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Valtropin (somatropin) – Zusammenfassung der merkmale des arzneimittels - H01AC01

Updated on site: 10-Oct-2017

Name des ArzneimittelsValtropin
ATC-CodeH01AC01
Substanzsomatropin
HerstellerBioPartners GmbH

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Valtropin 5 mg/1,5 ml Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Eine Durchstechflasche mit Pulver enthält 5 mg Somatropin (entsprechend 15 I.E.).

Nach der Rekonstitution mit 1,5 ml Lösungsmittel enthält 1 ml: Somatropin* 3,33 mg (entsprechend 10 I.E.)

* mittels rekombinanter DNA-Technologie in Saccharomyces-cerevisiae-Zellen hergestellt.

Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung.

Weißes oder weißliches Pulver. Das Lösungsmittel ist eine klare Lösung.

Nach der Rekonstitution mit dem mitgelieferten Lösungsmittel hat Valtropin einen pH von ca. 7,5 und

Patienten schwerem Wachstumshormonmangel im Erwachsenenalter sind definiert als Patienten

eine Osmolalität von ca. 320 mOsm/kg.

länger

zugelassen

 

 

 

4.

KLINISCHE ANGABEN

 

 

4.1

Anwendungsgebiete

 

 

Kinder und Jugendliche

 

 

 

 

 

-

Langzeitbehandlung bei Kindern (im Alter von 2 bis 11 Jahren) und Jugendlichen (im Alter von

 

12 bis 18 Jahren) mit Wachstumsstörungen infolge unzureichender Sekretion von normalem

 

endogenem Wachstumshormon.

 

 

-

Behandlung von Kleinwuchs bei Kindern mit durch Chromosomenanalyse gesichertem Turner-

 

Syndrom.

nicht

 

 

 

 

 

 

-

Behandlung von Wachs umsverzögerungen bei präpubertären Kindern mit chronischer

 

Niereninsuffizienz.

 

 

 

Erwachsene

 

 

 

-

Substitutionsth rapie bei Erwachsenen, die entweder bereits seit der Kindheit oder seit dem

 

Erwachse enalter an einem ausgeprägten Wachstumshormonmangel leiden.

 

Arzneimittel

 

 

 

mit bekannter Erkrankung des hypophysären/hypothalamischen Systems und bekanntem Mangel an mindestens einem weiteren Hypophysenhormon (außer Prolaktin). Die Patienten sollten einem einmaligen dynamischen Test unterzogen werden, um einen Wachstumshormonmangel zu diagnostizieren oder auszuschließen. Bei Patienten mit isoliertem Wachstumshormonmangel, der im Kindesalter aufgetreten ist (keine Anzeichen einer hypophysären/hypothalamischen Erkrankung, keine kraniale Bestrahlung) sollten zwei dynamische Tests empfohlen werden. Hiervon ausgenommen sind Patienten mit niedrigen Insulin-like Growth factor 1 (IGF-1)-Konzentrationen

(< 2 Standardabweichungen [SDS]), bei denen ein Test ausreicht. Für den dynamischen Test sollte ein strikter Grenzwert festgesetzt werden.

4.2 Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Die Therapie mit Valtropin ist durch Ärzte einzuleiten und zu überwachen, die entsprechende Erfahrung in der Diagnose und Betreuung von Patienten mit Wachstumshormonmangel besitzen.

Dosierung

Das Dosierungs- und Verabreichungsschema ist für jeden Patienten individuell zu gestalten.

Dosierung bei Kindern und Jugendlichen

Wachstumshormonmangel bei Kindern

Die empfohlene Dosierung beträgt 0,025 - 0,035 mg/kg Körpergewicht pro Tag.

Kinder mit Turner-Syndrom

zugelassen

 

Die empfohlene Dosierung beträgt 0,045 - 0,050 mg/kg Körpergewicht pro Tag, verabr icht als subkutane Injektion.

Präpubertäre Kinder mit chronischer Niereninsuffizienz

Die empfohlene Dosierung beträgt 0,045 - 0,050 mg/kg Körpergewicht pro Tag, ver breicht als subkutane Injektion.

Dosierung bei Erwachsenen

 

 

 

Wachstumshormonmangel bei Erwachsenen

länger

icht als subkutane Injektion. Bei

Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 0,15 - 0,30 mg/Tag, v ab

 

älteren und adipösen Patienten ist unter Umstände eine ni dri

re Anfangsdosis erforderlich.

Diese Dosis sollte entsprechend den individuellen Bedürf issen des Patienten anhand des klinischen Ansprechens und des IGF-1-Serumspiegels allm h ich erhöht werden. Die tägliche Gesamtdosis beträgt in der Regel maximal 1 mg. Die IGF-1-Spiegel sollten unterhalb der Obergrenze des altersspezifischen Normalbereichs gehalten werden.

Es ist die geringste wirksame Dosis anzuwenden.

Bei persistierendem Ödem oder schwerer Parästhesie ist die Dosierung von Somatropin zu verringern,

 

nicht

um der Entwicklung eines Karpa tunnelsyndroms vorzubeugen.

Die Erfahrungen mit e ner Somatropin-Langzeitbehandlung (über 5 Jahre) bei Erwachsenen sind

beschränkt.

 

Besondere Pati nt ngruppen

Ältere Patie ten

 

Die E fah ungen

einer Somatropin-Behandlung bei Patienten über 60 Jahren sind beschränkt. Bei

älterenArzneimittePatienten ist unter Umständenl eine niedrigere Anfangsdosis erforderlich. Der Dosisbedarf kann mit zunehmendem Alter abnehmen.

Beeinträchtigte Nierenfunktion

Die derzeit verfügbaren Daten zur Niereninsuffizienz werden in Abschnitt 4.4 beschrieben, jedoch kann keine Dosierungsempfehlung ausgesprochen werden.

Beeinträchtigte Leberfunktion

Bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung wurde eine Abnahme der Somatropin-Clearance festgestellt. Die klinische Bedeutung dieser Abnahme ist nicht bekannt.

Art der Anwendung

Valtropin wird als subkutane Injektion angewendet.

Die Injektionsstellen sollten gewechselt werden, um eine Lipoatrophie zu vermeiden.

Weitere Informationen zur Rekonstitution und Anwendung siehe unter Abschnitt 6.6.

4.3 Gegenanzeigen

-Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile (z.B. Metacresol) (siehe Abschnitt 4.4).

-Somatropin darf nicht angewendet werden, wenn Anzeichen einer Tumoraktivität vorliegen. Intrakranielle Tumoren müssen inaktiv sein, und eine Tumorbehandlung muss abgeschlossen sein, bevor eine Therapie mit Wachstumshormon begonnen wird. Die Therapie muss abgebrochen werden, wenn Anzeichen eines Tumorwachstums auftreten.

-Valtropin darf nicht zur Wachstumsförderung bei Kindern mitzugelassengeschlossener Epiphyse angewendet werden.

-Patienten mit akuter schwerer Erkrankung aufgrund von Komplikationen nach ein r Op ration am offenen Herzen oder im Abdominalbereich, nach multiplem Unfalltrauma oder Patienten mit akuter Ateminsuffizienz.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anw ndung

Die empfohlene maximale Tagesdosis sollte nicht überschritten werden (siehe Abschnitt 4.2).

Hypophyse

länger

Obwohl es keine Belege für die Annahme gibt, dass eine Wachstumshormonsubstitution die

Rezidivrate oder das erneute Wachstum intrakranieller Neoplasm n beeinflusst, erfordert das klinische Standardvorgehen, bei Patienten mit hypophysärer Patholo ie in der Vorgeschichte regelmäßige Kontrollen der Hypophyse mittels Bild gebender Verfahren durchzuführen. Vor der Einleitung einer Therapie zur Wachstumshormonsubstitution wird bei diesen Patienten eine Baseline-Untersuchung empfohlen.

Tumorkontrolle

nicht

Bei Patienten mit einem früheren Hirntumor sollten häufige Nachuntersuchungen erfolgen, um ein Wiederauftreten des Tumors auszuschließen.

Bei Patienten mit malignen Tumoren in der Kindheit wurde ein höheres Risiko für sekundäre Neubildungen (gutartige od r bösartige) berichtet, wenn sie mit Somatropin behandelt wurden. Die häufigsten dieser sekundären N ubildungen waren insbesondere intrakranielle Tumoren.

mit WachstumshormonenArzneimittelist eine sorgfältige Überwachung auf Symptome einer intrakraniellen Hypertension erforderlich.

Intrakranielle Hypertension

Sollten schwere oder rezidivierende Kopfschmerzen, Sehstörungen, Übelkeit und/oder Erbrechen

auftreten, so

mpfi hlt sich eine funduskopische Untersuchung auf Papillenödeme. Bestätigt sich der

Verdacht auf ein Papillenödem, ist die Diagnose einer benignen intrakraniellen Hypertension in

Erwägung u

iehen und – falls zutreffend – die Wachstumshormonbehandlung abzubrechen. Derzeit

sind die vo liegenden Hinweise nicht ausreichend für eine klinische Entscheidungsfindung bei

Patienten

abgeklungener intrakranieller Hypertension. Bei einer Wiederaufnahme der Behandlung

Insulinsensitivität

Da menschliches Wachstumshormon eine Insulinresistenz auslösen kann, sind Patienten, die mit Somatropin behandelt werden, auf Anzeichen einer Glukoseintoleranz zu überwachen.

Schilddrüsenfunktion

Wachstumshormon erhöht die extrathyreoidale Konversion von T4 zu T3 und kann somit eine beginnende Hypothyreose demaskieren. Daher ist bei allen Patienten die Schilddrüsenfunktion zu überwachen. Bei Patienten mit Hypophysenunterfunktion ist eine Standardsubstitutionstherapie mit Somatropin engmaschig zu überwachen.

Epiphysenlösung des Hüftkopfs

Bei Patienten mit endokrinen Erkrankungen, einschließlich Wachstumshormonmangel, kann es häufiger zu einer Epiphysenlösung des Hüftkopfs (Epiphysiolysis capitis femoris) kommen. Kinder, die während der Wachstumshormontherapie zu hinken beginnen, sind diesbezüglich zu untersuchen.

Wachstumshormonmangel nach Epiphysenschluss

Patienten, die im Kindesalter mit Wachstumshormon behandelt wurden, bis sie ihre endgültige Größe erreichten, sind vor Einleitung der Substitutionstherapie mit der fürzugelassenErwachsene empfohlenen Dosierung erneut auf einen Wachstumshormonmangel nach Epiphysenschluss untersuch n.

Behandlung nach Abschluss des Wachstumsprozesses

Bei Kindern ist die Behandlung bis zum Abschluss des Wachstumsprozesses fortzu etzen. Angesichts des potenziellen Akromegalie-, Hyperglykämie- und Glykosurie-Risikos ist es r ts m, die empfohlene Dosis nicht zu überschreiten.

Prader-Willi-Syndrom

Valtropin ist nicht indiziert für die Behandlung von Patienten mit Wachst msstörungen aufgrund eines Prader-Willi-Syndroms, außer sie haben auch eine diagnostizie ten Wachstumshormonmangel. Es gab Berichte über Schlafapnoe und plötzlichen Tod nach B ginn der Therapie mit Wachstumshormon bei Patienten mit Prader-Willi-Syndrom, die einen oder m hr re d r folgenden Risikofaktoren hatten: Schwere Adipositas, obstruktive Erkrankung der oberen Atemwege oder Schlafapnoe in der Anamnese, ungeklärter Atemwegsinfekt.

Niereninsuffizienz

länger

 

nicht

Vor Einleitung einer Somatropin-Behandlung wegen sekundärer Wachstumsverzögerung verursacht durch chronische Niereninsuffizienz sind die Kinder ein Jahr lang zu beobachten, um die Wachstumsstörung zu verifizieren. E ne konservative Behandlung der Niereninsuffizienz (u. a. Kontrolle auf Azidose, Hyperparathyreose und Ernährungszustand über ein Jahr vor der Behandlung) sollte etabliert und während der Beha dlung aufrechterhalten werden. Zum Zeitpunkt einer NierentransplantationArzneimittist dieelB hand ung mit Somatropin abzusetzen.

Geschlecht und Dosierung

Um das festgelegte Behandlungsziel zu erreichen, benötigen Männer unter Umständen eine niedrigere Wachstumshormondos s als Frauen. Eine orale Östrogengabe erhöht bei Frauen den Dosierungsbedarf. Insbesondere bei Männern kann mit der Zeit eine steigende

Wachstumshormo empfindlichkeit (erkennbar in Form einer IGF-1-Veränderung je Wachstumshormondosis) beobachtet werden. Die Korrektheit der Wachstumshormondosis ist daher alle sechs Monate zu überprüfen.

Turner-Syndrom

Patientinnen Turner-Syndrom sind sorgfältig auf Mittelohrentzündung und andere Ohrenkrankheiten hin zu untersuchen, da bei diesen Patienten das Risiko von Ohrerkrankungen oder Hörstörungen erhöht ist.

Pankreatitis bei Kindern

Mit Somatropin behandelte Kinder haben gegenüber mit Somatropin behandelten Erwachsenen ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Pankreatitis. Daher sollte bei Auftreten von Bauchschmerzen bei mit Somatropin behandelten Kindern, trotz ihrer Seltenheit immer an eine Pankreatitis gedacht werden.

Versehentliche intramuskuläre Injektion

Nach versehentlicher intramuskulärer Injektion kann es zu einer Hypoglykämie kommen. Jede unerwünschte Reaktion sollte beobachtet werden. Es wird keine besondere Behandlung empfohlen.

Empfindlichkeit gegen Metacresol

Valtropin darf bei Patienten mit einer bekannten Empfindlichkeit gegen Metacresol nicht mit dem mitgelieferten Lösungsmittel rekonstituiert werden. Kommt es zu einer Empfindlichkeit gegen das mitgelieferte Lösungsmittel, sind die Durchstechflaschen mit Wasser für Injektionszwecke zu rekonstituieren und als Einmal-Durchstechflaschen zu verwenden (siehe Abschnitte 6.3).

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

anzupassen, um eine hemmende Wirkung auf das Wachstum zu vermeiden.

Eine übermäßige Behandlung mit Glukokortikoiden hemmt die wachstumsfördernde Wirkung von menschlichem Wachstumshormon. Bei Patienten mit gleichzeitig bestehendemzugelassenMangel an adrenokortikotropem Hormon (ACTH) ist die Dosis der Glukokortikoidsubstitution sorgfältig

Bei Frauen, die orale Östrogene einnehmen, kann eine höhere Somatropin-Dosis erforderlich sein, um das Behandlungsziel zu erreichen.

Patienten, die Insulin gegen Diabetes mellitus erhalten, sind während der Behandlung mit Somatropin sorgfältig zu überwachen. Möglicherweise ist eine Anpassung der Ins lindosis erforderlich.

Daten aus einer Wechselwirkungsstudie bei Erwachsenen mit Wachstumshormonmangel weisen darauf hin, dass durch Verabreichung von Somatropinlängerdie Cl a ance von Substanzen erhöht werden

kann, die bekanntermaßen durch Cytochrom-P450-Isoenzyme m tabolisiert werden. Insbesondere die Clearance von Substanzen, die durch Cytochrom P450 3A4 metabolisiert werden (z.B. Geschlechtssteroide, Kortikosteroide, Antikonvulsiva u d Cyclosporin), kann erhöht sein, was zu einem niedrigeren Plasmaspiegel dieser Arzneimittel führen könnte. Die klinische Bedeutung dieses Phänomens ist nicht bekannt.

Schwangerschaft

4.6 Fertilität, Schwangerschaftnichtund Stillzeit

Für Valtropin liegen keine klinischen Daten über exponierte Schwangere vor. Es liegen keine hinreichendenArzneimitteltierexperimen n Studien in Bezug auf die Auswirkungen auf Schwangerschaft und

embryonale/fetale Entw cklung und Geburt oder postnatale Entwicklung vor (siehe Abschnitt 5.3). Daher darf Valtropin n cht während der Schwangerschaft angewendet werden, es sei denn, dies ist eindeutig erforderlich.

Stillzeit

Es wurden kei klinischen Studien mit Valtropin bei stillenden Frauen durchgeführt. Es ist nicht bekannt, ob Somatropin in die Muttermilch übergeht. Daher ist bei der Verabreichung von Valtropin während der Stillzeit Vorsicht geboten.

Fertilität

Es liegen keine Daten zur Fertilität vor. Tierexperimentelle Studien zeigten keine Auswirkungen auf die Fertilitätsparameter.

4.7Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Valtropin hat keinen oder vernachlässigbaren Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

4.8Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Die häufigsten Nebenwirkungen betrafen Reaktionen an der Injektionsstelle sowie Kopfschmerzen, Parästhesie und Gelenkschmerzen und -erkrankungen (Arthralgie) bei Erwachsenen bzw. waren endokriner Natur.

Im Rahmen von klinischen Studien erhielten 128 Kinder (98 Kinder mit Wachstumshormonmangel und 30 mit Turner-Syndrom) Valtropin. Das in diesen klinischen Studien beobachtete Sicherheitsprofil von Valtropin stimmte mit dem Profil des in den Studien verwendeten Referenzarzneimittels und anderer Somatropin-haltiger Arzneimittel überein.

Die folgenden Nebenwirkungen und deren Häufigkeiten wurden laut veröffentlichten Daten unter der Behandlung mit Somatropin beobachtet:

Sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1.000, < 1/100), selten (≥ 1/10.000, < 1/1.000), sehr selten (< 1/10.000) nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbar Daten nicht abschätzbar), einschließlich gemeldeter Einzelfälle.

Tabellarische Zusammenfassung der Nebenwirkungen

Gutartige, bösartige und unspezifische

 

 

Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)

Gelegentlich: Malignom, Neoplasma

Erkrankungen des Blutes und des

 

 

 

Lymphsystems

 

 

Gelegentlich: Anämie

Erkrankungen des Immunsystems

 

Häufig: Antikö pe bildung

 

 

 

 

zugelassen

 

 

 

Nicht bekannt: Einzelfall einer akuten

 

 

 

Überempfindlichk it mit Urtikaria und Pruritus

Endokrine Erkrankungen

 

 

Häufig: Hypothyreose

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

H ufig: Verminderte Glukosetoleranz

 

 

 

Häufig: Leichte Hyperglykämie (1% bei Kindern;

 

 

 

länger

 

 

 

 

1% - 10% bei Erwachsenen)

 

 

 

Gelegentlich: Hypoglykämie, Hyperphosphatämie

 

 

 

Selten: Diabetes mellitus

 

 

nicht

Nicht bekannt: Insulinresistenz

Psychiatrische Erkrankung

 

 

Gelegentlich: Persönlichkeitsstörung

Erkrankungen des Nervensys

ms

 

Sehr häufig: Kopfschmerzen bei Erwachsenen

 

 

 

Sehr häufig: Parästhesie bei Erwachsenen

 

 

 

Häufig: Hypertonie

 

 

 

 

Häufig: Schlaflosigkeit bei Erwachsenen

 

 

 

Häufig: Karpaltunnelsyndrom bei Erwachsenen

 

 

 

Gelegentlich: Karpaltunnelsyndrom bei Kindern

 

 

 

Gelegentlich: Nystagmus

Arzneimittel

 

Selten: Neuropathie, intrakranieller Hochdruck

 

 

Selten: Gutartige intrakranielle Hypertension

 

 

 

Selten: Parästhesie bei Kindern

 

 

 

Sehr selten: Schlaflosigkeit bei Kindern

Augenerkrankungen

 

 

Gelegentlich: Papillenödem, Diplopie

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Gelegentlich: Schwindel

Herzerkrankungen

 

Häufig: Hypertonie bei Erwachsenen

 

 

Gelegentlich: Tachykardie

 

 

Selten: Hypertonie bei Kindern

Erkrankungen der Atemwege, des

 

 

Brustraums und Mediastinums

 

Häufig: Dyspnoe bei Erwachsenen

 

 

Häufig: Schlafapnoe bei Erwachsenen

 

 

Gelegentlich: Erbrechen, Bauchschmerzen, Blähungen,

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Übelkeit

 

 

Selten: Diarrhoe

Erkrankungen der Haut und des

 

Gelegentlich: Lipodystrophie, Hautatrophie, exfoliative

Unterhautzellgewebes

 

Dermatitis, Urtikaria, Hirsutismus, Hauthypertrophie

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und

 

Knochenerkrankungen

 

Sehr häufig: Arthralgie bei Erwachsenen

 

 

Häufig: Arthralgie bei Kindern

 

 

Häufig: Myalgie

 

 

Gelegentlich: Muskelatrophie, Knochen chmerzen

 

 

Gelegentlich: Harninkontinenz, Häm turie, Polyurie,

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

erhöhte Harnlassfrequenz/Pollakisurie, Urinanomalie

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und

 

der Brustdrüse

 

Gelegentlich: Genitalfl or

 

 

Gelegentlich: Gynäkomastie bei Erwachsenen

 

 

zugelassen

 

 

Sehr selten: Gynäkomastie bei Kindern

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden

 

am Verabreichungsort

 

Sehr häufi : Ödem, peripheres Ödem bei Erwachsenen

 

 

Häufig: Ödem, peripheres Ödem bei Kindern

 

 

H ufig: Reaktionen an der Injektionsstelle, Asthenie

 

 

Ge egentlich: Atrophie an der Injektionsstelle, Blutung an

 

 

länger

 

 

der Injektionsstelle, Schwellung an der Injektionsstelle,

 

 

Hypertrophie, Schwäche bei Kindern

Untersuchungen

nicht

Selten: Abnorme Nierenfunktionswerte

 

 

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

 

adjuvanteArzneimitWirkung Hinblicktelauf eine Modifizierung der Immunantwort beschrieben. Kinder und Jugendliche

In einer klinischen Studie mit Valtropin entwickelten 3% der Kinder mit Wachstumshormonmangel Antikörper gegen Soma rop n. Die Antikörper wiesen eine geringe Bindungskapazität auf und hatten keinen Einfluss auf die Wachstumsrate. Alle Patienten, die nicht auf die Therapie ansprechen, sollten auf Somatropin-Ant körper getestet werden.

Gelegentlich trat

b i Patienten unter Valtropin-Therapie Antikörper gegen Wirtszell- (S. cerevisiae)

Protein auf. Ei

klinische Bedeutung der Produktion solcher Antikörper mit geringer

Bindungskapa ität ist nicht wahrscheinlich. Im Gegensatz zu Bakterien (E. coli) wurde für Hefe keine

Im Frühstadium der Behandlung mit Somatropin wurde eine leichte und vorübergehende Ödembildung beobachtet.

Erwachsene Patienten

Bei erwachsenen Patienten mit im Erwachsenenalter auftretendem Wachstumshormonmangel wurde frühzeitig während der Behandlung über Ödeme, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen und - erkrankungen berichtet, die meist vorübergehender Natur waren.

4.9Überdosierung

Eine akute Überdosierung könnte anfänglich zu einer Hypoglykämie und im weiteren Verlauf zu einer Hyperglykämie führen. Eine langfristige Überdosierung kann möglicherweise Zeichen und Symptome einer Akromegalie nach sich ziehen, die den bekannten Wirkungen eines Überschusses an menschlichem Wachstumshormon entsprechen. Die Behandlung erfolgt symptomatisch-supportiv. Für den Fall einer Somatropin-Überdosierung gibt es kein spezifisches Antidot. Eine Überwachung der Schilddrüsenfunktion nach einer Überdosierung wird empfohlen.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Hypophysen- und Hypothalamushormone und Analoga, Somatropin

und Somatropin-Agonisten; ATC-Code: H01AC01

zugelassen

 

Somatropin ist ein Polypeptidhormon, das aus rekombinanter DNA hergestellt wird. Es b itzt 191 Aminosäurereste und ein Molekulargewicht von 22.125 Dalton. Die Aminosäure equenz des Arzneimittels ist identisch mit derjenigen von menschlichem Wachstumshormon hypophysären Ursprungs. Valtropin wird in Hefezellen (Saccharomyces cerevisiae) synthetisiert.

Die biologischen Wirkungen von Somatropin sind gleichwertig mit denjeni

von menschlichem

Wachstumshormon hypophysären Ursprungs.

 

Die Hauptwirkung von Somatropin besteht in einerlängerStimulierung der Wachstumsplatten von langen Knochen. Darüber hinaus fördert es die zelluläre Proteinsynth se und die Stickstoffretention.

Somatropin stimuliert den Fettstoffwechsel. Es erhöht die Plasmaspiegel von Fettsäuren und HDL- Cholesterin (Lipoproteinen hoher Dichte) und senkt das Gesamtcholesterin im Plasma.

Die Somatropintherapie wirkt sichnichtbei Patien en mit Wachstumshormonmangel insofern günstig auf die Körperzusammensetzung aus, als die Körperfe tspeicher abgeschmolzen und der Anteil der fettfreien Körpermasse gesteigert wird. Eine Langzeittherapie bei Patienten mit Wachstumshormonmangel erhöht die Kno hendichte.

Klinische Studien

SomatropinArzneimkann zu einerittelInsu inresiste z führen. Hohe Somatropin-Dosen können die Glukosetoleranz beeinträch ig .

Die Wirksamkeit und Sicherheit von Valtropin wurden im Rahmen einer randomisierten, doppelblinden, kontrollierten Phase-III-Studie mit Parallelgruppendesign an Kindern mit Wachstumshormo mangel untersucht. Es zeigten sich keine relevanten Unterschiede zwischen Valtropin u d dem Referenzarzneimittel im Hinblick auf die Wachstumsgeschwindigkeit und die SDS der Wachstumsgeschwindigkeit.

Eine offene, einarmige Phase-III-Studie zur Untersuchung der Wirksamkeit und Sicherheit der Valtropin-Behandlung bei Mädchen mit Kleinwuchs in Verbindung mit dem Turner-Syndrom ergab eine signifikante Wirkung des Prüfpräparats auf die Wachstumsgeschwindigkeit.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Eine doppelblinde, randomisierte Crossover-Studie mit Einmalgaben bei 24 gesunden Freiwilligen zeigte für Valtropin und das Referenzarzneimittel ein vergleichbares pharmakokinetisches Profil auf. Die subkutane Verabreichung von 0,073 mg Valtropin/kg Körpergewicht führte zu einer Cmax von 43,97 ng/ml und einer AUC0-24 h von 369,90 ng·h/ml. Cmax wurde nach 4 Stunden erreicht und t½ betrug 3 Stunden.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Basierend auf den konventionellen Studien mit Valtropin zur Toxizität bei wiederholter Gabe, Genotoxizität und Reproduktionstoxizität lassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.

Die tierexperimentellen Studien mit Valtropin sind nicht ausreichend, um das reproduktionstoxische Potenzial zu beurteilen. Aus weiteren, mit anderen Somatropin-haltigen Arzneimittelndurchgeführten Studien zur Reproduktionstoxizität liegen keine Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für schädliche Auswirkungen auf Embryo oder Fetus vor.

Es wurden keine Langzeitstudien zur Kanzerogenizität durchgeführt. Es liegen keine spezifischen Studien zur lokalen Verträglichkeit bei Tieren nach subkutaner Valtropin-Injektion vor. Allerdings wurden im Rahmen von Studien zur allgemeinen Toxizität nach Einmal- und Mehrfachgabe kei e Nebenwirkungen im Injektionsbereich berichtet.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

 

zugelassen

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

 

Pulver:

 

 

Glycin

 

 

Mannitol (Ph. Eur.)

 

länger

Natriumdihydrogenphosphat

 

 

 

Dinatriumhydrogenphosphat

 

 

Natriumhydroxid (zur pH-Anpassung)

 

Salzsäure (zur pH-Anpassung).

 

 

Lösungsmittel:

nicht

 

Metacresol (Ph. Eur.)

 

 

 

Wasser für Injektionszwecke.

 

 

6.2

Inkompatibilitäten

 

 

 

 

 

6.3 Dauer der Haltbarkeit

Da keineArzneimittelKompatibilitätss udi n durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werd n.

3 Jahre.

Nach dem ersten Öffnen oder nach der Rekonstitution mit dem mitgelieferten Lösungsmittel: Nach der Rekonstitution dem mitgelieferten Lösungsmittel wurde die chemische und

physikalische Stabilität der gebrauchsfertigen Zubereitung bei 2°C - 8°C (Kühlschrank) für 21 Tage nachgewiesen.

Nach der Rekonstitution mit Wasser für Injektionszwecke:

Nach der Rekonstitution mit Wasser für Injektionszwecke muss das Arzneimittel sofort angewendet werden und ist als Durchstechflasche für den Einmalgebrauch zu verwenden. Wenn die gebrauchsfertige Zubereitung nicht sofort eingesetzt wird, betragen Aufbewahrungszeiten und -bedingungen normalerweise nicht länger als 24 Stunden bei 2°C - 8°C (Kühlschrank), sofern die Rekonstitution nicht unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen erfolgt ist.

6.4Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Im Kühlschrank lagern (2°C - 8°C). Nicht einfrieren.

Für den Transport und/oder die ambulante Anwendung kann das nicht rekonstituierte Arzneimittel vor der Verwendung über einen einmaligen Zeitraum von 4 Wochen bei Raumtemperatur (nicht über 25°C) aufbewahrt werden.

Das Datum der Entnahme aus dem Kühlschrank und das neue Verfalldatum sollten auf dem Umkarton notiert werden. Bis zum Ablauf des neuen Verfalldatums sollte das Arzneimittel aufgebraucht worden sein oder ist zu entsorgen.

Lagerungsbedingungen für das rekonstituierte Arzneimittel siehe Abschnitt 6.3.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Detaillierte Anweisungen zur Handhabung dieses Arzneimittels wezugelassenden am Ende der Packungsbeilage genannt.

5 mg Pulver in einer Durchstechflasche (Typ-I-Glas), mit einem Stopfen (Butylkautschuk) u d ei em Flip-off-Schnappdeckel (Aluminiumkunststoff) verschlossen.

1,5 ml Lösungsmittel in einer Fertigspritze (Typ-I-Glas), mit einem Tip-Schnappdeckel (FluroTec-beschichteter Butylkautschuk) verschlossen.

Packungsgröße: 1 Durchstechflasche und 1 Fertigspritze.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonsti Hinweise zur

Handhabung

Anwendung und Handhabung

Valtropin darf bei Patienten mit bekannter Empfindlängerichkeit gegenüber Metacresol (siehe

Abschnitt 4.3) nicht mit dem mitgelieferten Lösungsmittel rekonstituiert werden. Kommt es zu einer Empfindlichkeit gegenüber dem mitgeliefer en Lösungsmittel, sind die Durchstechflaschen mit

Wasser für Injektionszwecke zu rekonstituieren und als Durchstechflasche für den Einmalgebrauch zu

verwenden.

 

Rekonstitution mit dem mitgelieferten Lösungsmittel

 

nicht

Jede Durchstechflasche Val ropin so lte mit dem mitgelieferten Lösungsmittel rekonstituiert werden.

Wenn das Lösungsmittel verfärbt oder trübe ist, darf es nicht verwendet werden. Um das

SeptumArzneimittelder Durchstechflasche Alkohol zu reinigen, um eine Kontaminierung des Inhalts durch wiede holtes Einführen der Nadel zu vermeiden.

Lösungsmittel in die Durchs echflasche zu injizieren, wird der Flüssigkeitsstrom gegen die Glaswand gerichtet. Nach der Rekonstitution sollte die Durchstechflasche in einer Drehbewegung VORSICHTIG geschwenkt werden, bis der Inhalt vollständig gelöst ist. NICHT SCHÜTTELN. Die entstehende Lösung sollte klar sein und keine Partikel aufweisen. Ist die Lösung verfärbt, trübe oder weist Partikel auf, DARF der Inhalt NICHT injiziert werden. Vor und nach jeder Injektion ist das

Bei einer Rekonstitution mit dem mitgelieferten Lösungsmittel ist die Lösung zum Mehrfachgebrauch bestimmt (siehe Abschnitt 6.3).

Rekonstitution mit Wasser für Injektionszwecke

Nach einer Rekonstitution mit Wasser für Injektionszwecke muss das Arzneimittel sofort angewendet werden (siehe Abschnitt 6.3), und die Lösung ist nur zum Einmalgebrauch bestimmt.

Anwendung

Bei der Verabreichung von Valtropin sind sterile Einmalspritzen und -nadeln zu verwenden. Das Spritzenvolumen sollte so klein sein, dass die vorgeschriebene Dosis mit der erforderlichen Präzision aus der Durchstechflasche entnommen werden kann.

Entsorgung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu entsorgen.

7. INHABER DER ZULASSUNG

BioPartners GmbH

Kaiserpassage 11

D-72764 Reutlingen

Deutschland

8. ZULASSUNGSNUMMER(N)

EU/1/06/335/001

 

 

 

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER

 

ZULASSUNG

 

 

zugelassen

Datum der Zulassung: 24.04.2006

 

 

Datum der letzten Verlängerung: 24.04.2011

 

10.

STAND DER INFORMATION

 

 

 

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel si d auf der Website der Europäischen

Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu/ verfügbar.

 

 

 

nicht

länger

 

 

Arzneimittel

 

 

 

 

 

 

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