ablauf von 48 Stunden nach der Beendigung der Virostatika- Behandlung erhalten.

Es liegen keine Daten zur Sicherheit einer intranasalen Anwendung mit Pandemic influenza vaccine H5N1 AstraZeneca bei Kindern mit nicht korrigierten kraniofazialen Fehlbildungen vor.

4.5Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren, die eine Salicylat-Therapie erhalten, sollte die Behandlung mit Pandemic influenza vaccine H5N1 AstraZeneca vermieden werden (siehe Abschnitt 4.4). Salicylate dürfen bei Kindern und Jugendlichen innerhalb der ersten 4 Wochen nach der Impfung nur bei medizinischer Indikation angewendet werden, da nach der Gabe von Salicylaten

während einer Wildtyp-Influenza-Infektion über das Auftreten eines Reye-Syndroms berichtet wurde.

Die gleichzeitige Anwendung von Pandemic influenza vaccine H5N1 AstraZeneca zusammen mit inaktivierten Impfstoffen oder der saisonalen Impfung mit Fluenz Tetra wurde nicht untersucht.

Daten bezüglich der gleichzeitigen Anwendung von saisonalen trivalenten intranasal verabreichten Influenza-Lebendimpfstoffen (T/LAIV) und attenuierten Lebendimpfstoffen (gegen Masern, Mumps und Röteln [MMR] sowie gegen Windpocken und oral verabreichten Polioviren) liegen vor. Sie weisen darauf hin, dass die Anwendung von Pandemic influenza vaccine H5N1 AstraZeneca zusammen mit diesen Lebendimpfstoffen akzeptabel sein kann.

In Anbetracht der potenziellen Verminderung der Wirksamkeit von Pandemic influenza vaccine H5N1 AstraZeneca durch antivirale Influenza-Wirkstoffe wird empfohlen, den Impfstoff

frühestens 48 Stunden nach Beendigung der antiviralen Influenza-Therapie zu verabreichen. Wird in den ersten zwei Wochen nach Impfung eine antivirale Therapie gegen Influenza angewendet, kann dies das Ansprechen auf den Impfstoff beeinflussen.

Im Fall einer gleichzeitigen Anwendung von antiviralen Substanzen gegen Influenza und Pandemic influenza vaccine H5N1 AstraZeneca ist je nach klinischer Beurteilung der Zeitpunkt und die Notwendigkeit einer Nachimpfung in Betracht zu ziehen.

4.6Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Daten zur Anwendung von Pandemic influenza vaccine H5N1 AstraZeneca bei Schwangeren liegen nicht vor.

Es gibt nur begrenzte Daten zur Anwendung der T/LAIV- und der saisonalen Impfung mit Fluenz Tetra bei Schwangeren. In einer Falldatenbank von US-Krankenversicherungen gab es

für 138 Schwangere, bei denen die Anwendung des saisonalen T/LAIV-Impfstoffes verzeichnet war, keine Hinweise auf signifikante negative Auswirkungen bei der Mutter. Aus dem US-Meldesystem für unerwünschte Ereignisse bei Impfstoffen (VAERS) wurden in 27 Berichten keine ungewöhnlichen Muster von Schwangerschaftskomplikationen oder fetalen Entwicklungen nach Verabreichung von Fluenz beobachtet. In ähnlicher Weise verzeichnete VAERS im Rahmen von 113 Berichten zu Schwangeren, die AstraZenecas intranasal verabreichten (H1N1) 2009 monovalenten Lebendimpfstoff erhalten hatten, keine ungewöhnlichen Muster von Schwangerschaftskomplikationen oder fetalen Entwicklungen.

Tierexperimentelle Entwicklungsstudien, die mit T/LAIV und Fluenz Tetra durchgeführt wurden, ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf die Reproduktionstoxizität. Aus nach Markteinführung erhobenen Daten über die versehentliche Verabreichung des saisonalen Impfstoffes während der Schwangerschaft lässt sich diesbezüglich eine gewisse Sicherheit herleiten.

Das medizinische Fachpersonal muss den Nutzen und die potenziellen Risiken der Anwendung von Pandemic influenza vaccine H5N1 AstraZeneca bei Schwangeren abwägen.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Pandemic influenza vaccine H5N1 AstraZeneca beim Menschen in die Muttermilch übergeht. Da aber manche Viren in die Muttermilch übergehen, sollte der Impfstoff während der Stillzeit nicht angewendet werden.

Fertilität

Es liegen keine Daten zu den möglichen Wirkungen von Pandemic influenza vaccine H5N1 AstraZeneca auf die männliche oder weibliche Fertilität vor.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Pandemic influenza vaccine H5N1 AstraZeneca hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

4.8Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Die Bewertung des Sicherheitsprofils von Pandemic influenza vaccine H5N1 AstraZeneca beruht auf einer begrenzten Anzahl von Erwachsenen.

Klinische Studien ergaben, dass das Sicherheitsprofil von Pandemic influenza vaccine H5N1 AstraZeneca dem Sicherheitsprofil der saisonalen Impfstoffe T/LAIV und Fluenz Tetra vergleichbar war (für weitere Informationen, siehe Abschnitt 5.1).

In klinischen Studien wurde das Auftreten von Nebenwirkungen bei 59 Erwachsenen im Alter von 18 bis 49 Jahren bewertet, die mindestens eine Dosis von Pandemic influenza vaccine H5N1 AstraZeneca erhielten. Zusätzliche Daten stammen von 289 Erwachsenen aus Studien mit Impfstoffkandidaten weiterer 7 Influenza-Subtypen sowie von 240 Erwachsenen und 259 Kindern aus Studien mit monovalentem pandemischen 2009-H1N1-Impfstoff.

Die am häufigsten beobachteten Nebenwirkungen aus Studien, die mit Pandemic influenza vaccine H5N1 AstraZeneca mit gesunden Erwachsenen durchgeführt wurden, waren Kopfschmerzen (25,4 %) und eine Infektion der oberen Atemwege (10,2 %).

Kinder und Jugendliche

Auflistung der Nebenwirkungen

In klinischen Studien sowie Beobachtungsstudien nach Markteinführung zu T/LAIV und Fluenz Tetra mit über 110.000 Kindern und Jugendlichen im Alter von 2 bis 17 Jahren wurden die folgenden Nebenwirkungshäufigkeiten gemeldet:

Sehr häufig (≥ 1/10) Häufig (≥ 1/100, < 1/10)

Gelegentlich (≥ 1/1.000, < 1/100) Selten (≥ 1/10.000, < 1/1.000) Sehr selten (< 1/10.000)

Erkrankungen des Immunsystems

Gelegentlich: Überempfindlichkeitsreaktionen (einschließlich Gesichtsödem, Urtikaria und sehr selten anaphylaktische Reaktionen)

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Sehr häufig: Verminderter Appetit

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr häufig: Kopfschmerzen

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Sehr häufig: Verstopfung der Nase/Rhinorrhoe

Gelegentlich: Epistaxis

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich: Hautausschlag

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Häufig: Myalgie

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Sehr häufig: Unwohlsein

Häufig: Pyrexie

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

Kinder jünger als 12 Monate

Pandemic influenza vaccine H5N1 AstraZeneca ist nicht für die Anwendung bei Säuglingen, die jünger als 12 Monate sind, indiziert (siehe Abschnitt 4.2). Die Sicherheit und Wirksamkeit der Impfstoffe bei dieser Population wurde nicht nachgewiesen. Es liegen keine Daten vor.

In einer aktiv-kontrollierten klinischen Studie (MI-CP111) zu T/LAIV im Vergleich mit dem injizierbaren trivalenten Influenza-Impfstoff wurde bei Säuglingen im Alter von 6 bis 11 Monaten über einen Zeitraum von 180 Tagen nach der letzten Impfdosis eine erhöhte Rate von Hospitalisierungen (beliebiger Ursache) verzeichnet (6,1 % T/LAIV versus 2,6 % injizierbarer Influenza-Impfstoff). Die meisten Hospitalisierungen waren aufgrund von Infektionen des Gastrointestinaltrakts und der Atemwege und traten nach mehr als 6 Wochen nach der Impfung auf. Die Hospitalisierungsrate war nicht erhöht bei Impflingen ab einem Alter von 12 Monaten, die T/LAIV erhalten hatten. Die Hospitalisierungsrate bei Säuglingen und Kleinkindern im Alter von 12 bis 23 Monaten betrug 3,2 % bei T/LAIV gegenüber 3,5 % bei injizierbarem Influenza-Impfstoff.

Giemen bei Kindern im Alter von unter 24 Monaten

In derselben Studie war bei Säuglingen und Kleinkindern im Alter von 6 bis 23 Monaten über einen Zeitraum von 42 Tagen eine erhöhte Rate von Giemen zu beobachten (5,9 % T/LAIV versus 3,8 % injizierbarer Influenza-Impfstoff). Entsprechende Raten bei Säuglingen und Kleinkindern im Alter von 12 bis 23 Monaten betrugen 5,4 % und 3,6 % für T/LAIV bzw. für den injizierbaren Influenza-Impfstoff. Eine Gesamtzahl von 20 Probanden (12 T/LAIV, 0,3 %; 8 injizierbarer Influenza-Impfstoff, 0,2 %) wurden aufgrund von medizinisch signifikantem Giemen hospitalisiert. Diese Ereignisse hatten keinen Todesfall zur Folge und keines der hospitalisierten Kinder benötigte eine maschinelle Beatmung oder die Verlegung auf eine Intensivstation. Die Rate des Giemens war bei T/LAIV-Impflingen im Alter von 24 Monaten und älter nicht erhöht.

Chronische Erkrankungen

Obwohl die Sicherheit von T/LAIV bei Kindern und Jugendlichen mit leichtem bis mittelschwerem Asthma belegt ist, gibt es nur begrenzte Daten von Kindern mit anderen Lungenerkrankungen oder chronischen Herz-Kreislauf-, Stoffwechsel- oder Nierenerkrankungen.

In einer Studie (D153-P515) mit an Asthma erkrankten Kindern im Alter von 6 bis 17 Jahren (saisonaler T/LAIV: n=1.114, saisonaler injizierbarer Influenza-Impfstoff: n=1.115) ergaben sich keine signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen hinsichtlich der Inzidenz von Asthmaverschlimmerungen, mittlerem expiratorischen Spitzenfluss, Asthma-Symptomscore oder Häufigkeit des nächtlichen Erwachens. Die Inzidenz von Giemen innerhalb von 15 Tagen nach der Impfung war bei Impflingen, die T/LAIV erhalten hatten, geringer als bei Impflingen, die die saisonale Impfung mit inaktivierten Impfstoffen erhalten hatten (19,5 % versus 23,8 %), p=0,02).

In einer Studie (AV010) mit Kindern und Jugendlichen im Alter von 9 bis 17 Jahren mit mittlerem bis schwerem Asthma (saisonaler T/LAIV: n=24, Placebo: n=24) ergab sich zwischen den beiden Behandlungsarmen kein Unterschied beim primären Sicherheitskriterium, der Veränderung im forcierten expiratorischen Volumen in 1 Sekunde (FEV1) in Prozent vom Sollwert nach der Impfung im Vergleich zum Zeitpunkt vor der Impfung.

Andere besondere Patientengruppen:

Immunsupprimierte Patienten

Bei einer begrenzten Anzahl von Probanden mit leichter bis mittelschwerer, nicht-HIV-assoziierter Schwächung der Immunfunktion, mit asymptomatischer und leicht symptomatischer HIV-Infektion oder mit Krebs (solide Tumoren und hämatologische Malignität) war das Sicherheitsprofil von T/LAIV insgesamt vergleichbar mit dem von gesunden Probanden und lässt auf keine unerwünschten Wirkungen schließen. Über Patienten mit schwerer Immunsuppression (siehe Abschnitt 4.4) liegen keine Daten vor. Nach individueller Abwägung der zu erwartenden Nutzen gegen die potenziellen Risiken kann während einer Pandemie die Anwendung von Pandemic influenza vaccine H5N1 AstraZeneca bei leicht bis mittelschwer immunsupprimierten Patienten in Betracht gezogen werden.

Erfahrungen nach Markteinführung mit saisonalen T/LAIV

In sehr seltenen Fällen wurde darüber hinaus ein Guillain-Barré-Syndrom sowie eine Exazerbation von Symptomen des Leigh-Syndroms (mitochondriale Enzephalomyopathie) beobachtet.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit.

Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.

4.9Überdosierung

Seit der Markteinführung gab es Berichte über die Verabreichung der doppelten empfohlenen Dosis des saisonalen Fluenz Tetra und des saisonalen trivalenten intranasal verabreichten Lebendimpfstoffes (T/LAIV). Die gemeldeten Nebenwirkungen ähnelten denjenigen, die nach Anwendung der empfohlenen Einzeldosis von T/LAIV und Fluenz Tetra aufgetreten sind.

5.PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Influenza-Impfstoffe, Influenza, lebend-attenuiert, ATC-Code: J07BB03

Der Influenza-Virusstamm von Pandemic influenza vaccine H5N1 AstraZeneca ist (a) kälteadaptiert (cold-adapted, ca), (b) temperaturempfindlich (temperature-sensitive, ts) und (c) attenuiert (attenuated, att). Durch Infektion mit den Impfviren und deren Replikation im Nasopharynx wird eine protektive Immunität induziert.

Klinische Studien

Dieser Abschnitt beschreibt die klinischen Erfahrungen aus drei pivotalen Studien, die mit Pandemic influenza vaccine H5N1 AstraZeneca bei Erwachsenen durchgeführt wurden. Darüber hinaus gelten die Studien, die mit dem pandemischen 2009-H1N1-LAIV- und dem saisonalen T/LAIV-Impfstoff von AstraZeneca durchgeführt wurden, als unterstützend, da diese Impfstoffe alle mit demselben Verfahrens hergestellt, über denselben Weg verabreicht und primär bei Impfstoff-naiven Probanden untersucht wurden.

Pädiatrische Studien

Pandemischer H1N1-LAIV-Impfstoff bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 2 bis 17 Jahren Im Rahmen der klinischen Studie MI-CP217 wurden Sicherheit und deskriptive Immunogenität des lebend-attenuierten monovalenten Influenzavirus-Impfstoffes (gewonnen aus A/California/7/2009),

der für die 2009-H1N1-Pandemie entwickelt wurde, bei insgesamt 326 randomisierten Probanden (259 Probanden mit monovalentem Impfstoff; 65 Probanden mit Placebo) und bei 324 Probanden, die eine Dosis des Prüfpräparates erhielten, evaluiert. Von diesen Probanden erhielten 319 eine zweite Dosis (256 Probanden mit monovalentem Impfstoff, 63 Probanden mit Placebo).

Unabhängig von deren Serostatus bei Studienbeginn betrugen die Responseraten im Serum bei den Kindern nach Erhalt des monovalenten Impfstoffes 7,8 % und 11,1 % an Tag 15 bzw. 29 und 32,0 % an Tag 57. Unabhängig von deren Serostatus bei Studienbeginn betrug bei den Placebo-Empfängern die Responserate im Serum 6,3 % an den Tagen 15 und 29 und 14,5 % an Tag 57. Die Sero- Responseraten waren bei den Probanden, die zu Studienbeginn seronegativ waren, etwas höher. In einer Anwendungsbeobachtungsstudie des US CDC (Griffin et al., 2011) wurde die Wirksamkeit des pandemischen H1N1-LAIV-Impfstoffes bei Kindern im Alter zwischen 2 und 9 Jahren auf 81,9 % (95%-KI: 13,6; 96,2) geschätzt.

Wirksamkeit von T/LAIV

Die Daten zur Wirksamkeit von T/LAIV in der pädiatrischen Population stammen aus 9 kontrollierten Studien mit insgesamt mehr als 20.000 Säuglingen, Kleinkindern, Kindern und Jugendlichen, die über einen Zeitraum von 7 Influenza-Saisons durchgeführt wurden. In vier placebokontrollierten Studien erfolgte in der zweiten Saison eine Nachimpfung. In 3 aktiv-kontrollierten Studien mit injizierbaren Influenza-Impfstoffen hat sich T/LAIV als überlegen erwiesen. Die Ergebnisse zur Wirksamkeit in der pädiatrischen Population sind in den Tabellen 1 und 2 zusammengefasst.

Tabelle 1 Wirksamkeit von T/LAIV in placebokontrollierten pädiatrischen Studien

 

 

 

 

 

Wirksamkeit

Wirksamkeit

Studien-

 

Alters-

Anzahl der

Influenza-

(95%-KI)c

(95%-KI)c

Region

Studien-

überein-

aller Stämme,

 

a

 

nummer

 

bereich

teilnehmerb

saison

stimmende

unabhängig von der

 

 

 

 

 

Stämme

Übereinstimmung

 

 

 

1.616

2000-2001

85,4 %

85,9 %

D153-P502

Europa

6 bis 35 M

(74,3; 92,2)

(76,3; 92,0)

 

 

1.090

2001-2002

88,7 %

85,8 %

 

 

 

 

 

 

(82,0; 93,2)

(78,6; 90,9)

 

 

 

 

 

 

Afrika,

 

1.886

73,5 %

72,0 %

 

 

(63,6; 81,0)d

(61,9; 79,8)d

D153-P504

Latein-

6 bis 35 M

 

 

 

 

 

 

73,6 %

46,6 %

 

amerika

 

 

 

(33,3; 91,2)

(14,9; 67,2)

 

 

 

 

 

D153-P513

Asien/

6 bis 35 M

1.041

62,2 %

48,6 %

Ozeanien

(43,6; 75,2)

(28,8; 63,3)

 

 

 

 

 

Europa,

 

 

 

 

 

 

Asien/

 

 

 

78,4 %

63,8 %

D153-P522

Ozeanien,

11 bis 24 M

1.150

2002-2003

(50,9; 91,3)

(36,2; 79,8)

 

Latein-

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

amerika

 

 

 

 

 

 

 

 

2.764

2000-2001

72,9 %

70,1 %

D153-P501

Asien/

12 bis 35 M

(62,8; 80,5)

(60,9; 77,3)

 

 

Ozeanien

1.265

2001-2002

84,3 %

64,2 %

 

 

 

 

 

(70,1; 92,4)e

(44,2; 77,3)e

 

 

 

1.259

1996-1997

93,4 %

93,4 %

AV006

USA

15 bis 71 M

(87,5; 96,5)

(87,5; 96,5)

 

 

1.358

1997-1998

100 %

87,1 %

 

 

 

 

 

 

(63,1; 100)

(77,7; 92,6)f

aM = Monate

bAnzahl Studienteilnehmer für die Analyse der primären Wirksamkeit im Jahr 1 oder Jahr 2.

cReduktion der kulturbestätigten Influenza-Erkrankung im Vergleich zu Placebo.

dDie für die klinische Studie D153-P504 präsentierten Daten beziehen sich auf Studienteilnehmer, die zwei Dosen des Studienimpfstoffes oder Placebo erhielten. Bei zuvor nicht geimpften Studienteilnehmern lag die Wirksamkeit im Jahr 1 nach einer Dosis bei 57,7 % (95%-KI: 44,7; 67,9) gegenüber übereinstimmenden Stämmen bzw. 56,3 % (95%-KI: 43,1; 66,7) gegenüber allen Stämmen beliebiger Übereinstimmung; damit wird die Notwendigkeit zweier Impfdosen bei zuvor nicht geimpften Kindern untermauert.

eBei Teilnehmern der Studie D153-P501, die 2 Dosen im Jahr 1 und Placebo im Jahr 2 erhalten haben,

betrug die Wirksamkeit im 2. Jahr 56,2 % (95%-KI: 30,5; 72,7) gegenüber übereinstimmenden Stämmen bzw. 44,8 % (95%-KI: 18,2; 62,9) gegenüber allen Stämmen beliebiger Übereinstimmung; damit

wird die Notwendigkeit einer Nachimpfung in der zweiten Saison untermauert.

f Der ursprünglich zirkulierende Stamm war hinsichtlich der Antigenexpression verschieden von dem im Impfstoff enthaltenen H3N2-Stamm; die Wirksamkeit gegen den nicht übereinstimmenden A/H3N2-Stamm betrug 85,9 % (95%-KI: 75,3; 91,9).

Tabelle 2 Relative Wirksamkeit von T/LAIV in aktiv-kontrollierten pädiatrischen Studien mit einem saisonalen injizierbaren Influenza-Impfstoff

 

 

 

 

 

Verbesserte

 

 

 

 

Anzahl

 

Wirksamkeit

Verbesserte Wirksamkeit

Studien-

Region

Alters-

der

Influenza-

(95%-KI)b

(95%-KI)b

nummer

bereicha

Studien-

Saison

überein-

alle Stämme, unabhängig

 

 

 

teilnehmer

 

stimmende

von der Übereinstimmung

 

 

 

 

 

Stämme

 

 

 

 

 

 

44,5 %

 

 

USA,

 

 

 

(22,4; 60,6)

54,9 %

MI-CP111

Europa,

6 bis 59 M

7.852

2004-2005

weniger Fälle

(45,4; 62,9)c

Asien/

als mit einem

weniger Fälle als mit einem

 

 

 

 

 

Ozeanien

 

 

 

injizierbaren

injizierbaren Impfstoff

 

 

 

 

 

Impfstoff

 

 

 

 

 

 

Verbesserte

 

 

 

 

Anzahl

 

Wirksamkeit

Verbesserte Wirksamkeit

Studien-

Region

Alters-

der

Influenza-

(95%-KI)b

(95%-KI)b

nummer

bereicha

Studien-

Saison

überein-

alle Stämme, unabhängig

 

 

 

teilnehmer

 

stimmende

von der Übereinstimmung

 

 

 

 

 

Stämme

 

 

 

 

 

 

52,7 %

 

 

 

 

 

 

(21,6; 72,2)

52,4 %

D153-P514

Europa

6 bis 71 M

2.085

2002-2003

weniger Fälle

(24,6; 70,5)d

als mit einem

weniger Fälle als mit einem

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

injizierbaren

injizierbaren Impfstoff

 

 

 

 

 

Impfstoff

 

 

 

 

 

 

34,7 %

 

 

 

 

 

 

(3,9; 56,0)

31,9 %

D153-P515

Europa

6 bis 17 J

2.211

2002-2003

weniger Fälle

(1,1; 53,5)

als mit einem

weniger Fälle als mit einem

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

injizierbaren

injizierbaren Impfstoff

 

 

 

 

 

Impfstoff

 

aM = Monate. J = Jahre. Altersbereich wie im Studienprotokoll beschrieben.

bReduktion der kulturbestätigten Influenzaerkrankung im Vergleich zu einem injizierbaren Influenza-Impfstoff.

cEs wurde gezeigt, dass bei 3.686 Säuglingen und Kleinkindern im Alter von 6 bis 23 Monaten mit T/LAIV 55,7 % (39,9; 67,6) weniger Fälle und bei 4.166 Kindern im Alter von 24 bis 59 Monaten 54,4 % (41,8; 64,5) weniger Fälle als mit dem injizierbaren Impfstoff auftragen.

dEs wurde gezeigt, dass bei 476 Säuglingen und Kleinkindern im Alter von 6 bis 23 Monaten mit T/LAIV

64,4 % (1,4; 88,8) und bei 1.609 Kindern im Alter von 24 bis 71 Monaten 48,2 % (12,7; 70,0) weniger Fälle als mit dem injizierbaren Impfstoff auftraten.

P/LAIV-H5N1-Impfstoff

Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Pandemic influenza vaccine H5N1 AstraZeneca eine Freistellung von der Verpflichtung zur Vorlage von Ergebnissen zu Studien in einer oder mehreren pädiatrischen Altersklassen in Bezug auf die Prävention einer Influenza-Infektion gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).

Dieses Arzneimittel wurde unter „Besonderen Bedingungen“ zugelassen. Das bedeutet, dass weitere Nachweise für den Nutzen des Arzneimittels erwartet werden. Die Europäische Arzneimittel-Agentur wird neue Informationen zu diesem Arzneimittel mindestens jährlich bewerten und, falls erforderlich, wird die Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels aktualisiert werden.

Studien mit Erwachsenen

Erwachsene zwischen 18 und 49 Jahren

In der klinischen Studie CIR 217 wurde die Sicherheit, Infektiosität und Immunogenität eines lebend- attenuierten Impfstoffes, gewonnen aus dem A/Vietnam/1203/2004-(H5N1)-Influenza-Isolat mit

21 Probanden evaluiert, die eine mediane 106,7-Dosis infizierter Gewebekultur (TCID50) erhielten; 18 der Probanden erhielten 4-8 Wochen später eine zweite Dosis. 21 weitere Probanden erhielten eine 107,5 TCID50-Dosis des Impfstoff-Virus; 19 von ihnen erhielten 4-8 Wochen später eine zweite Dosis. Nach 1 oder 2 Dosen des 106,7-TCID50-Impfstoffes wurden bei 10 % der Probanden eine Hämagglutinationsinhibition (HAI) und IgA im Serum nachgewiesen; bei 24 % der Probanden wurde IgA in der Nasenspülflüssigkeit nachgewiesen. Nach 1 oder 2 Dosen des 107,5-TCID50-Impfstoffes wurden bei 10 % und 52 % der Probanden HAI bzw. IgA im Serum nachgewiesen; nasal wurde IgA bei 19 % der Probanden nachgewiesen.

In der klinischen Studie CIR 239 wurde die Sicherheit, Infektiosität und Immunogenität eines attenuierten Lebend-Impfstoffes, gewonnen aus dem A/Hong Kong/213/2003-(H5N1)-Influenza- Isolat, mit 17 Probanden evaluiert, die einmalig intranasal eine 106,7-TCID50-Dosis des Impfstoffes erhielten; 16 dieser Probanden erhielten 4-8 Wochen später eine zweite Dosis. HAI wurde bei keinem der Probanden, weder nach der ersten noch nach der zweiten Dosis des Impfstoffes, nachgewiesen.

IgA wurde sowohl im Serum als auch in der Nasenspülflüssigkeit bei 18 % der Probanden nachgewiesen.

Erwachsene im Alter von 22 bis 54 Jahren

In der klinische Studie CIR 277 wurde untersucht, ob frühere Empfänger einer pandemischen lebend- attenuierten H5N1-Influenza-Impfung ausreichend geschützt waren bzw. eine langfristige Immunität erreichten, die nach einer anschließenden Verabreichung eines inaktivierten H5N1-Impfstoffes nachgewiesen werden konnte. Die Studie nahm 69 Probanden in 5 Gruppen auf: Gruppe 1

umfasste 11 Probanden, die zuvor in 2006-2007 2 Dosen des pandemischen lebend-attenuierten Influenza-Impfstoffes (P/LAIV) A/Vietnam/1203/2004 H5N1 erhalten hatten; Gruppe 2 umfasste

10 Probanden, die zuvor in 2007 2 Dosen des A/Hong Kong/213/2003 H5N1 P/LAIV erhalten hatten; Gruppe 3 umfasste 8 Probanden, die zuvor in 2010 2 Dosen des A/British Columbia/CN-6/2004 H7N3 P/LAIV (als P/LAIV-Kontrollgruppe) erhalten hatten; die Gruppen 4 und 5 umfassten je

20 Probanden, die zuvor noch nicht mit LAIV geimpft worden waren und Influenza-H5-naiv waren. Probanden in den Gruppen 1 bis 4 erhielten eine 45-Mikrogramm-Einzeldosis des pandemischen inaktivierten Influenza-Impfstoffes (P/IIV) A/Vietnam/1203/2004, während die Probanden in Gruppe 5 2 Dosen im Abstand vom etwa 28 Tagen erhielten.

Die mit P/LAIV-H5N1 vorgeimpften Probanden entwickelten nach einer anschließenden Exposition mit dem inaktivierten H5N1-Impfstoff hohe Antikörperantworten gegen den H5N1-Wildtyp-Virus, auch wenn diese Antikörperantworten bei der Mehrzahl der Probanden nach den ersten 2 Dosen nicht nachweisbar waren. Probanden, die eine Impfung mit entweder A/Vietnam/1203/2004 P/LAIV oder A/Hong Kong/213/2003 P/LAIV erhielten, zeigten eine signifikant bessere Reaktion auf eine Einzeldosis des inaktivierten H5N1-Impfstoffes als P/LAIV-naive Probanden. Die Antikörperantwort bei Probanden, die den A/Vietnam/1203/2004-P/LAIV-Impfstoff erhalten hatten, war ebenfalls höher als diejenige, die nach 2 Dosen des inaktivierten Impfstoffes bei P/LAIV-naiven Probanden beobachtet wurde (siehe Tabelle 3).

Tabelle 3 Mikroneutralisations- (MN) und Hämagglutinationsinhibitions-(HAI)-Test Antikörperantworten im Serum an den Tagen 28 und 56 nach Gabe eines inaktivierten H5N1-Impfstoffes

 

 

 

 

28 Tage nach inaktiviertem

56 Tage nach inaktiviertem

 

 

Anzahl

 

 

Impfstoffa

 

 

 

 

Impfstoffa

 

 

 

 

 

 

Probanden

 

 

Probanden

 

 

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mit

 

 

 

mit 4-fach

 

 

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stoff

 

MN

HAI

MN

 

HAI

MN

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MN

HAI

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

H5N1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vietnam

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

H5N1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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ohne

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ohne

20c

 

Die Daten für Gruppe 3, Probanden, die initial mit H7N3-P/LAIV geimpft worden waren, sind nicht dargestellt.

aTage werden gezählt in Relation zur einzigen P/IIV-Dosis bei den Gruppen 1-4 und nach der ersten der 2 P/IIV- Dosen bei Gruppe 5.

bSerologischer Response ist definiert als ≥ 4-facher Anstieg der Antikörpertiter (≥ 1:20).

cSerumproben waren von 7 Probanden aus der Gruppe 3 an Tag 28 und von 18 Probanden aus Gruppe 5 an Tag 56 verfügbar.

Die Antikörperantwort entwickelt sich bei mit P/LAIV-H5N1 vorgeimpften Probanden schnell. Sieben der 11 (64 %) Probanden aus Gruppe 1 (ca A/Vietnam/1204/2004 [H5N1]) hatten einen ≥ 4-fachen Anstieg an HAI-Antikörpertitern an Tag 7 nach Erhalt des inaktivierten Impfstoffes, mit einem Geometrischen Mittel der Titer (GMT) von 165 und einem Titerbereich zwischen 20 und 1280 bei den Respondern. Von den P/LAIV-naiven Probanden hatten lediglich 10 % ≥ 4-fache Anstiege an Tag 7. Die Antikörperantworten bei mit P/LAIV-H5N1 vorgeimpften Probanden waren auch breiter ausgeprägt. Die mit P/LAIV-H5N1 vorgeimpften Probanden entwickelten Antikörperantworten, die 2 oder mehrere H5N1-Kladen der A/Goose/Guangdong/1996 H5N1-Linie neutralisierten, wogegen nur wenige Probanden selbst in der Impfgruppe, die 2 Dosen des inaktivierten H5N1-Impfstoffes erhielten, stammübergreifend neutralisierende Antikörper entwickelten. Die Antikörperaffinität gegen die HA1-Domäne der H5 HA in der mit H5N1-P/LAIV geimpften Gruppe war signifikant höher als die in der Gruppe, die mit 2 Dosen des inaktivierten Impfstoffes geimpft worden waren; dies korrelierte mit der stammübergreifenden H5N1-Neutralisierung.

Ähnliche Reaktionen wurden bei mit P/LAIV-H7N7 und H7N9 vorgeimpften Probanden beobachtet, die eine hohe Antikörperantwort gegen den entsprechenden Wildtyp-Virus nach einer anschließenden Exposition gegenüber dem inaktivierten Impfstoff desselben Subtyps entwickelten. In Bezug auf H7N7 P/LAIV wurden sowohl durch MN als auch HAI bei 9 von 13 Probanden hohe Antikörperantworten im Serum ermittelt, wobei die maximalen Titer an Tag 14 erreicht wurden. In Bezug auf H7N9 P/LAIV entwickelten 8 von 14 Probanden, die eine Einzeldosis des Impfstoffes sowie 13 von 16 Probanden, die 2 Dosen des Impfstoffes erhalten hatten, hohe Antikörperantworten; die maximalen Titer wurden ebenfalls an Tag 14 beobachtet.

5.2Pharmakokinetische Eigenschaften

Nicht zutreffend.

5.3Präklinische Daten zur Sicherheit

Basierend auf den konventionellen Studien zur Toxizität bei wiederholter Gabe, Reproduktions- und Entwicklungstoxizität, lokalen Verträglichkeit und Neurovirulenz lassen

die präklinischen Daten zu Pandemic influenza vaccine H5N1 AstraZeneca sowie den saisonalen Impfstoffen T/LAIV und Fluenz Tetra keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.

6.PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1Liste der sonstigen Bestandteile

Saccharose

Dibasisches Kaliumphosphat

Monobasisches Kaliumphosphat

Gelatine (vom Schwein, Typ A)

Argininhydrochlorid

Mononatriumglutamat-Monohydrat

Wasser für Injektionszwecke

6.2Inkompatibilitäten

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.

6.3Dauer der Haltbarkeit

18 Wochen.

6.4Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Im Kühlschrank lagern (2 °C – 8 °C).

Nicht einfrieren.

Den Nasenapplikator im Umkarton aufbewahren, um ihn vor Licht zu schützen.

Der Impfstoff kann vor der Verwendung aus dem Kühlschrank genommen und einmalig für bis zu 12 Stunden bei einer Temperatur von nicht über 25 °C aufbewahrt werden. Wird der Impfstoff nicht innerhalb dieses 12-stündigen Zeitraums verwendet, muss er verworfen werden.

6.5Art und Inhalt des Behältnisses

Pandemic influenza vaccine H5N1 AstraZeneca ist erhältlich als 0,2 ml Suspension in einem Nasenapplikator zum Einmalgebrauch (Typ 1-Glas) mit einem Sprühkopf (Polypropylen mit Polyethylen-Transferventil), einer Schutzkappe für die Sprühkopfspitze (synthetischer Gummi), einer Kolbenstange, einem Kolbenstopfen (Butylgummi) und einer Dosierungsklemme.

Packungsgröße mit 10 Stück.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Verabreichung

Pandemic influenza vaccine H5N1 AstraZeneca IST NUR ZUR NASALEN ANWENDUNG BESTIMMT.

NICHT MIT EINER NADEL ANWENDEN. Nicht injizieren.

Verwenden Sie Pandemic influenza vaccine H5N1 AstraZeneca nicht nach Ablauf des Verfalldatums oder wenn der Applikator beschädigt zu sein scheint, wenn beispielsweise der Kolben lose oder vom Applikator getrennt ist oder wenn Anzeichen von Undichtigkeit bestehen.

Pandemic influenza vaccine H5N1 AstraZeneca wird aufgeteilt in beide Nasenlöcher verabreicht.

Nach Verabreichung der halben Dosis in ein Nasenloch wird die zweite Hälfte der Dosis sofort oder kurze Zeit später in das andere Nasenloch verabreicht.

Der Patient kann normal atmen, während der Impfstoff verabreicht wird – er muss nicht aktiv inhalieren oder Luft durch die Nase einziehen.

Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Verabreichung von Pandemic influenza vaccine H5N1 AstraZeneca ist dem Diagramm (Abbildung 1) zu entnehmen.

Abbildung 1 Verabreichung von Pandemic influenza vaccine H5N1 AstraZeneca

Kolbenstopfen

Dosierungsklemme

Schutzkappe für den Sprühkopf

Kolbenstange

Überprüfen Sie das

Bereiten Sie den

Bringen Sie den

Verfalldatum.

Applikator vor.

Applikator in die

Das Produkt muss vor

Ziehen Sie die

richtige Position.

Ablauf des auf dem

Schutzkappe aus Gummi

Während sich der

Etikett des Applikators

ab. Entfernen Sie nicht

Patient in einer

angegebenen Datums

die Dosierungsklemme

aufrechten Position

verwendet werden.

am anderen Ende des

befindet, führen Sie die

 

Applikators.

Spitze in das Nasenloch

 

 

ein, um sicherzustellen,

 

 

dass Pandemic influenza

 

 

vaccine H5N1

 

 

AstraZeneca in die Nase

 

 

verabreicht wird.

Drücken Sie den

Entfernen Sie die

Sprühen Sie den

Kolben hinein.

Dosierungsklemme.

Impfstoff in das andere

Drücken Sie den Kolben

Damit Sie den restlichen

Nasenloch.

mit einer einzigen

Impfstoff in das andere

Führen Sie die Spitze in

Bewegung so schnell

Nasenloch verabreichen

das andere Nasenloch

wie möglich hinein, bis

können, drücken Sie die

ein und drücken Sie den

die Dosierungsklemme

Dosierungsklemme

Kolben mit einer

ein weiteres

zusammen und entfernen

einzigen Bewegung so

Hineindrücken

Sie diese vom Kolben.

schnell wie möglich

verhindert.

 

hinein, um den

 

 

restlichen Impfstoff

 

 

zu verabreichen.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen für medizinische Abfälle zu entsorgen.

7.INHABER DER ZULASSUNG

AstraZeneca AB

SE-151 85 Södertälje

Schweden

8.ZULASSUNGSNUMMER(N)

EU/1/16/1089/001

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 20. Mai 2016

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 20. April 2017

10.STAND DER INFORMATION

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verfügbar.

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