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Vepacel (Influenza virus (whole virion, inactivated),...) – Zusammenfassung der merkmale des arzneimittels - J07BBOI

Updated on site: 10-Oct-2017

Name des ArzneimittelsVepacel
ATC-CodeJ07BBOI
SubstanzInfluenza virus (whole virion, inactivated), containing antigen of: A/Vietnam/1203/2004 (H5N1)
HerstellerNanotherapeutics UK LTD

Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung zu melden. Hinweise zur Meldung von Nebenwirkungen, siehe Abschnitt 4.8.

1.BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

VEPACEL Injektionssuspension in einem Mehrdosenbehältnis

Präpandemischer Grippe-Impfstoff (H5N1) (Ganzvirus, inaktiviert, in Zellkulturen hergestellt)

2.QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 Dosis (0,5 ml) enthält:

Grippevirus (Ganzvirus, inaktiviert), enthält Antigen* vom Stamm:

A/Vietnam/1203/2004 (H5N1) 7,5 Mikrogramm**

*hergestellt in Vero-Zellen

**Hämagglutinin

Dies ist ein Mehrdosenbehältnis. Die Anzahl der Dosen pro Durchstechflasche ist in Abschnitt 6.5 angegeben.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.DARREICHUNGSFORM

Injektionssuspension.

Klare bis schillernde Flüssigkeit.

4.KLINISCHE ANGABEN

4.1Anwendungsgebiete

Aktive Immunisierung gegen den H5N1-Subtyp des Influenza-A-Virus.

Diese Indikation beruht auf Immunogenitätsdaten von Personen im Alter ab 6 Monaten, die zwei Dosen eines Impfstoffes mit Stämmen des H5N1-Subtyps erhalten haben (siehe Abschnitt 5.1).

Die Anwendung dieses Impfstoffs sollte in Übereinstimmung mit den offiziellen Empfehlungen erfolgen.

4.2Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Erwachsene und Kinder ab 6 Monaten:

Eine Impfdosis von 0,5 ml zu einem gewählten Zeitpunkt.

Eine zweite Dosis von 0,5 ml sollte frühestens nach drei Wochen verabreicht werden.

Andere pädiatrische Bevölkerung

Es liegen keine Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit von VEPACEL bei Kindern unter 6 Monaten vor.

Art der Anwendung

Der Impfstoff sollte durch intramuskuläre Injektion je nach Muskelmasse in den Deltamuskel oder in den anterolateralen Oberschenkel verabreicht werden.

Siehe Abschnitt 6.6 für sonstige Hinweise zur Handhabung.

4.3Gegenanzeigen

Frühere anaphylaktische Reaktionen gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile des Impfstoffes oder auf in Spuren enthaltene Restbestandteile (z. B. Formaldehyd, Benzonase, Sucrose, Trypsin, Vero-Wirtszell-Protein). Wenn die Impfung als notwendig betrachtet wird, sollten Notfalleinrichtungen unmittelbar verfügbar sind (siehe Abschnitt 4.4).

4.4Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Dieser Impfstoff kann Spuren von Formaldehyd, Benzonase, Sucrose, Trypsin und Vero-Wirtszell-Protein enthalten, die während des Herstellungsverfahrens verwendet werden. Daher können Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten.

Wie bei allen injizierbaren Impfstoffen sollte für den seltenen Fall einer anaphylaktischen Reaktion nach Verabreichung des Impfstoffes entsprechende medizinische Behandlung und Überwachung gewährleistet sein.

Überempfindlichkeitsreaktionen, wie z. B. anaphylaktische Reaktionen, sind nach einer Impfung mit einem ähnlichen Ganzvirus-Grippe-Impfstoff (H1N1, in Vero-Zellen hergestellt) in einer pandemischen Situation aufgetreten. Zu derartigen Reaktionen kam es sowohl bei Patienten mit einer Anamnese multipler Allergien als auch bei Patienten ohne bekannte Allergien.

Die Impfung von Patienten mit einer fiebrigen Erkrankung oder einer akuten Infektion sollte verschoben werden.

VEPACEL darf nicht intravaskulär verabreicht werden.

Es liegen keine Daten zur subkutanen Verabreichung von VEPACEL vor. Daher sind Nutzen und potenzielle Risiken der Anwendung dieses Impfstoffs bei Personen mit Thrombozytopenie oder anderen Blutungsstörungen, bei denen eine intramuskuläre Injektion kontraindiziert wäre, durch den behandelnden Arzt abzuwägen, außer der Nutzen einer Verabreichung überwiegt gegenüber dem Risiko von Blutungen.

Bei Patienten mit endogener oder iatrogener Immunsuppression kann die Immunantwort unzureichend sein.

Eine schützende Immunantwort wird möglicherweise nicht bei allen Personen erzielt, denen die Impfung verabreicht wird (siehe Abschnitt 5.1).

4.5Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Es liegen keine Daten zur gleichzeitigen Anwendung von VEPACEL zusammen mit anderen Impfstoffen vor. Falls jedoch eine gleichzeitige Impfung angezeigt ist, sollte der Impfstoff an einer anderen Körperstelle injiziert werden. Dabei sollte beachtet werden, dass Nebenwirkungen hierdurch verstärkt werden können.

Immunglobulin darf nicht zusammen mit VEPACEL verabreicht werden, außer wenn in einem medizinischen Notfall ein sofortiger Schutz erforderlich ist. Falls erforderlich kann VEPACEL gleichzeitig mit normalem oder spezifischem Immunglobulin in unterschiedliche Körperteile verabreicht werden.

Bei Personen unter immunsuppressiver Therapie ist die Immunantwort möglicherweise reduziert.

Nach der Schutzimpfung gegen Grippe wurden falsch positive Ergebnisse bei serologischen Untersuchungen mittels ELISA zum Nachweis von Antikörpern gegen das humane Immunschwäche-Virus (HIV-1), Hepatitis C und insbesondere HTLV-1 beobachtet. In diesen Fällen ist die Western-Blot-Methode negativ. Die vorübergehend falsch positiven Reaktionen könnten auf die IgM-Produktion als Antwort auf die Impfung zurückzuführen sein.

4.6Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Es liegen keine Studien zur Sicherheit von VEPACEL während Schwangerschaft und Stillzeit vor.

Tierexperimentelle Studien mit H5N1-Impfstämmen (A/Vietnam/1203/2004 und A/Indonesia/05/2005) ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte schädliche Auswirkungen auf die Fertilität, Schwangerschaft, embryonale oder fötale Entwicklung, Geburt oder Nachgeburtsverhalten (siehe Abschnitt 5.3).

Ärzte sollten vor der Verschreibung von VEPACEL die möglichen Risiken und den Nutzen im Einzelfall abwägen.

Falls notwendig kann eine Anwendung von VEPACEL während der Schwangerschaft und Stillzeit in einer präpandemischen Situation unter Berücksichtigung der amtlichen Empfehlungen in Betracht gezogen werden.

4.7Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

VEPACEL hat geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

4.8Nebenwirkungen

a)Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Erwachsene, ältere Personen und spezielle Risikogruppen

Es wurden klinische Studien mit diesem H5N1-Impfstoff mit circa 3 700 Versuchspersonen (Altersgruppen von 18 bis 59 Jahren und ab 60 Jahren) sowie mit speziellen Risikogruppen von jeweils circa

300 Versuchspersonen, zusammengesetzt aus immungeschwächten Versuchspersonen und Patienten mit chronischen Erkrankungen durchgeführt (weitere Informationen zu den H5N1 Impfstoffen siehe Abschnitt 5.1). Die beobachteten Nebenwirkungen sind in der nachstehenden Tabelle aufgeführt.

Das Sicherheitsprofil für immungeschwächte Versuchspersonen und für Patienten mit chronischen Erkrankungen ähnelt dem Sicherheitsprofil für gesunde Erwachsene und ältere Personen.

Säuglinge/Kleinkinder, Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche im Alter von 3 bis 17 Jahren:

In einer klinischen Studie wurde 300 Jugendlichen zwischen 9 und 17 Jahren und 153 Kindern zwischen 3 und 8 Jahren der H5N1-Impfstoff verabreicht. Die Inzidenz und Art der Symptome nach der ersten und zweiten Impfung waren jenen, die bei gesunden Erwachsenen und älteren Personen beobachtet wurden, ähnlich.

Säuglinge und Kleinkinder im Alter von 6 bis 35 Monaten:

In einer klinischen Studie wurde 36 Säuglingen und Kleinkindern im Alter von 6 bis 35 Monaten der H5N1-Impfstoff verabreicht.

Die in einer pädiatrischen klinischen Studie zum H5N1-Impfstoff beobachteten Nebenwirkungen sind nachstehend angegeben.

b)Tabellarische Listeder Nebenwirkungen:

Die Nebenwirkungen sind nach folgenden Häufigkeiten aufgelistet:

Sehr häufig (≥1/10)

Häufig (≥1/100 – <1/10)

Gelegentlich (≥1/1.000 – <1/100)

Selten (≥1/10.000 – <1/1.000)

Sehr selten (<1/10.000)

Nebenwirkungen (Erwachsene und ältere Personen)

Systemorganklasse

Bevorzugter MedDRA-Begriff

Häufigkeit

INFEKTIONEN UND

Nasopharyngitis

Häufig

PARASITÄRE ERKRANKUNGEN

 

 

ERKRANKUNGEN DES BLUTES

Lymphadenopathie

Gelegentlich

UND DES LYMPHSYSTEMS

 

 

PSYCHIATRISCHE

Schlaflosigkeit

Gelegentlich

ERKRANKUNGEN

 

 

ERKRANKUNGEN DES

Kopfschmerz

Sehr häufig

NERVENSYSTEMS

Schwindel

Gelegentlich

 

Schlaflosigkeit

Gelegentlich

 

Gefühlsstörung (Parästhesie, Dysästhesie, orale

Häufig

 

Dysästhesie, Hypoästhesie, Geschmacksstörung

 

 

und Brennen)

 

 

Synkope

Gelegentlich

AUGENERKRANKUNGEN

Konjunktivitis

Gelegentlich

 

Augenreizung

Gelegentlich

ERKRANKUNGEN DES OHRS

Vertigo

Häufig

UND DES LABYRINTHS

Ohrschmerzen

Gelegentlich

 

Hörsturz

Gelegentlich

GEFÄSSERKRANKUNGEN

Hypotonie

Gelegentlich

ERKRANKUNGEN DER

Schmerzen im Mund- und Rachenraum

Häufig

ATEMWEGE, DES

Husten

Häufig

BRUSTRAUMS UND

Atemnot

Gelegentlich

MEDIASTINUMS

Verstopfung der Nase

Gelegentlich

 

Rhinorrhö

Gelegentlich

 

Halstrockenheit

Gelegentlich

ERKRANKUNGEN DES

Durchfall

Häufig

GASTROINTESTINALTRAKTS

Erbrechen

Gelegentlich

 

Übelkeit

Gelegentlich

 

Bauchschmerzen

Gelegentlich

 

Dyspepsie

Gelegentlich

ERKRANKUNGEN DER

Übermäßiges Schwitzen

Häufig

HAUT UND DES

Pruritis

Häufig

UNTERHAUTZELLGEWEBES

Ausschlag

Gelegentlich

 

Urtikaria

Gelegentlich

SKLELETTMUSKULATUR-,

Arthralgie

Häufig

BINDEGEWEBS- UND

Myalgie

Häufig

KNOCHENERKRANKUNGEN

 

 

Nebenwirkungen (Erwachsene und ältere Personen)

ALLGEMEINE ERKRANKUNGEN

Ermüdung

Sehr häufig

UND BESCHWERDEN AM

Fieber

 

Häufig

VERABREICHUNGSORT

Schüttelfrost

Häufig

 

Unwohlsein

Häufig

 

Grippeähnliche Erkrankung

Gelegentlich

 

Brustkorbbeschwerden

Gelegentlich

 

Reaktionen an der Injektionsstelle

 

 

Schmerzen an der Injektionsstelle

Sehr häufig

 

Verhärtung an der Injektionsstelle

Häufig

 

Erythem an der Injektionsstelle

Häufig

 

Schwellung an der Injektionsstelle

Häufig

 

Blutung an der Injektionsstelle

Häufig

 

Reizung an der Injektionsstelle

Gelegentlich

 

Pruritus an der Injektionsstelle

Gelegentlich

 

Eingeschränkte Beweglichkeit an der

Gelegentlich

 

 

Injektionsstelle

 

Nebenwirkungen (Säuglinge/Kleinkinder, Kinder und Jugendliche)

Systemorganklasse

Säuglinge/Kleinkinder,

 

Häufigkeit

 

 

Kinder und Jugendliche

 

 

 

 

6 – 35 Monate

3 – 8 Jahre

9 – 17 Jahre

 

 

INFEKTIONEN UND

Nasopharyngitis

Häufig

Häufig

Häufig

PARASITÄRE

 

 

 

 

ERKRANKUNGEN

 

 

 

 

STOFFWECHSEL- UND

Appetit vermindert

Häufig

Gelegentlich

Gelegentlich

ERNÄHRUNGSSTÖRUNGEN

 

 

 

 

PSYCHIATRISCHE

Schlaflosigkeit

-

-

Gelegentlich

ERKRANKUNGEN

Schlafstörung

Häufig

-

-

 

 

 

 

 

ERKRANKUNGEN DES

Schwindelgefühl

-

-

Gelegentlich

NERVENSYSTEMS

Kopfschmerzen

-

Häufig

Sehr häufig

 

Weinen

Häufig

-

-

 

Somnolenz

Sehr häufig

-

-

 

Hypoästhesie

-

-

Gelegentlich

AUGENERKRANKUNGEN

Augenreizung

-

Gelegentlich

-

ERKRANKUNGEN DES OHRS

Vertigo

-

-

Gelegentlich

UND DES LABYRINTHS

 

 

 

 

ERKRANKUNGEN DER

Husten

-

Gelegentlich

Gelegentlich

ATEMWEGE, DES

Schmerzen im

-

Häufig

Häufig

BRUSTRAUMS UND DES

Oropharynx

 

 

 

MEDIASTINUMS

Rhinorrhö

-

Gelegentlich

Gelegentlich

ERKRANKUNGEN DES

Abdominalschmerzen

-

-

Häufig

GASTROINTESTINALTRAKTS

Übelkeit

Häufig

Häufig

Häufig

 

Erbrechen

Häufig

Häufig

Häufig

 

Durchfall

Häufig

Gelegentlich

Gelegentlich

ERKRANKUNGEN DER

Hyperhidrosis

Häufig

Gelegentlich

Häufig

HAUT UND DES

Pruritus

-

-

Gelegentlich

UNTERHAUTZELLGEWEBES

 

 

 

 

SKELETTMUSKULATUR-,

Arthralgie

-

Häufig

Häufig

BINDEGEWEBS- UND

Myalgie

-

Häufig

Häufig

KNOCHENERKRANKUNGEN

Schmerzen in einer

-

-

Gelegentlich

 

Extremität

 

 

 

Nebenwirkungen (Säuglinge/Kleinkinder, Kinder und Jugendliche)

Systemorganklasse

Säuglinge/Kleinkinder,

 

Häufigkeit

 

 

Kinder und Jugendliche

 

 

 

 

6 – 35 Monate

3 – 8 Jahre

9 – 17 Jahre

 

 

ALLGEMEINE

Schmerzen an der

Sehr häufig

Sehr häufig

Sehr häufig

ERKRANKUNGEN UND

Injektionsstelle

 

 

 

BESCHWERDEN AM

Verhärtung an der

Häufig

Häufig

Häufig

VERABREICHUNGSORT

Injektionsstelle

Häufig

Häufig

Häufig

 

Erythem an der

 

Injektionsstelle

Häufig

Häufig

Häufig

 

Schwellung an der

 

Injektionsstelle

Häufig

Häufig

Gelegentlich

 

Injektionsstelle Blutung

 

Injektionsstelle juckend

-

Gelegentlich

Gelegentlich

 

Schmerzen in der

-

Gelegentlich

Gelegentlich

 

Achselgegend

 

 

 

 

Ermüdung

-

Häufig

Häufig

 

Pyrexie

Sehr häufig

Häufig

Gelegentlich

 

Schüttelfrost

-

-

Häufig

 

Reizbarkeit

Sehr häufig

-

-

 

Unwohlsein

-

Häufig

Häufig

 

Kältegefühl

-

Gelegentlich

Gelegentlich

Anwendungsbeobachtung nach der Markteinführung

Es liegen keine Daten zu Anwendungsbeobachtungen nach der Markteinführung für VEPACEL vor.

Celvapan (H1N1)v

Die folgenden Nebenwirkungen wurden in Anwendungsbeobachtungen mit in Vero-Zellen hergestellten Ganzvirus-H1N1-Grippe-Impfstoffen nach Markteinführung berichtet. (Die Häufigkeit dieser Nebenwirkungen ist nicht bekannt und auf der Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

Erkrankungen des Immunsystems: anaphylaktische Reaktion, Überempfindlichkeit Erkrankungen des Nervensystems: Fieberkrampf

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes: Angioödem

Sklelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen: Schmerzen in einer Extremität

Trivalente saisonale Grippe-Impfstoffe

Die folgenden Nebenwirkungen wurden in Anwendungsbeobachtungen mit aus Eiern gewonnenen interpandemischen trivalenten Impfstoffen nach Markteinführung berichtet:

Gelegentlich: generalisierte Hautreaktion

Selten: Neuralgie, vorübergehende Thrombozytopenie. Über allergische Reaktionen, die in seltenen Fällen zu Schock führten, wurde berichtet.

Sehr selten: Vaskulitis mit einer vorübergehenden renalen Beteiligung. Neurologische Störungen wie Enzephalomyelitis, Neuritis und Guillain-Barré-Syndrom.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit.

Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen

4.9Überdosierung

Es wurden keine Fälle von Überdosierung für VEPACEL berichtet.

5.PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Influenza-Impfstoffe, ATC-Code J07BB01

Dieser Abschnitt beschreibt die klinischen Erfahrungen mit dem H5N1-Impfstoff.

Pandemische und präpandemische Impfstoffe enthalten Influenza-Antigene, die sich von denen der gegenwärtig zirkulierenden Influenzaviren unterscheiden. Diese Antigene können als „neuartige“ Antigene betrachtet werden und simulieren eine Situation, in der die Zielpopulation für Impfungen immunologisch naiv ist. Die mit den H5N1-Impfstoffen erhaltenen Daten unterstützen eine Impfstrategie, die wahrscheinlich für einen Pandemie-Impfstoff verwendet wird: Die mit den H5N1-Impfstoffen erhaltenen Daten zur Immunogenität, Verträglichkeit und Reaktogenität sind für pandemische und präpandemische Impfstoffe relevant.

Erwachsene, ältere Personen und spezielle Risikogruppen

Immunantwort gegen A/Vietnam/1203/2004 (H5N1)

Die Immunogenität des Impfstamms A/Vietnam/1203/2004 wurde im Rahmen von drei klinischen Studien bei Erwachsenen im Alter von 18 bis 59 Jahren (N=961) und in zwei klinischen Studien bei Probanden im Alter von 60 Jahren und älter (N=391) nach einem 0–21–Tage-Impfschema bewertet. Darüber hinaus wurde die Immunogenität auch in einer Phase-III-Studie bei bestimmten Risikogruppen immungeschwächter Probanden (N=122) und chronisch kranker Patienten (N=123) nach einem 0–21–Tage–Impfschema bewertet.

Immunogenität bei Erwachsenen im Alter von 18 bis 59 Jahren (N=961) und bei Probanden im Alter von 60 Jahren und älter (N=391)

Nach der Erstimpfung wurden bei Erwachsenen im Alter von 18 bis 59 Jahren und bei älteren Personen im Alter von 60 Jahren und älter die Anzahl an Probanden mit einem Titer an neutralisierenden Antikörper > 20, die Serokonversionsrate und der Serokonversionsfaktor mittels Mikroneutralisations-Assay (MN) bestimmt und nachstehend angegeben.

 

- 59 Jahre

60 Jahre und älter

 

21 Tage nach

21 Tage nach

 

1. Dosis

2. Dosis

1. Dosis

2. Dosis

Seroneutralisationsrate*

44,4 %

69,7 %

51,9 %

69,2 %

Serokonversionsrate**

32,7 %

56,0 %

13,3 %

23,9 %

Serokonversionsfaktor***

3,0

4,5

2,0

2,6

*MN-Titer ≥ 20

**4-fache Erhöhung des MN-Titers

***geometrischer Mittelwert der Erhöhung

Immunogenität bei immunsupprimierten Probanden (N=122) und chronisch kranken Patienten (N=123)

Nach der Erstimpfung wurde bei immungeschwächten Probanden und chronisch kranken Patienten die Anzahl an Probanden mit einem Titer an neutralisierenden Antikörper ≥ 20, die Serokonversionsrate und der Serokonversionsfaktor mittels MN-Assay bestimmt und nachstehend angegeben:

 

Immungeschwächte Probanden

Chronisch kranke Patienten

 

21 Tage nach

21 Tage nach

 

1. Dosis

2. Dosis

1. Dosis

2. Dosis

Seroneutralisationsrate*

24,8 %

41,5 %

44,3 %

64,2 %

Serokonversionsrate**

9,1 %

32,2 %

17,2 %

35,0 %

Serokonversionsfaktor***

1,6

2,5

2,3

3,0

*MN-Titer ≥ 20

**4-fache Erhöhung des MN-Titers

***geometrischer Mittelwert der Erhöhung

Kreuzreaktive Immunantwort gegen verwandte H5N1-Stämme

In der klinischen Studie an Erwachsenen im Alter von 18 bis 59 Jahren (N=265) und an älteren Personen im Alter von 60 Jahren und älter (N=270) wurde nach Impfung mit dem A/Vietnam/1203/2004-Impfstoff die Anzahl an Probanden mit kreuzneutralisierenden Antikörpern mittels MN-Assay (Titer ≥ 20) bestimmt und nachstehend angegeben:

 

18 - 59 Jahre

60 Jahre und älter

 

Stamm A/Indonesia/05/2005

 

21 Tage nach der 2. Dosis

21 Tage nach der 2. Dosis

Seroneutralisationsrate*

35,1 %

54,8 %

*MN-Titer ≥ 20

Auffrischungsimpfung mit heterologen Impfstämmen

Eine heterologe Auffrischungsimpfung mit einer 7,5 µg nicht-adjuvantierten Formulierung des A/Indonesia/05/2005-Impfstamms wurde in einem Zeitfenster von 12 bis 24 Monaten nach der aus zwei Dosen des A/Vietnam/1203/2004-Impfstamms bestehenden Erstimpfung im Rahmen von drei klinischen Studien bei Erwachsenen im Alter von 18 bis 59 Jahren und bei älteren Personen im Alter von 60 Jahren und älter verabreicht. Außerdem wurde eine Auffrischungsimpfung mit einem heterologen Impfstamm im Rahmen einer Phase-III-Studie nach 12 bis 24 Monaten immungeschwächten Probanden und chronisch kranken Patienten verabreicht.

Die Seroneutralisationsraten (MN-Titer ≥ 20) wurden 21 Tage nach einer Auffrischungsimpfung gegen homologe und heterologe Stämme getestet, die nach 12 bis 24 Monaten mit einer Dosierung von 7,5 µg des A/Indonesia/05/2005-Stamm-Impfstoffs verabreicht worden waren. Die Ergebnisse sind nachstehend angegeben:

Seroneutralisationsrate*

18 - 59 Jahre

60 Jahre und älter

Getestet gegen

A/Vietnam

A/Indonesia

A/Vietnam

A/Indonesia

Auffrischungsimpfung nach 12 – 24 Monaten

89,8 %

86,9 %

82,9 %

75,3 %

*MN-Titer ≥ 20

 

Seroneutralisationsrate*

Immungeschwächte

Chronisch kranke

 

Probanden

Patienten

 

 

 

Getestet gegen

A/Vietnam

A/Indonesia

A/Vietnam

A/Indonesia

 

Auffrischungsimpfung nach 12 – 24 Monaten

71,6 %

65,7 %

77,5 %

70,8 %

*

MN-Titer ≥ 20

 

 

 

 

Eine Auffrischungsimpfung einer 7,5 µg nicht-adjuvantierten Formulierung des A/Indonesia/05/2005-Impfstamms, die 12 Monate nach einer aus einer Dosis des A/Vietnam/1203/2004-Impfstoffs bestehenden Erstimpfung verimpft wurde, wurde ebenso bei Erwachsenen im Alter von 18 bis 59 Jahren bewertet.

Die Seroneutralisationsraten (MN-Titer ≥ 20) 21 Tage nach einer Auffrischungsimpfung mit einer Dosierung von 7,5 µg des A/Indonesia/05/2005-Stamm-Impfstoffs nach 12 Monate, getestet gegen homologe und heterologe Stämme, sind nachstehend angegeben:

Seroneutralisationsrate*

 

 

Getestet gegen

A/Vietnam

A/Indonesia

Auffrischungsimpfung nach 12 Monaten

85,9 %

92,9 %

*MN-Titer ≥ 20

Säuglinge/Kleinkinder, Kinder und Jugendliche

Immunantwort gegen A/Vietnam/1203/2004 (H5N1)

Die Immunogenität von Stamm A/Vietnam/1203/2004 wurde im Rahmen einer klinischen Studie bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 9 bis 17 Jahren (N=288), bei Kindern im Alter von 3 bis 8 Jahren (N=146) und Säuglingen und Kleinkindern im Alter von 6 bis 35 Monaten (N=33) nach einem 0,- 21-Tage-Impfschema bewertet.

Nach der Impfung wurden bei Säuglingen/Kleinkindern, Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 Monaten bis 17 Jahren die Anzahl an Probanden mit einem Titer an neutralisierenden

Antikörper ≥20, die Serokonversionsrate und der Serokonversionsfaktor mittels Mikroneutralisations-Assay (MN) bestimmt und nachstehend angegeben.

Mikroneutralisations-Assay

9 bis 17 Jahre

3 bis 8 Jahre

6 bis 35 Monate

 

21 Tage nach

21 Tage nach

21 Tage nach

 

1. Dosis

2. Dosis

1. Dosis

2. Dosis

1. Dosis

1. Dosis

Seroneutralisationsrate*

52,6 %

85,4 %

17,1 %

72,9 %

3,0 %

68,8 %

 

Serokonversionsrate**

9,1 %

31,8 %

16,4 %

72,2 %

9,1 %

65,6 %

 

Serokonversionsfaktor***

1,6

3,1

2,1

6,3

1,4

6,8

 

*MN-Titer ≥20

**≥4-fache Erhöhung des MN-Titers

***geometrischer Mittelwert der Erhöhung

Auffrischungsimpfung mit heterologen Impfstämmen

Eine Auffrischungsimpfung mit der 7,5 µg nicht-adjuvantierten Formulierung des heterologen A/Indonesia/05/2005-Impfstamms wurde 12 Monate nach der aus zwei Dosen des A/Vietnam/1203/2004-Impfstoffs bestehenden Erstimpfung bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 9 bis 17 Jahren (N=196), Kindern im Alter von 3 bis 8 Jahren (N=79) und Säuglingen und Kleinkindern im Alter von 6 bis 35 Monaten (N=25) verabreicht.

Die Seroneutralisationsraten (MN-Titer ≥ 20) wurden 21 Tage nach einer Auffrischungsimpfung gegen homologe und heterologe Stämme getestet, die 12 Monate nach einer Dosierung von 7,5 µg des A/Indonesia/05/2005-Stamm-Impfstoffs verabreicht worden waren. Die Ergebnisse sind nachstehend angegeben:

 

Seroneutralisationsrate*

9 bis 17 Jahre

3 bis 8 Jahre

6 bis 35 Monate

 

Getestet gegen

A/Vietnam A/Indonesia

A/Vietnam

A/Indonesia

A/Vietnam

A/Indonesia

 

Auffrischungsimpfung

94,1 %

93,1 %

94,7 %

97,2 %

100,0 %

100,0 %

 

nach 12Monaten

 

 

 

 

 

 

 

 

*

MN-Titer ≥20

 

 

 

 

 

 

Daten aus nicht-klinischen Studien

Die schützende Wirkung von VEPACEL gegen Morbidität und Mortalität, verursacht durch die Infektion mit tödlichen Mengen des hochpathogenen Vogelgrippevirus H5N1, wurde in einem nicht-klinischen Provokationstest an einem Frettchen-Modell untersucht.

Sechzehn Frettchen wurden in zwei Kohorten aufgeteilt und entweder am Tag 0 und 21 mit 7,5 µg des A/Vietnam/1203/2004-Impfstoffs geimpft oder sie erhielten eine Scheinimpfung. Alle Frettchen wurden an Tag 35 einem intranasalen Provokationstest mit einer hohen Dosis des hochvirulenten H5N1-Virusstamms A/Vietnam/1203/2004 unterzogen und 14 Tage lang beobachtet. Die Frettchen, die mit der 7,5-µg-Dosis des A/Vietnam/1203/2004-Impfstoffs geimpft wurden, zeigten eine hohe Serokonversionsrate. Der A/Vietnam/1203/2004-Impfstoff erzielte einen Schutz gegen die Provokation mit dem homologen Stamm, die sich bei den geimpften Kohorten im Vergleich zu den Kontrolltieren durch vollständiges Überleben, einem geringeren Gewichtsverlust, einem geringeren und kürzeren Anstieg der Körpertemperatur, einem geringeren Abfall der Lymphozytenzahl und einer geringeren Entzündungsreaktion und geringeren Nekrosen im Gehirn und im Bulbus olfactorius zeigte. Alle Kontrolltiere erlagen der Infektion.

5.2Pharmakokinetische Eigenschaften

Nicht zutreffend.

5.3Präklinische Daten zur Sicherheit

Die Ergebnisse einer präklinischen Toxizitätsstudie nach wiederholten Dosisgaben an Ratten ergaben geringe Veränderungen der Leberenzyme und Kalziumspiegel. Klinisch signifikante Veränderungen der Leberenzyme und Kalziumspiegelwurden bisher in klinischen Studien am Menschen nicht beobachtet.

Tierexperimentelle Studien zur Reproduktions- und Entwicklungstoxizität ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte schädliche Auswirkungen auf die weibliche Fertilität, Schwangerschaft, embryonale oder fötale Entwicklung, Geburt oder post-natale Entwicklung.

6.PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1Liste der sonstigen Bestandteile

Trometamol

Natriumchlorid

Wasser für Injektionszwecke

Polysorbat 80

6.2Inkompatibilitäten

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.

6.3Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre

Der Impfstoff sollte unmittelbar nach dem ersten Öffnen verwendet werden. Die chemische und physikalische Stabilität konnte jedoch bei Raumtemperatur über 3 Stunden hinweg nachgewiesen werden.

6.4Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Im Kühlschrank lagern (2°C – 8°C). Nicht einfrieren.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

6.5Art und Inhalt des Behältnisses

Eine Packung mit 20 Mehrdosen-Durchstechflaschen (Glas Typ 1) mit 5 ml Suspension (10 Dosen pro Flasche, 0,5 ml pro Dosis) und Stopfen (Bromobutylgummi).

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Der Impfstoff sollte vor der Anwendung Raumtemperatur erreicht haben. Vor Gebrauch schütteln. Die Suspension ist vor Verabreichung per Augenschein zu prüfen. Sollten etwaige Fremdpartikel und/oder ein anormales Aussehen festgestellt werden, ist der Impfstoff zu entsorgen.

Der Impfstoff enthält 10 Dosen von je 0,5 ml.

Jede Impfdosis von 0,5 ml wird für die Injektion in eine Spritze aufgezogen.

Nicht verwendeter Impfstoff oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

7.INHABER DER ZULASSUNG

Nanotherapeutics UK Limited

10 Chiswell Straße

London

EC1Y 4UQ. Vereinigtes Königreich

8.ZULASSUNGSNUMMER

EU/1/12/752/001

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 17.02.2012

Datum der letzten Verlängerung: 04.01.2017

10.STAND DER INFORMATION

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) http://www.ema.europa.eu/ verfügbar.

Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung zu melden. Hinweise zur Meldung von Nebenwirkungen, siehe Abschnitt 4.8.

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

VEPACEL Injektionssuspension in einer Fertigspritze

Präpandemischer Grippe-Impfstoff (H5N1) (Ganzvirus, inaktiviert, in Zellkulturen hergestellt)

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 Dosis (0,5 ml) enthält:

Grippevirus (Ganzvirus, inaktiviert), enthält Antigen* vom Stamm:

A/Vietnam/1203/2004 (H5N1) 7,5 Mikrogramm**

*hergestellt in Vero-Zellen

**Hämagglutinin

Der Impfstoff ist als Einzeldosis–Fertigspritze erhältlich.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Injektionssuspension.

Klare bis schillernde Flüssigkeit.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Aktive Immunisierung gegen den H5N1-Subtyp des Influenza-A-Virus.

Diese Indikation beruht auf Immunogenitätsdaten von Personen im Alter ab 6 Monaten, die zwei Dosen eines Impfstoffes mit Stämmen des H5N1-Subtyps erhalten haben (siehe Abschnitt 5.1).

Die Anwendung dieses Impfstoffs sollte in Übereinstimmung mit den offiziellen Empfehlungen erfolgen.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Erwachsene ab dem vollendeten 18. Lebensjahr und Kinder ab 6 Monaten: Eine Impfdosis von 0,5 ml zu einem gewählten Zeitpunkt.

Eine zweite Dosis von 0,5 ml sollte frühestens nach drei Wochen verabreicht werden.

Andere pädiatrische Bevölkerung

Es liegen keine Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit von VEPACEL bei Kindern unter 6 Monaten vor.

Art der Anwendung

Der Impfstoff sollte durch intramuskuläre Injektion je nach Muskelmasse in den Deltamuskel oder in den anterolateralen Oberschenkel verabreicht werden.

Siehe Abschnitt 6.6 für sonstige Hinweise zur Handhabung.

4.3 Gegenanzeigen

Frühere anaphylaktische Reaktionen gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile des Impfstoffes oder auf in Spuren enthaltene Restbestandteile (z. B. Formaldehyd, Benzonase, Sucrose, Trypsin, Vero-Wirtszell-Protein). Wenn die Impfung als notwendig betrachtet wird, sollten Notfalleinrichtungen unmittelbar verfügbar sind (siehe Abschnitt 4.4).

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Dieser Impfstoff kann Spuren von Formaldehyd, Benzonase, Sucrose, Trypsin und Vero-Wirtszell-Protein enthalten, die während des Herstellungsverfahrens verwendet werden. Daher können Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten.

Wie bei allen injizierbaren Impfstoffen sollte für den seltenen Fall einer anaphylaktischen Reaktion nach Verabreichung des Impfstoffes entsprechende medizinische Behandlung und Überwachung gewährleistet sein.

Überempfindlichkeitsreaktionen, wie z. B. anaphylaktische Reaktionen, sind nach einer Impfung mit einem ähnlichen Ganzvirus-Grippe-Impfstoff (H1N1, in Vero-Zellen hergestellt) in einer pandemischen Situation aufgetreten. Zu derartigen Reaktionen kam es sowohl bei Patienten mit einer Anamnese multipler Allergien als auch bei Patienten ohne bekannte Allergien.

Die Impfung von Patienten mit einer fiebrigen Erkrankung oder einer akuten Infektion sollte verschoben werden.

VEPACEL darf nicht intravaskulär verabreicht werden.

Es liegen keine Daten zur subkutanen Verabreichung von VEPACEL vor. Daher sind Nutzen und potenzielle Risiken der Anwendung dieses Impfstoffs bei Personen mit Thrombozytopenie oder anderen Blutungsstörungen, bei denen eine intramuskuläre Injektion kontraindiziert wäre, durch den behandelnden Arzt abzuwägen, außer der Nutzen einer Verabreichung überwiegt gegenüber dem Risiko von Blutungen.

Bei Patienten mit endogener oder iatrogener Immunsuppression kann die Immunantwort unzureichend sein.

Eine schützende Immunantwort wird möglicherweise nicht bei allen Personen erzielt, denen die Impfung verabreicht wird (siehe Abschnitt 5.1).

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Es liegen keine Daten zur gleichzeitigen Anwendung von VEPACEL zusammen mit anderen Impfstoffen vor. Falls jedoch eine gleichzeitige Impfung angezeigt ist, sollte der Impfstoff an einer anderen Körperstelle injiziert werden. Dabei sollte beachtet werden, dass Nebenwirkungen hierdurch verstärkt werden können.

Immunglobulin darf nicht zusammen mit VEPACEL verabreicht werden, außer wenn in einem medizinischen Notfall ein sofortiger Schutz erforderlich ist. Falls erforderlich kann VEPACEL gleichzeitig mit normalem oder spezifischem Immunglobulin in unterschiedliche Körperteile verabreicht werden.

Bei Personen unter immunsuppressiver Therapie ist die Immunantwort möglicherweise reduziert.

Nach der Schutzimpfung gegen Grippe wurden falsch positive Ergebnisse bei serologischen Untersuchungen mittels ELISA zum Nachweis von Antikörpern gegen das humane

Immunschwäche-Virus (HIV-1), Hepatitis C und insbesondere HTLV-1 beobachtet. In diesen Fällen ist die Western-Blot-Methode negativ. Die vorübergehend falsch positiven Reaktionen könnten auf die IgM-Produktion als Antwort auf die Impfung zurückzuführen sein.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Es liegen keine Studien zur Sicherheit von VEPACEL während Schwangerschaft und Stillzeit vor.

Tierexperimentelle Studien mit H5N1-Impfstämmen (A/Vietnam/1203/2004 und A/Indonesia/05/2005) ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte schädliche Auswirkungen auf die Fertilität, Schwangerschaft, embryonale oder fötale Entwicklung, Geburt oder Nachgeburtsverhalten (siehe Abschnitt 5.3).

Ärzte sollten vor der Verschreibung von VEPACEL die möglichen Risiken und den Nutzen im Einzelfall abwägen.

Falls notwendig kann eine Anwendung von VEPACEL während der Schwangerschaft und Stillzeit in einer präpandemischen Situation unter Berücksichtigung der amtlichen Empfehlungen in Betracht gezogen werden.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

VEPACEL hat geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

4.8 Nebenwirkungen

a)Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Erwachsene, ältere Personen und spezielle Risikogruppen

Es wurden klinische Studien mit diesem H5N1-Impfstoff mit circa 3 700 Versuchspersonen (Altersgruppen von 18 bis 59 Jahren und ab 60 Jahren) sowie mit speziellen Risikogruppen von jeweils circa

300 Versuchspersonen, zusammengesetzt aus immungeschwächten Versuchspersonen und Patienten mit chronischen Erkrankungen durchgeführt (weitere Informationen zu den H5N1 Impfstoffen siehe Abschnitt 5.1). Die beobachteten Nebenwirkungen sind in der nachstehenden Tabelle aufgeführt.

Das Sicherheitsprofil für immungeschwächte Versuchspersonen und für Patienten mit chronischen Erkrankungen ähnelt dem Sicherheitsprofil für gesunde Erwachsene und ältere Personen.

Säuglinge/Kleinkinder, Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche im Alter von 3 bis 17 Jahren:

In einer klinischen Studie wurde 300 Jugendlichen zwischen 9 und 17 Jahren und 153 Kindern zwischen 3 und 8 Jahren der H5N1-Impfstoff verabreicht. Die Inzidenz und Art der Symptome nach der ersten und zweiten Impfung waren jenen, die bei gesunden Erwachsenen und älteren Personen beobachtet wurden, ähnlich.

Säuglinge und Kleinkinder im Alter von 6 bis 35 Monaten:

In einer klinischen Studie wurde 36 Säuglingen und Kleinkindern im Alter von 6 bis 35 Monaten der H5N1-Impfstoff verabreicht.

Die in einer pädiatrischen klinischen Studie zum H5N1-Impfstoff beobachteten Nebenwirkungen sind nachstehend angegeben.

b)Tabellarische Listeder Nebenwirkungen:

Die Nebenwirkungen sind nach folgenden Häufigkeiten aufgelistet:

Sehr häufig (≥1/10)

Häufig (≥1/100 – <1/10)

Gelegentlich (≥1/1.000 – <1/100)

Selten (≥1/10.000 – <1/1.000)

Sehr selten (<1/10.000)

Nebenwirkungen (Erwachsene und ältere Personen)

Systemorganklasse

Bevorzugter MedDRA-Begriff

Häufigkeit

INFEKTIONEN UND

Nasopharyngitis

Häufig

PARASITÄRE ERKRANKUNGEN

 

 

ERKRANKUNGEN DES BLUTES

Lymphadenopathie

Gelegentlich

UND DES LYMPHSYSTEMS

 

 

PSYCHIATRISCHE

Schlaflosigkeit

Gelegentlich

ERKRANKUNGEN

 

 

ERKRANKUNGEN DES

Kopfschmerz

Sehr häufig

NERVENSYSTEMS

Schwindel

Gelegentlich

 

Schlaflosigkeit

Häufig

 

Gefühlsstörung (Parästhesie, Dysästhesie, orale

 

 

Dysästhesie, Hypoästhesie, Geschmacksstörung

 

 

und Brennen)

 

 

Synkope

Gelegentlich

AUGENERKRANKUNGEN

Konjunktivitis

Gelegentlich

 

Augenreizung

Gelegentlich

ERKRANKUNGEN DES OHRS

Vertigo

Häufig

UND DES LABYRINTHS

Ohrschmerzen

Gelegentlich

 

Hörsturz

Gelegentlich

GEFÄSSERKRANKUNGEN

Hypotonie

Gelegentlich

ERKRANKUNGEN DER

Schmerzen im Mund- und Rachenraum

Häufig

ATEMWEGE, DES

Husten

Häufig

BRUSTRAUMS UND

Atemnot

Gelegentlich

MEDIASTINUMS

Verstopfung der Nase

Gelegentlich

 

Rhinorrhö

Gelegentlich

 

Halstrockenheit

Gelegentlich

ERKRANKUNGEN DES

Durchfall

Häufig

GASTROINTESTINALTRAKTS

Erbrechen

Gelegentlich

 

Übelkeit

Gelegentlich

 

Bauchschmerzen

Gelegentlich

 

Dyspepsie

Gelegentlich

ERKRANKUNGEN DER

Übermäßiges Schwitzen

Häufig

HAUT UND DES

Pruritis

Häufig

UNTERHAUTZELLGEWEBES

Ausschlag

Gelegentlich

 

Urtikaria

Gelegentlich

SKLELETTMUSKULATUR-,

Arthralgie

Häufig

BINDEGEWEBS- UND

Myalgie

Häufig

KNOCHENERKRANKUNGEN

 

 

Nebenwirkungen (Erwachsene und ältere Personen)

ALLGEMEINE ERKRANKUNGEN

Ermüdung

Sehr häufig

UND BESCHWERDEN AM

Fieber

 

Häufig

VERABREICHUNGSORT

Schüttelfrost

Häufig

 

Unwohlsein

Häufig

 

Grippeähnliche Erkrankung

Gelegentlich

 

Brustkorbbeschwerden

Gelegentlich

 

Reaktionen an der Injektionsstelle

 

 

Schmerzen an der Injektionsstelle

Sehr häufig

 

Verhärtung an der Injektionsstelle

Häufig

 

Erythem an der Injektionsstelle

Häufig

 

Schwellung an der Injektionsstelle

Häufig

 

Blutung an der Injektionsstelle

Häufig

 

Reizung an der Injektionsstelle

Gelegentlich

 

Pruritus an der Injektionsstelle

Gelegentlich

 

Eingeschränkte Beweglichkeit an der

Gelegentlich

 

 

Injektionsstelle

 

Nebenwirkungen (Säuglinge/Kleinkinder, Kinder und Jugendliche)

Systemorganklasse

Säuglinge/Kleinkinder,

 

Häufigkeit

 

 

Kinder und Jugendliche

 

 

 

 

6 – 35 Monate

3 – 8 Jahre

9 – 17 Jahre

 

 

INFEKTIONEN UND

Nasopharyngitis

Häufig

Häufig

Häufig

PARASITÄRE

 

 

 

 

ERKRANKUNGEN

 

 

 

 

STOFFWECHSEL- UND

Appetit vermindert

Häufig

Gelegentlich

Gelegentlich

ERNÄHRUNGSSTÖRUNGEN

 

 

 

 

PSYCHIATRISCHE

Schlaflosigkeit

-

-

Gelegentlich

ERKRANKUNGEN

Schlafstörung

Häufig

-

-

 

 

 

 

 

ERKRANKUNGEN DES

Schwindelgefühl

-

-

Gelegentlich

NERVENSYSTEMS

Kopfschmerzen

-

Häufig

Sehr häufig

 

Weinen

Häufig

-

-

 

Somnolenz

Sehr häufig

-

-

 

Hypoästhesie

-

-

Gelegentlich

AUGENERKRANKUNGEN

Augenreizung

-

Gelegentlich

-

ERKRANKUNGEN DES

Vertigo

-

-

Gelegentlich

OHRS UND DES

 

 

 

 

LABYRINTHS

 

 

 

 

ERKRANKUNGEN DER

Husten

-

Gelegentlich

Gelegentlich

ATEMWEGE, DES

Schmerzen im

-

Häufig

Häufig

BRUSTRAUMS UND DES

Oropharynx

 

 

 

MEDIASTINUMS

Rhinorrhö

-

Gelegentlich

Gelegentlich

ERKRANKUNGEN DES

Abdominalschmerzen

-

-

Häufig

GASTROINTESTINALTRAKTS

Übelkeit

Häufig

Häufig

Häufig

 

Erbrechen

Häufig

Häufig

Häufig

 

Durchfall

Häufig

Gelegentlich

Gelegentlich

ERKRANKUNGEN DER

Hyperhidrosis

Häufig

Gelegentlich

Häufig

HAUT UND DES

Pruritus

-

-

Gelegentlich

UNTERHAUTZELLGEWEBES

 

 

 

 

SKELETTMUSKULATUR-,

Arthralgie

-

Häufig

Häufig

BINDEGEWEBS- UND

Myalgie

-

Häufig

Häufig

KNOCHENERKRANKUNGEN

Schmerzen in einer

-

-

Gelegentlich

 

Extremität

 

 

 

Nebenwirkungen (Säuglinge/Kleinkinder, Kinder und Jugendliche)

Systemorganklasse

Säuglinge/Kleinkinder,

 

Häufigkeit

 

 

Kinder und Jugendliche

 

 

 

 

6 – 35 Monate

3 – 8 Jahre

9 – 17 Jahre

 

 

ALLGEMEINE

Schmerzen an der

Sehr häufig

Sehr häufig

Sehr häufig

ERKRANKUNGEN UND

Injektionsstelle

 

 

 

BESCHWERDEN AM

Verhärtung an der

Häufig

Häufig

Häufig

VERABREICHUNGSORT

Injektionsstelle

Häufig

Häufig

Häufig

 

Erythem an der

 

Injektionsstelle

Häufig

Häufig

Häufig

 

Schwellung an der

 

Injektionsstelle

Häufig

Häufig

Gelegentlich

 

Injektionsstelle Blutung

 

Injektionsstelle juckend

-

Gelegentlich

Gelegentlich

 

Schmerzen in der

-

Gelegentlich

Gelegentlich

 

Achselgegend

 

Ermüdung

-

Häufig

Häufig

 

Pyrexie

Sehr häufig

Häufig

Gelegentlich

 

Schüttelfrost

-

-

Häufig

 

Reizbarkeit

Sehr häufig

-

-

 

Unwohlsein

-

Häufig

Häufig

 

Kältegefühl

-

Gelegentlich

Gelegentlich

Anwendungsbeobachtung nach der Markteinführung

Es liegen keine Daten zu Anwendungsbeobachtungen nach der Markteinführung für VEPACEL vor.

Celvapan (H1N1)v

Die folgenden Nebenwirkungen wurden in Anwendungsbeobachtungen mit in Vero-Zellen hergestellten Ganzvirus-H1N1-Grippe-Impfstoffen nach Markteinführung berichtet. (Die Häufigkeit dieser Nebenwirkungen ist nicht bekannt und auf der Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

Erkrankungen des Immunsystems: anaphylaktische Reaktion, Überempfindlichkeit Erkrankungen des Nervensystems: Fieberkrampf

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes: Angioödem

Sklelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen: Schmerzen in einer Extremität

Trivalente saisonale Grippe-Impfstoffe

Die folgenden Nebenwirkungen wurden in Anwendungsbeobachtungen mit aus Eiern gewonnenen interpandemischen trivalenten Impfstoffen nach Markteinführung berichtet:

Gelegentlich: generalisierte Hautreaktion

Selten: Neuralgie, vorübergehende Thrombozytopenie. Über allergische Reaktionen, die in seltenen Fällen zu Schock führten, wurde berichtet.

Sehr selten: Vaskulitis mit einer vorübergehenden renalen Beteiligung. Neurologische Störungen wie Enzephalomyelitis, Neuritis und Guillain-Barré-Syndrom.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit.

Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen

4.9 Überdosierung

Es wurden keine Fälle von Überdosierung für VEPACEL berichtet.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Influenza-Impfstoffe, ATC-Code J07BB01

Dieser Abschnitt beschreibt die klinischen Erfahrungen mit dem H5N1-Impfstoff.

Pandemische und präpandemische Impfstoffe enthalten Influenza-Antigene, die sich von denen der gegenwärtig zirkulierenden Influenzaviren unterscheiden. Diese Antigene können als „neuartige“ Antigene betrachtet werden und simulieren eine Situation, in der die Zielpopulation für Impfungen immunologisch naiv ist. Die mit den H5N1-Impfstoffen erhaltenen Daten unterstützen eine Impfstrategie, die wahrscheinlich für einen Pandemie-Impfstoff verwendet wird: Die mit den H5N1-Impfstoffen erhaltenen Daten zur Immunogenität, Verträglichkeit und Reaktogenität sind für pandemische und präpandemische Impfstoffe relevant.

Erwachsene, ältere Personen und spezielle Risikogruppen

Immunantwort gegen A/Vietnam/1203/2004 (H5N1)

Die Immunogenität des Impfstamms A/Vietnam/1203/2004 wurde im Rahmen von drei klinischen Studien bei Erwachsenen im Alter von 18 bis 59 Jahren (N=961) und in zwei klinischen Studien bei älteren Personen im Alter von 60 Jahren und älter (N=391) nach einem 0–21–Tage-Impfschema bewertet. Darüber hinaus wurde die Immunogenität auch in einer Phase-III-Studie bei bestimmten Risikogruppen immungeschwächter Probanden (N=122) und chronisch kranker Patienten (N=123) nach einem 0–21–Tage–Impfschema bewertet.

Immunogenität bei Erwachsenen im Alter von 18 bis 59 Jahren (N=961) und bei Probanden im Alter von 60 Jahren und älter (N=391)

Nach der Erstimpfung wurden bei Erwachsenen im Alter von 18 bis 59 Jahren und bei Probanden im Alter von 60 Jahren und älter die Anzahl an Probanden mit einem Titer an neutralisierenden Antikörper > 20, die Serokonversionsrate und der Serokonversionsfaktor mittels Mikroneutralisations-Assay (MN) bestimmt und nachstehend angegeben.

 

18 - 59 Jahre

60 Jahre und älter

 

21 Tage nach

21 Tage nach

 

1. Dosis

2. Dosis

1. Dosis

2. Dosis

Seroneutralisationsrate*

44,4 %

69,7 %

51,9 %

69,2 %

Serokonversionsrate**

32,7 %

56,0 %

13,3 %

23,9 %

Serokonversionsfaktor***

3,0

4,5

2,0

2,6

*MN-Titer ≥ 20

**4-fache Erhöhung des MN-Titers

***geometrischer Mittelwert der Erhöhung

Immunogenität bei immunsupprimierten Probanden (N=122) und chronisch kranken Patienten (N=123)

Nach der Erstimpfung wurde bei immungeschwächten Probanden und chronisch kranken Patienten die Anzahl an Probanden mit einem Titer an neutralisierenden Antikörper ≥ 20, die Serokonversionsrate und der Serokonversionsfaktor mittels MN-Assay bestimmt und nachstehend angegeben:

 

Immungeschwächte Probanden

Chronisch kranke Patienten

 

21 Tage nach

21 Tage nach

 

1. Dosis

2. Dosis

1. Dosis

2. Dosis

Seroneutralisationsrate*

24,8 %

41,5 %

44,3 %

64,2 %

Serokonversionsrate**

9,1 %

32,2 %

17,2 %

35,0 %

Serokonversionsfaktor***

1,6

2,5

2,3

3,0

*MN-Titer ≥ 20

**4-fache Erhöhung des MN-Titers

***geometrischer Mittelwert der Erhöhung

Kreuzreaktive Immunantwort gegen verwandte H5N1-Stämme

In der klinischen Studie an Erwachsenen im Alter von 18 bis 59 Jahren (N=265) und an älteren Personen im Alter von 60 Jahren und älter (N=270) wurde nach Impfung mit dem A/Vietnam/1203/2004-Impfstoff die Anzahl an Probanden mit kreuzneutralisierenden Antikörpern mittels MN-Assay (Titer ≥ 20) bestimmt und nachstehend angegeben:

 

18 - 59 Jahre

60 Jahre und älter

 

Stamm A/Indonesia/05/2005

 

21 Tage nach der 2. Dosis

21 Tage nach der 2. Dosis

Seroneutralisationsrate*

35,1 %

54,8 %

*MN-Titer ≥ 20

Auffrischungsimpfung mit heterologen Impfstämmen

Eine heterologe Auffrischungsimpfung mit einer 7,5 µg nicht-adjuvantierten Formulierung des A/Indonesia/05/2005-Impfstamms wurde in einem Zeitfenster von 12 bis 24 Monaten nach der aus zwei Dosen des A/Vietnam/1203/2004-Impfstamms bestehenden Erstimpfung im Rahmen von drei klinischen Studien bei Erwachsenen im Alter von 18 bis 59 Jahren und bei älteren Personen im Alter von 60 Jahren und älter verabreicht. Außerdem wurde eine Auffrischungsimpfung mit einem heterologen Impfstamm im Rahmen einer Phase-III-Studie nach 12 bis 24 Monaten immungeschwächten Probanden und chronisch kranken Patienten verabreicht.

Die Seroneutralisationsraten (MN-Titer ≥ 20) wurden 21 Tage nach einer Auffrischungsimpfung gegen homologe und heterologe Stämme getestet, die nach 12 bis 24 Monaten mit einer Dosierung von 7,5 µg des A/Indonesia/05/2005-Stamm-Impfstoffs verabreicht worden waren. Die Ergebnisse sind nachstehend angegeben:

Seroneutralisationsrate*

18 - 59 Jahre

60 Jahre und älter

Getestet gegen

A/Vietnam

A/Indonesia

A/Vietnam

A/Indonesia

Auffrischungsimpfung nach 12 – 24 Monaten

89,8 %

86,9 %

82,9 %

75,3 %

*MN-Titer ≥ 20

 

Seroneutralisationsrate*

Immungeschwächte

Chronisch kranke

 

Probanden

Patienten

 

 

 

Getestet gegen

A/Vietnam

A/Indonesia

A/Vietnam

A/Indonesia

 

Auffrischungsimpfung nach 12 – 24 Monaten

71,6 %

65,7 %

77,5 %

70,8 %

*

MN-Titer ≥ 20

 

 

 

 

Eine Auffrischungsimpfung einer 7,5 µg nicht-adjuvantierten Formulierung des A/Indonesia/05/2005-Impfstamms, die 12 Monate nach einer aus einer Dosis des A/Vietnam/1203/2004-Impfstoffs bestehenden Erstimpfung verimpft wurde, wurde ebenso bei Erwachsenen im Alter von 18 bis 59 Jahren bewertet.

Die Seroneutralisationsraten (MN-Titer ≥ 20) 21 Tage nach einer Auffrischungsimpfung mit einer Dosierung von 7,5 µg des A/Indonesia/05/2005-Stamm-Impfstoffs nach 12 Monate, getestet gegen homologe und heterologe Stämme, sind nachstehend angegeben:

Seroneutralisationsrate*

 

 

Getestet gegen

A/Vietnam

A/Indonesia

Auffrischungsimpfung nach 12 Monaten

85,9 %

92,9 %

*MN-Titer ≥ 20

Säuglinge/Kleinkinder, Kinder und Jugendliche

Immunantwort gegen A/Vietnam/1203/2004 (H5N1)

Die Immunogenität von Stamm A/Vietnam/1203/2004 wurde im Rahmen einer klinischen Studie bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 9 bis 17 Jahren (N=288), bei Kindern im Alter

von 3 bis 8 Jahren (N=146) und Säuglingen und Kleinkindern im Alter von 6 bis 35 Monaten (N=33) nach einem 0,21-Tage-Impfschema bewertet.

Nach der Impfung wurden bei Säuglingen/Kleinkindern, Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 Monaten bis 17 Jahren die Anzahl an Probanden mit einem Titer an neutralisierenden

Antikörper ≥20, die Serokonversionsrate und der Serokonversionsfaktor

mittels Mikroneutralisations-Assay (MN) bestimmt und nachstehend angegeben.

Mikroneutralisations-Assay

9 bis 17 Jahre

3 bis 8 Jahre

6 bis 35 Monate

 

21 Tage nach

21 Tage nach

21 Tage nach

 

1. Dosis

2. Dosis

1. Dosis

2. Dosis

1. Dosis

1. Dosis

Seroneutralisationsrate*

52,6 %

85,4 %

17,1 %

72,9 %

3,0 %

68,8 %

Serokonversionsrate**

9,1 %

31,8 %

16,4 %

72,2 %

9,1 %

65,6 %

Serokonversionsfaktor***

1,6

3,1

2,1

6,3

1,4

6,8

*MN-Titer ≥20

**≥4-fache Erhöhung des MN-Titers

***geometrischer Mittelwert der Erhöhung

Auffrischungsimpfung mit heterologen Impfstämmen

Eine Auffrischungsimpfung mit der 7,5 µg nicht-adjuvantierten Formulierung des heterologen A/Indonesia/05/2005-Impfstamms wurde 12 Monate nach der aus zwei Dosen des A/Vietnam/1203/2004-Impfstoffs bestehenden Erstimpfung bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 9 bis 17 Jahren (N=196), Kindern im Alter von 3 bis 8 Jahren (N=79) und Säuglingen und Kleinkindern im Alter von 6 bis 35 Monaten (N=25) verabreicht.

Die Seroneutralisationsraten (MN-Titer ≥ 20) wurden 21 Tage nach einer Auffrischungsimpfung gegen homologe und heterologe Stämme getestet, die 12 Monate nach einer Dosierung von 7,5 µg des A/Indonesia/05/2005-Stamm-Impfstoffs verabreicht worden waren. Die Ergebnisse sind nachstehend angegeben:

 

Seroneutralisationsrate*

9 bis 17 Jahre

3 bis 8 Jahre

6 bis 35 Monate

 

Getestet gegen

A/Vietnam A/Indonesia

A/Vietnam

A/Indonesia

A/Vietnam

A/Indonesia

 

Auffrischungsimpfung

94,1 %

93,1 %

94,7 %

97,2 %

100,0 %

100,0 %

 

nach 12Monaten

 

 

 

 

 

 

 

 

*

MN-Titer ≥20

 

 

 

 

 

 

Daten aus nicht-klinischen Studien

Die schützende Wirkung von VEPACEL gegen Morbidität und Mortalität, verursacht durch die Infektion mit tödlichen Mengen des hochpathogenen Vogelgrippevirus H5N1, wurde in einem nicht-klinischen Provokationstest an einem Frettchen-Modell untersucht.

Sechzehn Frettchen wurden in zwei Kohorten aufgeteilt und entweder am Tag 0 und 21 mit 7,5 µg des A/Vietnam/1203/2004-Impfstoffs geimpft oder sie erhielten eine Scheinimpfung. Alle Frettchen wurden an Tag 35 einem intranasalen Provokationstest mit einer hohen Dosis des hochvirulenten H5N1-Virusstamms A/Vietnam/1203/2004 unterzogen und 14 Tage lang beobachtet. Die Frettchen, die mit der 7,5-µg-Dosis des A/Vietnam/1203/2004-Impfstoffs geimpft wurden, zeigten eine hohe Serokonversionsrate. Der A/Vietnam/1203/2004-Impfstoff erzielte einen Schutz gegen die Provokation mit dem homologen Stamm, die sich bei den geimpften Kohorten im Vergleich zu den Kontrolltieren durch vollständiges Überleben, einem geringeren Gewichtsverlust, einem geringeren und kürzeren Anstieg der Körpertemperatur, einem geringeren Abfall der Lymphozytenzahl und einer geringeren Entzündungsreaktion und geringeren Nekrosen im Gehirn und im Bulbus olfactorius zeigte. Alle Kontrolltiere erlagen der Infektion.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Nicht zutreffend.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Die Ergebnisse einer präklinischen Toxizitätsstudie nach wiederholten Dosisgaben an Ratten ergaben geringe Veränderungen der Leberenzyme und Kalziumspiegel. Klinisch signifikante Veränderungen der Leberenzyme und Kalziumspiegelwurden bisher in klinischen Studien am Menschen nicht beobachtet.

Tierexperimentelle Studien zur Reproduktions- und Entwicklungstoxizität ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte schädliche Auswirkungen auf die weibliche Fertilität, Schwangerschaft, embryonale oder fötale Entwicklung, Geburt oder post-natale Entwicklung.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Trometamol

Natriumchlorid

Wasser für Injektionszwecke

Polysorbat 80

6.2 Inkompatibilitäten

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Im Kühlschrank lagern (2°C – 8°C). Nicht einfrieren.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Eine Packung mit 1 Einzeldosis-Fertigspritze (Glas Typ I) von 0,5 ml Injektionssuspension mit latexfreiem Kolbenstopfen (Halogenbutylgummi), ohne Nadel.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Der Impfstoff sollte vor der Anwendung Raumtemperatur erreicht haben. Vor Gebrauch schütteln. Die Suspension ist vor Verabreichung per Augenschein zu prüfen. Sollten etwaige Fremdpartikel und/oder ein anormales Aussehen festgestellt werden, ist der Impfstoff zu entsorgen.

Nach dem Entfernen der Spritzenkappe muss die Nadel direkt befestigt und die Nadelschutzkappe vor der Anwendung abgezogen werden.

Sobald die Nadel befestigt ist, muss der Impfstoff umgehend verabreicht werden.

Nicht verwendeter Impfstoff oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

7. INHABER DER ZULASSUNG

Nanotherapeutics UK Limited

10 Chiswell Straße

London

EC1Y 4UQ. Vereinigtes Königreich

8. ZULASSUNGSNUMMER

EU/1/12/752/002

9.DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 17.02.2012

Datum der letzten Verlängerung: 04.01.2017

10. STAND DER INFORMATION

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) http://www.ema.europa.eu/ verfügbar.

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