German
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Vitekta (elvitegravir) – Zusammenfassung der merkmale des arzneimittels - J05AX11

Updated on site: 10-Oct-2017

Name des ArzneimittelsVitekta
ATC-CodeJ05AX11
Substanzelvitegravir
HerstellerGilead Sciences International Ltd

Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung zu melden. Hinweise zur Meldung von Nebenwirkungen, siehe Abschnitt 4.8.

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Vitekta 85 mg Filmtabletten

 

 

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede Filmtablette enthält 85 mg Elvitegravir.

 

 

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: Jede Tablette enthält 6,2 mg Lactose ( s Monohydrat).

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

 

zugelassen

Filmtablette (Tablette).

 

 

 

 

Grüne, fünfeckige Filmtablette mit den Abmessungen 8,9 mm x 8,7 mm. Auf der einen Seite der

Tablette ist „GSI“ aufgeprägt und auf der anderen Seite die Zahl „85“.

 

4.

KLINISCHE ANGABEN

länger

 

4.1

Anwendungsgebiete

 

Vitekta wird gleichzeitig mit einem m t Ritonavir geboosterten Proteaseinhibitor und anderen

antiretroviralen Wirkstoffen zur Behandlung einer Infektion mit dem Humanen

Immundefizienzvirus 1 (HIV-1) bei Erwachsenen angewendet, bei denen HIV-1 keine Mutationen

aufweist, die bekanntermaßen mit ei er Resistenz gegen Elvitegravir assoziiert sind (siehe

Abschnitte 4.2 und 5.1).

nicht

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Die Therapie sollte nur durch einen Arzt eingeleitet werden, der in der Behandlung der HIV-Infektion

erfahren st.

 

Arzneimittel

 

Dosi ru g

Vitekta muss in Kombination mit einem mit Ritonavir geboosterten Proteaseinhibitor angewendet we den.

Die Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation) des gleichzeitig angewendeten, mit Ritonavir geboosterten Proteaseinhibitors ist zu beachten.

Die empfohlene Dosis von Vitekta beträgt eine 85 mg-Tablette oder eine 150 mg-Tablette, die einmal täglich zum Essen eingenommen wird. Die Dosis von Vitekta richtet sich nach dem gleichzeitig angewendeten Proteaseinhibitor (siehe Tabelle 1 und Abschnitte 4.4 und 4.5). Bitte beachten Sie für die Anwendung der 150 mg-Tablette die Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation) von Vitekta 150 mg Filmtabletten.

Vitekta soll einmal täglich wie folgt angewendet werden:

-entweder zur selben Zeit wie ein einmal täglich angewendeter, mit Ritonavir geboosterter Proteaseinhibitor

-oder mit der ersten Dosis eines zweimal täglich angewendeten, mit Ritonavir geboosterten Proteaseinhibitors.

Tabelle 1: Empfohlene Dosierungsschemata

Dosis von Vitekta

Dosis des gleichzeitig angewendeten, mit Ritonavir geboosterten

 

 

Proteaseinhibitors

zugelassen

 

 

 

 

85 mg einmal täglich

Atazanavir 300 mg und Ritonavir 100 mg einmal täglich

 

 

 

 

 

 

 

Lopinavir 400 mg und Ritonavir 100 mg zweimal täglich

 

 

 

 

 

150 mg einmal täglich

Darunavir 600 mg und Ritonavir 100 mg zweimal täg ich

 

 

 

 

 

 

 

Fosamprenavir 700 mg und Ritonavir 100 mg zw imal täg ich

 

 

 

 

 

Es liegen keine Daten vor, die eine Empfehlung zur Anwendung von Vitekta mit anderen als den in Tabelle 1 angegebenen Dosierungshäufigkeiten oder anderen HIV-1-Proteaseinhibitoren erlauben.

Versäumte Einnahme

Wird die Einnahme von Vitekta um bis zu 18 Stunden gegenüb d gewohnten Einnahmezeit versäumt, sollte die Einnahme zusammen mit Nahrung so bald wie möglich nachgeholt und das

gewohnte Einnahmeschema fortgesetzt werden. Wird die Einnahme von Vitekta um mehr als

18 Stunden versäumt und es fast Zeit für die nächste Dosis ist, sollte die versäumte Dosis nicht

nachgeholt und einfach das gewohnte Einnahmeschema fortgesetzt werden.

Wenn der Patient innerhalb von 1 Stunde nach der Einnahme von Vitekta erbricht, sollte er eine

weitere Tablette einnehmen.

länger

Besondere Patientengruppen

 

Ältere Patientennicht

Es liegen keine Daten vor, die ei e Dosierungsempfehlung für Patienten im Alter von über 65 Jahren Arzneimittelerlauben (siehe Abschnitt 5.2).

Nierenfunktionsstörung

Bei Patienten m t N erenfunktionsstörung ist keine Dosisanpassung von Vitekta erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).

Leberfunkt onsstörung

Ei e Dosisanpassung von Vitekta bei Patienten mit einer leichten (Child-Pugh-Klasse A) oder mittelgradigen Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Klasse B) ist nicht erforderlich. Bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Klasse C) wurde Elvitegravir nicht untersucht (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2).

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Elvitegravir bei Kindern im Alter von 0 bis unter 18 Jahren ist bisher noch nicht erwiesen (siehe Abschnitt 5.1). Es liegen keine Daten vor.

Art der Anwendung

Vitekta sollte einmal täglich zum Essen eingenommen werden (siehe Abschnitt 5.2). Die Filmtablette darf nicht zerkaut oder zerteilt werden.

4.3 Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

Die gleichzeitige Anwendung mit den folgenden Arzneimitteln, da sie potentiell zu einem Verlust des virologischen Ansprechens und einer Resistenzentwicklung führen kann (siehe Abschnitt 4.5):

Antikonvulsiva: Carbamazepin, Phenobarbital, Phenytoin

 

Antimykobakterielle Wirkstoffe: Rifampicin

zugelassen

Pflanzliche Arzneimittel: Johanniskraut (Hypericum perforatum)

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Allgemein

Obwohl es sich gezeigt hat, dass die erfolgreiche Virussuppression durch eine antiretrovir le Therapie das Risiko einer sexuellen Übertragung erheblich reduziert, kann ein Restrisiko nicht usgeschlossen werden. Vorsichtsmaßnahmen zur Vermeidung der Übertragung sollten gemäß national r Richtlinien getroffen werden.

Die Anwendung von Vitekta mit anderen als den in Tabelle 1 angegebenen HIV-1-Proteaseinhibitoren

oder Dosierungshäufigkeiten kann zu unzureichenden oder erhöhten Plasmaspiegeln von Elvitegravir

und/oder der gleichzeitig angewendeten Arzneimittel führen.

Resistenz

länger

 

Elvitegravir-resistente Viren zeigen meist eine Kreuzresistenz e enüber dem Integrase-

Strangtransfer-Inhibitor Raltegravir (siehe Abschnitt 5.1).

Elvitegravir weist eine relativ niedrige genetische Barriere gegenüber Resistenzen auf. Deshalb sollte

 

nicht

Vitekta möglichst mit einem voll aktiven und mit Ritonavir geboosterten Proteaseinhibitor und einem

anderen voll aktiven antiretroviralen Wirks off angewendet werden, um die Möglichkeit eines

virologischen Versagens und einer Resistenzentwicklung zu minimieren (siehe Abschnitt 5.1).

Gleichzeitige Anwendung mit anderen Arzneimitteln

Elvitegravir wird vorwiegend durch CYP3A metabolisiert. Die gleichzeitige Anwendung von Vitekta mit starken CYP3A-Induktoren (z. B. Johanniskraut [Hypericum perforatum], Rifampicin, Carbamazepin, Phenobarbital und Phenytoin) ist kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3 und 4.5). Die gleichzeitige Anwendung von Vitekta mit mittelstarken CYP3A-Induktoren (u. a. Efavirenz, Bosentan) wird n cht empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).

ArzneimittelEs wurde gezeigt, dass Atazanavir/Ritonavir und Lopinavir/Ritonavir die Plasmakonzentration von Elvitegravir signifikant erhöhen (siehe Abschnitt 4.5). Bei Anwendung in Kombination mit

Da Vitekta gleichzeitig mit einem mit Ritonavir geboosterten Proteaseinhibitor angewendet werden muss, sollte der verschreibende Arzt die Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels des

gleichz

t g angewendeten Proteaseinhibitors und von Ritonavir für die Beschreibung der

ko trai

dizi rt n Arzneimittel und anderer signifikanter Arzneimittelwechselwirkungen, die zu

pote tiell lebensbedrohlichen Nebenwirkungen oder zu einem Verlust der therapeutischen Wirkung

und einer Resistenzentwicklung führen können, heranziehen.

Atazanavir/Ritonavir und Lopinavir/Ritonavir sollte die Dosis von Vitekta von 150 mg einmal täglich auf 85 mg einmal täglich verringert werden (siehe Abschnitt 4.2).

Gleichzeitige Anwendung von Vitekta und verwandten Wirkstoffen: Vitekta muss in Kombination mit einem mit Ritonavir geboosterten Proteaseinhibitor angewendet werden. Vitekta darf nicht mit einem Proteaseinhibitor angewendet werden, der mit einem anderen Wirkstoff geboostert wird, da für diese Kombinationen keine Dosierungsempfehlungen vorliegen. Das Boostern von Elvitegravir mit einem anderen Wirkstoff als Ritonavir kann zu nicht optimalen Plasmakonzentrationen von Elvitegravir

und/oder des Proteaseinhibitors führen, was einen Verlust der therapeutischen Wirkung und eine Resistenzentwicklung nach sich ziehen kann.

Vitekta darf nicht in Kombination mit Arzneimitteln angewendet werden, die Elvitegravir oder andere pharmakokinetische Booster (Verstärker) als Ritonavir enthalten.

Vorschriften zur Kontrazeption

Patientinnen im gebärfähigen Alter sollten entweder ein hormonelles Kontrazeptivum mit mindestens

30 µg Ethinylestradiol und mit Norgestimat als Gestagen oder eine andere zuverlässige

HIV-infizierte Patienten mit Hepatitis-B- oder -C-Koinfektion

zugelassen

Verhütungsmethode anwenden (siehe Abschnitte 4.5 und 4.6). Die gleichzeitige Anwendung von Elvitegravir und oralen Kontrazeptiva, die andere Gestagene als Norgestimat enthalten, wurde nicht untersucht und sollte daher vermieden werden.

Patientinnen, die Östrogene als Hormonsubstitutionstherapie anwenden, sollen klinisch auf Anzeichen von Östrogenmangel überwacht werden (siehe Abschnitt 4.5).

Opportunistische Infektionen

Patienten, die Vitekta oder eine andere antiretrovirale Therapie erhalten, können d nnoch opportunistische Infektionen und sonstige Komplikationen einer HIV-Infektion entwickeln. Deshalb ist auch weiterhin eine engmaschige klinische Überwachung durch Ärzte, die in der Behandlung von Patienten mit Begleiterkrankungen einer HIV-Infektion erfahren sind, erforderlich.

 

länger

Patienten mit chronischer Hepatitis B oder C, die eine antir trovirale Therapie erhalten, weisen ein

erhöhtes Risiko für das Auftreten schwerwiegender, mö lich rw ise letal verlaufender hepatischer

Nebenwirkungen auf.

 

Für eine optimale Behandlung der HIV-Infektion bei Patienten mit Hepatitis-B-Koinfektion (HBV) sollten Ärzte die aktuellen Therapieleitlinien für die HIV-Therapie beachten.

Lebererkrankung

 

Bei Patienten mit schwerer Leberfunkt onsstörung (Child-Pugh-Klasse C) wurde Elvitegravir nicht

untersucht. Bei Patienten mit leichter (Child-Pugh-Klasse A) oder mittelgradiger

Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Klasse B) ist keine Anpassung der Dosierung von Vitekta

erforderlich (siehe Abschnitte 4.2 u d 5.2).

Bei Patienten mit vorb s

nicht

h nd r Leberfunktionsstörung, einschließlich einer chronischen aktiven

Hepatitis, kommt es un r

in r antiretroviralen Kombinationstherapie (ART) häufiger zu

ArzneimittelVeränderungen der Leberfunktion. Diese Patienten müssen gemäß der üblichen Praxis überwacht werden. Zeigen diese Patienten Anzeichen einer Verschlimmerung der Lebererkrankung, muss eine

Therapieunterbrechung oder ein Therapieabbruch erwogen werden.

Gewicht u d metabolische Parameter

Währe d einer antiretroviralen Therapie können eine Gewichtszunahme und ein Anstieg der Blutlipid- und Blutglukosewerte auftreten. Diese Veränderungen können teilweise mit dem

ve besserten Gesundheitszustand und dem Lebensstil zusammenhängen. In einigen Fällen ist ein Einfluss der Behandlung auf die Blutlipidwerte erwiesen, während es für die Gewichtszunahme keinen klaren Nachweis eines Zusammenhangs mit einer bestimmten Behandlung gibt. Für die Überwachung der Blutlipid- und Blutglukosewerte wird auf die anerkannten HIV-Therapierichtlinien verwiesen. Die Behandlung von Lipidstörungen sollte nach klinischem Ermessen erfolgen.

Immun-Reaktivierungs-Syndrom

Bei HIV-infizierten Patienten mit schwerem Immundefekt kann sich zum Zeitpunkt der Einleitung einer ART eine entzündliche Reaktion auf asymptomatische oder residuale opportunistische Infektionen entwickeln, die zu schweren klinischen Verläufen oder Verschlechterung von Symptomen führt. Typischerweise wurden solche Reaktionen innerhalb der ersten Wochen oder Monate nach

Beginn der ART beobachtet. Entsprechende Beispiele sind CMV-Retinitis, disseminierte und/oder lokalisierte mykobakterielle Infektionen und Pneumocystis-jirovecii-Pneumonie. Jedes Entzündungssymptom ist zu bewerten; falls notwendig ist eine Behandlung einzuleiten.

Es liegen auch Berichte über Autoimmunerkrankungen (wie z. B. Morbus Basedow) vor, die im Rahmen einer Immun-Reaktivierung auftraten; allerdings ist der Zeitpunkt des Auftretens sehr variabel und diese Ereignisse können viele Monate nach Beginn der Behandlung auftreten.

Osteonekrose

zugelassen

Obwohl eine multifaktorielle Ätiologie angenommen wird (darunter Anwendung von Kortikosteroiden, Alkoholkonsum, schwere Immunsuppression, höherer Body-Mass-Index), wurd Fälle von Osteonekrose insbesondere bei Patienten mit fortgeschrittener HIV-Erkrankung und/od r Langzeitanwendung einer ART berichtet. Die Patienten sind darauf hinzuweisen, bei Auftreten von Gelenkbeschwerden und -schmerzen, Gelenksteife oder Schwierigkeiten bei Bewegungen den Arzt aufzusuchen.

Sonstige Bestandteile

Vitekta enthält Lactose. Aus diesem Grund sollten Patienten mit der seltenen h r ditär n Galactose- Intoleranz, Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Wechselwirkungen mit CYP3A-Induktoren

Elvitegravir wird vorwiegend durch CYP3A metabolisiert (siehe Abschnitt 5.2). Von Arzneimitteln,

Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen wurdenlängernur b i Erwachsenen durchgeführt.

die starke bzw. mittelstarke Induktoren von CYP3A sind (d. h. die zur Steigerung der Substrat- Clearance auf mehr als das Fünffache bzw. auf das Zwei- bis Fünffache führen), ist zu erwarten, dass sie eine Herabsetzung der Plasmakonzentranichtion von Elvitegravir bewirken.

Die gleichzeitige Anwendung ist kontra ndiziert

Die gleichzeitige Anwendung von V tekta mit Arzneimitteln, die starke Induktoren von CYP3A sind, ist kontraindiziert, da die zu erwarte de Herabsetzung der Plasmakonzentration von Elvitegravir zu

einem Verlust der therapeutische Wirkung und einer Resistenzentwicklung gegen Elvitegravir führen Arzneimittelkann (siehe Abschnitt 4.3).

Die gleichzeitige Anw ndung wird nicht empfohlen

Die gleichzeitige Anwendung von Vitekta mit Arzneimitteln, die mittelstarke Induktoren von CYP3A sind (u. a. Efavirenz, Bosentan), wird nicht empfohlen, da die zu erwartende Herabsetzung der Plasmakonzentration von Elvitegravir zu einem Verlust der therapeutischen Wirkung und einer Resist nz ntw cklung gegen Elvitegravir führen kann (siehe Abschnitt 4.4).

Wechselwirkungen, die eine Dosisanpassung von Vitekta erfordern

Elvitegravir wird oxidativ durch CYP3A metabolisiert (Hauptabbauweg) und durch UGT1A1/3-Enzyme glucuronidiert (Nebenabbauweg). Die gleichzeitige Anwendung von Vitekta mit

zneimitteln, die starke Inhibitoren von UGT1A1/3 sind, kann zu einer erhöhten Plasmakonzentration von Elvitegravir führen und Dosisanpassungen erforderlich machen. Es wurde beispielsweise gezeigt, dass Atazanavir/Ritonavir und Lopinavir/Ritonavir (starke UGT1A1/3- Inhibitoren) die Plasmakonzentration von Elvitegravir signifikant erhöhen (siehe Tabelle 2). Folglich sollte bei Anwendung in Kombination mit Atazanavir/Ritonavir und Lopinavir/Ritonavir die Dosis von Vitekta von 150 mg einmal täglich auf 85 mg einmal täglich verringert werden (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).

Weitere Wechselwirkungen

Elvitegravir ist ein mittelstarker Induktor und hat das Potential, CYP2C9 und/oder induzierbare UGT-Enzyme zu induzieren. Elvitegravir kann daher eine Verringerung der Plasmakonzentrationen von CYP2C9-Substraten (wie z. B. Warfarin) oder UGT-Substraten (wie z. B. Ethinylestradiol) verursachen. Darüber hinaus haben In-vitro-Studien gezeigt, dass Elvitegravir ein schwacher bis mittelstarker Induktor von CYP1A2-, CYP2C19- und CYP3A-Enzymen ist. Elvitegravir hat auch das Potential, ein schwacher bis mittelstarker Induktor von CYP2B6- und CYP2C8-Enzymen zu sein, da diese Enzyme in ähnlicher Weise wie CYP2C9 und CYP3A reguliert werden. Klinische Daten haben

gleichzeitiger Anwendung mit geboostertem Elvitegravir im Vergleich zur Anwendung von Methadon allein gibt (siehe Tabelle 2).

jedoch gezeigt, dass es keine klinisch relevanten Veränderungen hinsichtlich der Exposition gegenüber Methadon (das vorwiegend über CYP2B6 und CYP2C19 metabolisiertzugelassenwird) nach

In vitro ist Elvitegravir ein Substrat von OATP1B1 und OATP1B3 sowie ein Inhibitor von OATP1B3. Die Relevanz dieser Wechselwirkungen in vivo ist unklar.

Wechselwirkungen zwischen Elvitegravir und möglicherweise gleichzeitig ang w nd t n Arzneimitteln sind in der nachstehenden Tabelle 2 aufgeführt, wobei „↑“ einen Ansti g bedeutet, „↓“ eine Abnahme und „↔“ keine Veränderung. Die Angaben basieren entweder a f Wechselwirkungsstudien oder auf prognostizierten Wechselwirkungen a fgr nd des zu erwartenden Ausmaßes der Interaktion sowie des Potentials für schwerwiegende unerwünschte Ereignisse oder des Verlusts der therapeutischen Wirkung.

Elvitegravir wurden nicht untersucht. Sofern in Tabelängere 2 nicht anders angegeben, war die Dosis von geboostertem Elvitegravir odernichtdes gleichzei ig angewendeten Arzneimittels bei alleiniger

Bei der Untersuchung der Wechselwirkungen wurden die Auswirkungen auf Vitekta durch den

Vergleich der Pharmakokinetik von geboostertem Elvite ravir ( ntw der mit Ritonavir oder mit Cobicistat als pharmakokinetischem Booster) in Abwese heit und in Anwesenheit des jeweiligen gleichzeitig angewendeten Arzneimittels ermittelt. Wechselwirkungen mit nicht-geboostertem

Anwendung oder in Kombination gleich. Die pharmakokinetischen Parameter der in Tabelle 2 aufgeführten Proteaseinhibitoren wurden in Anwesenheit von Ritonavir erhoben.

Auch wenn es zwischen einem Arzne m ttel und Elvitegravir keine tatsächlichen oder prognostizierten Wechselwirku gen g bt, kann es zwischen dem Arzneimittel und Ritonavir und/oder

dem gleichzeitig mit Elvitegravir a gewendeten Proteaseinhibitor zu Wechselwirkungen kommen. ArzneimittelDer verschreibende Arzt so st ts die Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels von

Ritonavir und des Pro as inhibitors beachten.

Tabelle 2: Wechselwirkungen zwischen Elvitegravir und anderen Arzneimitteln

 

Arzneimittel nach

 

Auswirkungen auf die

Empfehlung zur gleichzeitigen

 

 

Anwendungsgebieten

 

Wirkstoffkonzentration

Anwendung mit Ritonavir-

 

 

 

 

Mittlere prozentuale

geboostertem Elvitegravir

 

 

 

 

Veränderung der AUC, Cmax,

 

 

 

 

 

 

Cmin

 

 

 

ANTIRETROVIRALE WIRKSTOFFE

 

 

 

 

HIV-Proteaseinhibitoren

 

 

 

zugelassen

 

täglich)

 

AUC: ↔*

 

 

Atazanavir (300 mg einmal

 

Es wurde gezeigt, dass

Bei Anwendung in Kombination

 

täglich)

 

Atazanavir/Ritonavir die

mit Atazanavir sollte die Dosis

 

Elvitegravir (200 mg einmal

 

Plasmakonzentration von

von Vitekta 85 mg einmal

 

täglich)

 

Elvitegravir signifikant erhöhen.

täglich betragen. Bei

 

Ritonavir (100 mg einmal täglich)

 

Elvitegravir:

 

Anwendung in Kombination mit

 

 

 

 

Vitekta beträgt die empfohlene

 

 

 

AUC: ↑ 100 %

Dosis von Atazanavir 300 mg

 

 

 

Cmax: ↑ 85 %

 

zusammen mit Riton vir

 

 

 

Cmin: ↑ 188 %

 

100 mg, je einmal täg ich.

 

 

 

Atazanavir:

 

Es liegen keine Daten für eine

 

 

 

AUC: ↔

 

Dosier n sempfehlung bei

 

 

 

Cmax: ↔

 

gleich eitiger Anwendung mit

 

 

 

Cmin: ↓ 35 %

länger

anderen Dosen von Atazanavir

 

Atazanavir (300 mg einmal

 

Elvitegravir:

 

vor (siehe Abschnitt 4.2).

 

Elvitegravir (85 mg einmal täglich)

 

Cmax: ↔*

 

 

 

 

Ritonavir (100 mg einmal täglich)

 

Cmin: ↑ 38 %*

 

 

 

 

 

 

Atazanavir:

 

 

 

 

 

 

AUC: ↔**

 

 

 

 

 

 

Cmax: ↔**

 

 

 

 

 

 

Cmin: ↔**

 

 

 

 

 

 

nicht

 

 

 

 

 

*verglic en mit

 

 

 

 

 

Elv tegravir/Ritonavir

 

 

 

 

 

150/100 mg einmal täglich.

 

 

 

Arzneimitteltäglich)

 

**verglichen mit

einmal täglich betragen.

 

 

Cmin: ↔

 

 

 

 

Atazanavir/Ritonavir

 

 

 

 

 

300/100 mg einmal täglich.

 

 

 

Darunavir (600 mg zweimal

 

Elvitegravir:

 

Bei Anwendung in Kombination

 

 

täglich)

 

AUC: ↔

 

mit Darunavir sollte die Dosis

 

Elvitegravir (125 mg e nmal

 

Cmax: ↔

 

von Vitekta 150 mg einmal

 

täglich)

 

Cmin: ↔

 

täglich betragen.

 

Ritonavir (100 g zwei al

 

Darunavir:

 

Es liegen keine Daten für eine

 

täglich)

 

 

 

 

 

AUC: ↔

 

Dosierungsempfehlung bei

 

 

 

Cmax: ↔

 

gleichzeitiger Anwendung mit

 

 

 

Cmin: ↓ 17 %

 

anderen Dosen von Darunavir

 

 

 

 

 

vor (siehe Abschnitt 4.2).

 

Fosamprenavir (700 mg zweimal

 

Elvitegravir:

 

Bei Anwendung in Kombination

 

 

täglich)

 

AUC: ↔

 

mit Fosamprenavir sollte die

 

Elvitegravir (125 mg einmal

 

Cmax: ↔

 

Dosis von Vitekta 150 mg

 

Ritonavir (100 mg zweimal

 

Fosamprenavir:

Es liegen keine Daten für eine

 

täglich)

 

 

 

 

AUC: ↔

 

Dosierungsempfehlung bei

 

 

 

Cmax: ↔

 

gleichzeitiger Anwendung mit

 

 

 

Cmin: ↔

 

anderen Dosen von

 

 

 

 

 

Fosamprenavir vor (siehe

 

 

 

 

 

Abschnitt 4.2).

 

Abacavir: AUC: ↔ Cmax: ↔

 

Lopinavir/Ritonavir (400/100 mg

 

Es wurde gezeigt, dass

Bei Anwendung in Kombination

 

 

zweimal täglich)

 

Lopinavir/Ritonavir die

mit Lopinavir/Ritonavir sollte

 

 

Elvitegravir (125 mg einmal

 

Plasmakonzentration von

die Dosis von Vitekta 85 mg

 

 

täglich)

 

Elvitegravir signifikant erhöhen.

einmal täglich betragen.

 

 

 

 

Elvitegravir:

 

Es liegen keine Daten für eine

 

 

 

 

AUC: ↑ 75 %

 

Dosierungsempfehlung bei

 

 

 

 

Cmax: ↑ 52 %

 

gleichzeitiger Anwendung mit

 

 

 

 

Cmin: ↑ 138 %

 

anderen Dosen von

 

 

 

 

Lopinavir:

 

Lopinavir/Ritonavir vor (siehe

 

 

 

 

 

Abschnitt 4.2).

 

 

 

 

AUC: ↔

 

 

 

 

 

 

Cmax: ↔

 

 

 

 

 

 

Cmin: ↓ 8 %

 

 

 

 

Tipranavir (500 mg zweimal

 

Elvitegravir:

 

Aufgrund unzureichender

 

 

täglich)

 

AUC: ↔

 

klinischer Daten wird die

 

 

Elvitegravir (200 mg einmal

 

Cmax: ↔

 

Kombination von E vitegr vir

 

 

täglich)

 

Cmin: ↔

 

und Tipranavir nicht mpfohlen

 

 

Ritonavir (200 mg zweimal

 

 

 

(siehe Abschnitt 4.2).

 

 

täglich)

 

Tipranavir:

 

 

 

 

 

 

AUC: ↔

 

 

 

 

 

 

Cmax: ↔

 

 

 

 

 

 

Cmin: ↓ 11 %

 

 

 

 

NRTI

 

 

 

 

 

 

Didanosin (400 mg einmal täglich)

 

Elvitegravir:

 

Da Didanosin auf leeren Magen

 

 

Elvitegravir (200 mg einmal

 

AUC: ↔

länger

zugelassen

 

 

ingenommen wird, sollte

 

täglich)

 

Cmax: ↔

Didanosin mindestens eine

 

Ritonavir (100 mg einmal täglich)

 

Cmin: ↔

Stunde vor oder zwei Stunden

 

 

 

Didanosin:

nach Vitekta (das zum Essen

 

 

 

eingenommen wird)

 

 

 

AUC: ↓ 14 %

eingenommen werden. Eine

 

 

 

Cmax: ↓ 16 %

klinische Überwachung wird

 

 

 

 

empfohlen.

 

 

Zidovudin (300 mg zweimal

 

Elvitegravir:

 

Bei gleichzeitiger Anwendung

 

täglich)

 

AUC: ↔

 

von Vitekta und Zidovudin ist

 

Elvitegravir (200 mg einmal

 

Cmax: ↔

 

keine Dosisanpassung

 

täglich)

 

Cm : ↔

 

erforderlich.

 

Ritonavir (100 mg einmal täg ich)

 

Zidovudin:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

nicht

 

 

 

 

 

 

AUC: ↔

 

 

 

 

 

 

Cmax: ↔

 

 

 

 

Stavudin (40 mg e nmal äglich)

 

Elvitegravir:

 

Bei gleichzeitiger Anwendung

 

 

Elvitegravir (200 mg e nmal

 

AUC: ↔

 

von Vitekta und Stavudin ist

 

täglich)

 

Cmax: ↔

 

keine Dosisanpassung

 

Ritonavir (100 g ein al täglich)

 

Cmin: ↔

 

erforderlich.

 

 

 

Stavudin:

 

 

 

 

 

 

AUC: ↔

 

 

 

 

 

 

Cmax: ↔

 

 

 

 

Abacavir (600 mg einmal täglich)

 

Elvitegravir:

 

Bei gleichzeitiger Anwendung

 

 

Elvitegravir (200 mg einmal

 

AUC: ↔

 

von Vitekta und Abacavir ist

 

täglich)

 

Cmax: ↔

 

keine Dosisanpassung

 

Ritonavir (100 mg einmal täglich)

 

Cmin: ↔

 

erforderlich.

 

Arzneimittel

 

 

 

 

Tenofovirdisoproxilfumarat

Elvitegravir:

Bei gleichzeitiger Anwendung

(300 mg einmal täglich)

AUC: ↔

von Vitekta und

Emtricitabin (200 mg einmal

Cmax: ↔

Tenofovirdisoproxilfumarat

täglich)

Cmin: ↔

oder Emtricitabin ist keine

Elvitegravir (50 mg einmal täglich)

Tenofovir:

Dosisanpassung erforderlich.

Ritonavir (100 mg einmal täglich)

 

 

AUC: ↔

 

 

Cmax: ↔

 

 

Cmin: ↔

 

 

 

Emtricitabin:

 

zugelassen

 

 

 

 

 

 

 

AUC: ↔

 

 

 

 

 

Cmax: ↔

 

 

 

 

 

Cmin: ↔

 

 

 

 

NNRTI

 

 

 

 

 

Efavirenz

Wechselwirkungen mit

Die gleichzeitige Anwendung

 

 

 

Elvitegravir wurden nicht

wird nicht empfoh en (siehe

 

 

untersucht.

 

Abschnitt 4.4).

 

 

Es ist zu erwarten, dass die

 

 

 

 

gleichzeitige Anwendung von

 

 

 

 

Efavirenz und Elvitegravir die

 

 

 

 

Plasmakonzentration von

 

 

 

 

Elvitegravir verringert, was zu

 

 

 

 

 

länger

 

 

 

 

einem Verlust der

 

 

 

 

therapeutischen Wirkung und

 

 

 

 

einer Resistenzentwicklung

 

 

 

 

führen kann.

 

 

 

 

Etravirin (200 mg zweimal täglich)

Elvitegravir:

 

Bei gleichzeitiger Anwendung

 

 

Elvitegravir (150 mg einmal

AUC: ↔

 

von Vitekta und Etravirin ist

 

täglich)

Cmax: ↔

 

keine Dosisanpassung

 

Ritonavir (100 mg einmal täglich)

Cmin: ↔

 

erforderlich.

 

 

nicht

 

 

 

 

 

Etravirin:

 

 

 

 

 

AUC: ↔

 

 

 

 

 

Cmax: ↔

 

 

 

 

 

Cm : ↔

 

 

 

 

Nevirapin

Wechselwirkungen mit

Die gleichzeitige Anwendung

 

Arzneimittel

Elvitegravir wurden nicht

wird nicht empfohlen (siehe

 

 

 

 

untersucht.

 

Abschnitt 4.4).

 

 

Es ist zu erwarten, dass die

 

 

 

 

gleichzeitige Anwendung von

 

 

 

 

Nevirapin und Elvitegravir die

 

 

 

 

Plasmakonzentration von

 

 

 

 

Elvitegravir verringert, was zu

 

 

 

 

einem Verlust der

 

 

 

 

therapeutischen Wirkung und

 

 

 

 

einer Resistenzentwicklung

 

 

 

 

führen kann.

 

 

 

 

Rilpivirin

Wechselwirkungen mit

Es ist nicht zu erwarten, dass die

 

 

 

Elvitegravir wurden nicht

gleichzeitige Anwendung von

 

 

untersucht.

 

Elvitegravir und Rilpivirin zu

 

 

 

 

einer Änderung der

 

 

 

 

Plasmakonzentration von

 

 

 

 

Elvitegravir führt. Eine

 

 

 

 

Dosisanpassung von Vitekta ist

 

 

 

 

daher nicht erforderlich.

 

 

CCR5-Antagonisten

 

 

 

 

 

 

 

Maraviroc (150 mg zweimal

 

Elvitegravir:

 

Bei gleichzeitiger Anwendung

 

 

täglich)

 

AUC: ↔

 

von Vitekta und Maraviroc ist

 

 

Elvitegravir (150 mg einmal

 

Cmax: ↔

 

keine Dosisanpassung

 

 

täglich)

 

Cmin: ↔

 

erforderlich.

 

 

Ritonavir (100 mg einmal täglich)

 

Maraviroc:§

 

§Aufgrund der

 

 

 

 

 

 

 

 

 

AUC: ↑ 186 %

 

CYP3A-Hemmung durch

 

 

 

 

Cmax: ↑ 115 %

 

Ritonavir ist die

 

 

 

 

Cmin: ↑ 323 %

 

Maraviroc-Exposition

 

 

 

 

 

 

signifikant erhöht.

 

 

ANTAZIDA

 

 

 

 

 

 

 

Magnesium-/Aluminiumhaltige

 

Elvitegravir (bei Einnahme der

Die Plasmakonzentration von

 

 

antazide Suspension (20 ml

 

antaziden Suspension mit

Elvitegravir ist bei gleichzeitiger

 

 

Einzeldosis)

 

± 4 Stunden Abstand zur

Anwendung von Antazida

 

 

Elvitegravir (50 mg einmal täglich)

 

Anwendung von Elvitegravir):

infolge lokaler Komplexbildung

 

 

Ritonavir (100 mg einmal täglich)

 

AUC: ↔

 

im Gastrointestina tr kt und

 

 

 

 

Cmax: ↔

 

nicht aufgrund von

 

 

 

 

Cmin: ↔

 

Veränderungen d s gastrischen

 

 

 

 

Elvitegravir (bei gleichzeitiger

pH-Werts verrin rt. Es wird

 

 

 

 

empfohlen, Vitekta und

 

 

 

 

Anwendung mit einem

Anta ida mit mindestens

 

 

 

 

Antazidum):

 

4 Stunden Abstand

 

 

 

 

AUC: ↓ 45 %

 

ein unehmen.

 

 

 

 

Cmax: ↓ 47 %

 

 

zugelassen

 

 

 

Cmin: ↓ 41 %

 

 

 

NAHRUNGSERGÄNZUNGSMITTEL

 

 

 

 

 

Multivitaminpräparate

 

Wechselwirkungen mit

Da bei gleichzeitiger

 

 

 

 

Elvitegravir wurden icht

Anwendung mit

 

 

 

untersucht.

länger

Multivitaminpräparaten der

 

 

 

 

Effekt einer kationischen

 

 

 

 

Komplexbildung durch

 

 

 

 

Elvitegravir nicht

 

 

 

 

ausgeschlossen werden kann,

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

wird empfohlen, Vitekta und

 

 

 

 

 

Multivitaminpräparate mit

 

 

 

 

 

mindestens 4 Stunden Abstand

 

 

 

 

 

einzunehmen.

 

NARKOTISCHE ANALGETIKA

nicht

 

 

 

 

 

Methadon (80-120 mg einmal

 

Elvitegravir:

 

Bei gleichzeitiger Anwendung

 

täglich)

 

AUC: ↔

 

von Vitekta und Methadon ist

 

Elvitegravir (150 mg e nmal

 

Cmax: ↔

 

keine Dosisanpassung

 

täglich)

 

Cmin: ↔

 

erforderlich.

 

Cobicistat (150 g ein al täglich)

 

Methadon:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

AUC: ↔

 

 

 

 

 

 

 

Cmax: ↔

 

 

 

 

 

 

 

Cmin: ↔

 

 

 

 

 

Bupre orphin/Naloxon (16/4 mg

 

Elvitegravir:

 

Bei gleichzeitiger Anwendung

 

 

bis 24/6 mg täglich)

 

AUC: ↔

 

von Vitekta und

 

Elvitegravir (150 mg einmal

 

Cmax: ↔

 

Buprenorphin/Naloxon ist keine

 

täglich)

 

Cmin: ↔

 

Dosisanpassung erforderlich.

 

Cobicistat (150 mg einmal täglich)

 

 

 

 

 

 

 

Arzneimittel

 

Buprenorphin:

 

 

 

 

 

 

AUC: ↑ 35 %

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Cmax: ↑ 12 %

 

 

 

 

 

 

 

Cmin: ↑ 66 %

 

 

 

 

 

 

 

Naloxon:

 

 

 

 

 

 

 

AUC: ↓ 28 %

 

 

 

 

 

 

 

Cmax: ↓ 28 %

 

 

 

 

ANTIINFEKTIVA

Antimykotika

Ketoconazol (200 mg zweimal täglich)

Elvitegravir (150 mg einmal täglich)

Ritonavir (100 mg einmal täglich)

HCV-Proteaseinhibitoren

Telaprevir (750 mg dreimal täglich)/

Elvitegravir (85 mg einmal täglich) Atazanavir (300 mg einmal täglich)

Ritonavir (100 mg einmal täglich)

Antimykobakterielle Wirkstoffe

Rifabutin (150 mg einmal alle zwei

Tage)

Elvitegravir (300 mg einmal täglich)

Ritonavir (100 mg einmal täglich)

Arzneimittel

 

Elvitegravir:

 

 

Bei gleichzeitiger Anwendung

 

 

 

 

 

 

AUC: ↑ 48 %

 

 

von Vitekta und Ketoconazol ist

 

 

Cmax: ↔

 

 

keine Dosisanpassung

 

 

Cmin: ↑ 67 %

 

 

erforderlich.

 

 

↑ Ketoconazol§

 

 

§Aufgrund der

 

 

 

 

 

CYP3A-Hemmung durch

 

 

 

 

 

Ritonavir ist die

 

 

 

 

 

Ketoconazol-Exposition erhöht.

 

 

Telaprevir:

 

 

Bei gleichzeitiger Anwendung

 

 

 

 

 

AUC: ↔

 

 

von Vitekta mit Ritonavir

 

 

Cmax: ↔

 

 

geboostertem Atazanavir und

 

 

Cmin: ↔

 

 

Telaprevir ist keine

 

 

 

 

 

Dosisanpassung erforder ich.

 

 

Elvitegravir:

 

 

 

zugelassen

 

AUC: ↔

 

 

 

 

Cmax: ↔

 

 

 

 

Cmin: ↑ 40 %*

 

 

 

 

*verglichen mit

 

 

 

 

Atazanavir/Ritonavir

 

 

 

300/100 mg plus Elvitegravir

 

 

 

85 mg einmal täglich.

 

 

 

Elvitegravir:

länger

 

Die gleichzeitige Anwendung

 

 

 

AUC: ↔*

 

von Vitekta und Rifabutin wird

 

Cmax: ↔*

 

nicht empfohlen. Wenn die

 

Cmin: ↔*

 

Kombination erforderlich ist,

 

Rifabutin:

 

beträgt die empfohlene Dosis

 

 

Rifabutin 150 mg 3-mal pro

 

AUC: ↔**

 

Woche an festen Tagen (z. B.

 

Cmax: ↔**

 

 

Montag, Mittwoch, Freitag).

 

Cm n: ↔**

 

 

 

 

 

 

25-O-Desacetyl-Rifabutin:§

 

Bei gleichzeitiger Anwendung

 

AUC: ↑ 851 %**

 

mit einer reduzierten Dosis von

 

Cmax: ↑ 440 %**

 

 

Rifabutin ist keine

 

nicht

**

 

Dosisanpassung von Vitekta

 

Cmin: ↑ 1.836 %

 

 

 

*verglichen mit

 

 

erforderlich.

 

 

 

Eine weitere Dosisreduktion von

 

Elvitegravir/Ritonavir

 

 

300/100 mg einmal täglich.

 

Rifabutin wurde nicht

 

**verglichen mit Rifabutin

 

untersucht. Es ist zu bedenken,

 

 

dass eine zweimal wöchentliche

 

300 mg einmal täglich.

 

Dosierung von 150 mg

 

 

 

 

möglicherweise keine optimale

 

Die antimykobakterielle

 

Rifabutin-Exposition

 

Gesamtaktivität war um 50 %

 

gewährleistet und es dadurch

 

erhöht.

 

 

zum Risiko der Entwicklung

 

 

 

 

einer Rifamycin-Resistenz und

 

 

 

 

zu Therapieversagen kommen

 

 

 

 

kann.

 

 

 

 

§Aufgrund der

 

 

 

 

CYP3A-Hemmung durch

 

 

 

 

Ritonavir ist die

 

 

 

 

25-O-Desacetyl-

 

 

 

 

Rifabutin-Exposition erhöht.

 

 

 

 

 

 

 

ANTIKOAGULANZIEN

 

 

 

 

 

 

 

 

Warfarin

Wechselwirkungen mit

 

Bei gleichzeitiger Anwendung

 

 

 

Elvitegravir wurden nicht

 

von Vitekta wird empfohlen, die

 

 

 

untersucht.

 

 

INR (Internationale

 

 

 

Die Warfarin-Konzentration

 

Normalisierte Ratio) zu

 

 

 

 

überwachen. Nach Absetzen von

 

 

 

kann durch gleichzeitige

 

Vitekta sollte die INR noch

 

 

 

Anwendung von Elvitegravir

 

einige Wochen lang überwacht

 

 

 

beeinflusst werden.

 

 

werden.

 

 

H2-REZEPTOR-ANTAGONISTEN

 

 

 

 

 

 

Famotidin (40 mg einmal täglich)

Elvitegravir:

 

 

Bei gleichzeitiger Anwendung

 

 

Elvitegravir (150 mg einmal

AUC: ↔

 

 

von Vitekta und Famotidin ist

 

 

täglich)

Cmax: ↔

 

 

keine Dosisanpassung

 

 

Cobicistat (150 mg einmal täglich)

Cmin: ↔

 

 

erforderlich.

 

 

HMG-COA-REDUKTASEHEMMER

 

 

 

 

 

Rosuvastatin (10 mg Einzeldosis)

Elvitegravir:

 

 

Bei gleichzeitiger Anwendung

 

 

Elvitegravir (150 mg einmal

AUC: ↔

 

 

von Vitekta und Rosuv st tin ist

 

 

täglich)

Cmax: ↔

 

 

keine Dosisanpassung

 

 

Cobicistat (150 mg einmal täglich)

Cmin: ↔

 

 

erforderlich.

 

 

 

Rosuvastatin:

 

 

zugelassen

 

 

AUC: ↑ 38 %

 

 

 

 

Cmax: ↑ 89 %

 

 

 

 

Cmin: ↑ 43 %

 

 

 

Atorvastatin

Wechselwirkungen mit

 

B i gleichzeitiger Anwendung

 

 

Fluvastatin

Elvitegravir wurden nicht

 

von Vitekta und Atorvastatin,

 

Pitavastatin

untersucht.

 

 

Fluvastatin, Pitavastatin oder

 

Pravastatin

Es ist nicht zu erwarte

, dass

 

Pravastatin ist keine

 

 

 

Dosisanpassung erforderlich.

 

 

sich die Plasmakonze

tratio

en

 

 

 

 

von OATP (organic anion-

 

 

 

 

 

transpor ing po ypeptide)-

 

 

 

 

 

Substraten durchlängerdie

 

 

 

 

gleic zeitige Anwendung von

 

 

 

 

Elv tegravir verändern.

 

 

 

 

 

Es st nicht zu erwarten, dass

 

 

 

 

 

sich die Plasmakonzentration

 

 

 

 

 

nicht

 

 

 

 

 

 

von Elvitegravir durch die

 

 

 

 

 

gleichzeitige Anwendung von

 

 

 

 

OATP-Substraten/-Inhibitoren

 

 

 

 

verändert.

 

 

 

 

 

Arzneimittel

 

 

 

 

 

ORALE KONTRAZEPTIVA

 

 

 

 

 

 

Norgestimat (0,180/0,215 mg

Norgestimat:

 

Bei gleichzeitiger Anwendung

 

einmal täglich)

AUC: ↑ 126 %

von Vitekta und einem

 

Ethinylestradiol (0,025 mg einmal

Cmax: ↑ 108 %

hormonellen Kontrazeptivum ist

 

täglich)

Cmin: ↑ 167 %

 

Vorsicht geboten. Das

 

Elvitegravir (150 mg einmal

Ethinylestradiol:

hormonelle Kontrazeptivum

 

täglich)

sollte mindestens 30 µg

 

Cobicistat (150 mg einmal

AUC: ↓ 25 %

 

Ethinylestradiol und

 

täglich)1

Cmax: ↔

 

Norgestimat als Gestagen

 

 

 

Cmin: ↓ 44 %

 

enthalten, oder die Patientinnen

 

 

 

Elvitegravir:

 

sollten eine andere zuverlässige

 

 

 

 

Verhütungsmethode anwenden

 

 

 

AUC: ↔

 

(siehe Abschnitte 4.4 und 4.6).

 

 

 

Cmax: ↔

 

 

 

 

 

Cmin: ↔

 

Die langfristigen Auswirkungen

 

 

 

 

 

der erheblich erhöhten

 

 

 

 

 

Progesteron-Exposition sind

 

 

 

 

 

nicht bekannt. Die g ichzeitige

 

 

 

 

 

Anwendung von Elvit gravir

 

 

 

 

 

und oralen Kontraz ptiva, die

 

 

 

 

 

andere Gesta ene als

 

 

 

 

 

Norgestimat enthalten, wurde

 

 

 

 

 

nicht nters cht und sollte daher

 

 

 

 

 

ve mieden werden.

 

PROTONENPUMPENHEMMER

 

 

zugelassen

Omeprazol (40 mg einmal täglich)

Elvitegravir:

 

B i gleichzeitiger Anwendung

 

Elvitegravir (50 mg einmal täglich

AUC: ↔

 

von Vitekta und Omeprazol ist

Ritonavir (100 mg einmal täglich)

Cmax: ↔

 

keine Dosisanpassung

 

 

Cmin: ↔

 

erforderlich.

 

Diese Studie wurde mit der Fixkombination Elvitegravir/Cobicistat/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil durchgeführt.

 

 

 

länger

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und S illzeit

Frauen im gebärfähigen Alter/Kontrazeption bei Männern und Frauen

Während der Behandlung mit Vitekta muss eine zuverlässige Verhütungsmethode angewendet werden

(siehe Abschnitte 4.4 und 4.5).

Schwangerschaft

nicht

Bisher liegen keine od r nur s hr begrenzte klinische Erfahrungen mit der Anwendung von

Elvitegravir bei Schwang r n vor.

ArzneimittelTierexperimentelle S udien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen von Elvitegravir in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität. Die bei Kaninchen

untersuchten axi alen Expositionen waren jedoch nicht höher als die therapeutischen Expositionen (siehe Abschn tt 5.3).

Vitekta darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, dass eine Behandlung mit Elvitegravir aufgrund des klinischen Zustandes der Frau erforderlich ist.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt ob Elvitegravir/Metabolite in die Muttermilch übergehen. Die zur Verfügung stehenden pharmakodynamischen/toxikologischen Daten von der Ratte zeigten, dass Elvitegravir in die Milch übergeht. Ein Risiko für das Neugeborene/Kind kann nicht ausgeschlossen werden. Daher soll Vitekta während der Stillzeit nicht angewendet werden.

Um eine Übertragung von HIV auf das Kind zu vermeiden, wird empfohlen, dass HIV-infizierte Frauen ihre Kleinkinder auf keinen Fall stillen.

Fertilität

Daten am Menschen zum Einfluss auf die Fertilität von Elvitegravir sind nicht verfügbar. Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf schädliche Wirkungen von Elvitegravir in Bezug auf die Fertilität.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen von Elvitegravir auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt.

4.8 Nebenwirkungen

Zusammenfassung zum Sicherheitsprofilzugelassen Die Beurteilung der Nebenwirkungen beruht auf den Daten einer kontrollierten klinischen Studie (GS-US-183-0145), in der 712 HIV-1-infizierte, antiretroviral vorbehandelte Erwachsene mit

Elvitegravir (n = 354) oder Raltegravir (n = 358) behandelt wurden, wobei alle Pati nt n eine Hintergrundtherapie mit einem voll aktiven mit Ritonavir geboosterten Proteas inhibitor und anderen antiretroviralen Wirkstoffen erhielten. Von diesen 712 Patienten erhielten 543 (269 Elvitegravir und 274 Raltegravir) eine Behandlung über mindestens 48 Wochen und 439 (224 Elvitegravir und

215 Raltegravir) eine Behandlung über mindestens 96 Wochen.

Die am häufigsten gemeldeten Nebenwirkungen unter Elvit gravir wa en Diarrhoe (7,1 %) und Übelkeit (4,0 %) (siehe Tabelle 3).

Tabellarische Zusammenfassung der Nebenwirkungen

In Tabelle 3 sind Nebenwirkungen von Elvitegravir aus den Daten der klinischen Studie nach Organsystem und Häufigkeit gegliedert aufgeführt. Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben. Die Häufigkeiten sind definiert als häufig (≥ 1/100, < 1/10) oder gelegentlich (≥ 1/1.000, < 1/100).

länger

Tabelle 3: Tabellarische Zusammenfassung der Nebenwirkungen von Elvitegravir aus den Daten der klinischen Studie GS-US-183-0145 über 96 Wochen

 

Häufigkeit

Nebenwirku g

 

Arzneimittel

 

 

Psychiatrische Erkrankung n:

nicht

 

Gelegentlich

Suizidg danken und Suizidversuch (bei Patienten mit vorbestehender

 

Depression oder psychiatrischer Erkrankung), Depression, Schlaflosigkeit

 

 

 

Erkrankungen des Nervensystems:

 

Häufig

Kopfschmerzen

 

Gelegentl ch

Schwindelgefühl, Parästhesie, Somnolenz, Dysgeusie

 

Erkrankung n des Gastrointestinaltrakts:

 

Häufig

Bauchschmerzen, Diarrhoe, Erbrechen, Übelkeit

 

Gelege tlich

Dyspepsie, Völlegefühl, Flatulenz

 

E krankungen der

Haut und des Unterhautzellgewebes:

 

Häufig

Hautausschlag

 

llgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort:

 

Häufig

Müdigkeit

 

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

Metabolische Parameter

Während einer antiretroviralen Therapie können eine Gewichtszunahme und ein Anstieg der Blutlipid- und Blutglukosewerte auftreten (siehe Abschnitt 4.4).

Immun-Reaktivierungs-Syndrom

Bei HIV-infizierten Patienten mit schwerem Immundefekt kann sich zum Zeitpunkt der Einleitung einer ART eine entzündliche Reaktion auf asymptomatische oder residuale opportunistische Infektionen entwickeln. Es liegen auch Berichte über Autoimmunerkrankungen (wie z. B. Morbus Basedow) vor; allerdings ist der Zeitpunkt des Auftretens sehr variabel und diese Ereignisse können viele Monate nach Beginn der Behandlung auftreten (siehe Abschnitt 4.4).

Osteonekrose

 

Fälle von Osteonekrose wurden insbesondere bei Patienten mit allgemein bekannten Risikofaktoren,

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

zugelassen

fortgeschrittener HIV-Erkrankung oder Langzeitanwendung einer ART berichtet. Die Häufigkeit des Auftretens ist nicht bekannt (siehe Abschnitt 4.4).

Diarrhoe

In der Studie GS-US-183-0145 wurde Diarrhoe als Nebenwirkung bei 7,1 % der mit Elvitegravir und 5,3 % der mit Raltegravir behandelten Patienten beobachtet. Die Diarrhoe war bei diesen P tienten von geringem bis mittlerem Schweregrad und führte in keinem Fall zum Absetzen der Studienmedikation.

Kinder und Jugendliche

Es liegen keine Daten zu Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren vor. Vitekta wird für diese Patientengruppe nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.2).

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungenlängernach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-V rhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem a zuzeigen.

4.9 Überdosierung

Im Falle einer Überdosierung ist der Patient auf Anzeichen einer Toxizität zu beobachten. Die Behandlung einer Überdosierung m t Elvitegravir umfasst allgemeine unterstützende Maßnahmen wie die Überwachung der Vitalparameter sowie die Beobachtung des klinischen Zustands des Patienten.

Es gibt kein spezifisches Antidot bei Überdosierung mit Elvitegravir. Da Elvitegravir größtenteils an

Plasmaproteine gebund n ist, ist es unwahrscheinlich, dass es durch Hämodialyse oder

 

nicht

Peritonealdialyse in n nn nsw rtem Ausmaß eliminiert wird.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Arzneimittelkodiertes Enzym, das für die Virusreplikation erforderlich ist. Die Hemmung dieser Integrase

Pharmakotherapeutische Gruppe: Antivirale Mittel zur systemischen Anwendung; andere antivirale Mittel, ATC-Code: J05AX11.

Wi kmechanismus und pharmakodynamische Wirkungen

Elvitegravir ist ein HIV-1-Integrase-Strangtransfer-Inhibitor (INSTI). Die Integrase ist ein von HIV-1

verhindert den Einbau der HIV-1-DNA in die genomische Wirts-DNA und blockiert so die Bildung des HIV-1-Provirus und die Ausbreitung der Virusinfektion. Elvitegravir hemmt die humanen Topoisomerasen I und II nicht.

Antivirale Aktivität in vitro

Die antivirale Wirkung von Elvitegravir gegen Laborstämme und klinische Isolate von HIV-1 wurde an lymphoblastoiden Zellen, Monozyten/Makrophagen und Lymphozyten des peripheren Blutes

untersucht; die Werte der mittleren effektiven Konzentration (EC50) lagen im Bereich von 0,02 bis 1,7 nM. In Zellkulturen zeigte Elvitegravir antivirale Aktivität gegen die HIV-1-Subtypen A, B, C, D, E, F, G und O (EC50-Werte im Bereich von 0,1 bis 1,3 nM) und gegen HIV-2 (EC50-Wert von

0,53 nM). Die antivirale Aktivität in vitro von Elvitegravir zeigte bei Kombination mit antiretroviralen Arzneimitteln aus den Klassen der nukleos(t)idischen Reverse-Transkriptase-Inhibitoren (NRTI), nichtnukleosidischen Reverse-Transkriptase-Inhibitoren (NNRTI), Proteaseinhibitoren (PI), Integrase-Strangtransfer-Inhibitoren, Fusionsinhibitoren oder CCR5-Korezeptor-Antagonisten keinen Antagonismus.

In Zellkulturen

In Zellkultur wurden HIV-1-Isolate mit reduzierter Empfindlichkeit gegenüber Elvitegravir elektiert. Die phänotypische Resistenz gegen Elvitegravir war am häufigsten mit den primären Integrase-Substitutionen T66I, E92Q und Q148R assoziiert. Weitere Integrase-Substitutionen, die in der Zellkulturselektion identifiziert wurden, waren H51Y, F121Y, S147G, S153Y, E157Q und R263K.

Kreuzresistenz

Elvitegravir hemmte die Replikation von HBV oder HCV in vitro nicht.zugelassen Resistenz

Elvitegravir-resistente Viren zeigen je nach Art und Anzahl der Substit tionen eine unterschiedlich stark ausgeprägte Kreuzresistenz gegenüber dem Integrase-Strangt ansfer-Inhibitor Raltegravir. Viren, die eine T66I/A-Substitution aufweisen, sind weiterhin empfindlich gegenüber Raltegravir, während die meisten anderen Elvitegravir-assoziierten Substitutionsmust r mit einer verminderten Empfindlichkeit gegenüber Raltegravir einhergehen. Mit Ausnahme von Y143C/R/H geht HIV-1 mit den primären Raltegravir-assoziierten Substitutionen T66K, Q148H/K/R oder N155H in der Integrase mit einer reduzierten Empfindlichkeit gegenüber Elvitegravir einher.

Bei vorbehandelten Patienten

länger

 

In einer Analyse von HIV-1-Isolaten von Pa ien en der Studie GS-US-183-0145, bei denen die

Therapie bis Woche 96 versagtnichthatte, wurde bei 23 der 86 Patienten mit auswertbaren genotypischen Daten aus gepaarten Isolaten zu Stud enbeginn und nach Therapieversagen von Elvitegravir die Entwicklung einer oder mehrerer pr märer Elvitegravir-Resistenz assoziierter Substitutionen

festgestellt (23/351 der mit Elvitegrav r behandelten Patienten, 6,6 %). Bei den HIV-1-Isolaten der

Patienten, die mit Raltegravir beha delt worden waren, zeigten sich ähnliche Raten der ArzneimittelResistenzentwicklung g g n Ra tegravir (26/351 der mit Raltegravir behandelten Patienten, 7,4 %).

Die häufigsten Subs i u ion n, die bei den HIV-1-Isolaten der mit Elvitegravir behandelten Patienten auftraten, waren d e Subs i utionen T66I/A (n = 8), E92Q/G (n = 7), T97A (n = 4), S147G (n = 4), Q148R (n = 4) und N155H (n = 5) in der Integrase. Bei phänotypischen Analysen von HIV-1-Isolaten mit Resistenzsubstitutionen von Patienten, die mit Elvitegravir behandelt worden waren, wiesen 14/20 (70 %) der Pat enten eine verminderte Empfindlichkeit gegenüber Elvitegravir und 12/20 (60 %) eine vermind rte Empfindlichkeit gegenüber Raltegravir auf.

Kli ische Erfahrung

Bei vorbehandelten Patienten mit HIV-1-Infektion

Die Wirksamkeit von Elvitegravir beruht hauptsächlich auf der Auswertung der Analysen der andomisierten, doppelt verblindeten, aktiv kontrollierten Studie GS-US-183-0145 an vorbehandelten HIV-1-infizierten Patienten (n = 702) über 96 Wochen.

In der Studie GS-US-183-0145 wurden die Patienten im Verhältnis 1:1 randomisiert und erhielten entweder Elvitegravir (150 mg oder 85 mg) einmal täglich oder Raltegravir 400 mg zweimal täglich, jeweils mit einer Hintergrundtherapie bestehend aus einem voll aktiven mit Ritonavir geboosterten Proteaseinhibitor (entweder Atazanavir, Darunavir, Fosamprenavir, Lopinavir oder Tipranavir) und einem zweiten Wirkstoff. Die Hintergrundtherapie wurde vom Prüfarzt aufgrund der genotypischen/phänotypischen Resistenztests und der antiretroviralen Vorbehandlung gewählt. Die Randomisierung wurde entsprechend der beim Screening ermittelten HIV-1-RNA-Last

(≤ 100.000 Kopien/ml oder > 100.000 Kopien/ml) und der Klasse des zweiten Wirkstoffs (NRTI oder andere Klassen) stratifiziert. Die virologische Ansprechrate wurde in beiden Behandlungsarmen untersucht. Das virologische Ansprechen war definiert als Erreichen einer Viruslast unterhalb der Nachweisgrenze (HIV-1-RNA < 50 Kopien/ml).

Die Merkmale zu Studienbeginn und die Behandlungsergebnisse über 96 Wochen in Studie GS-US-183-0145 sind in den Tabellen 4 bzw. 5 aufgeführt.

Tabelle 4: Demografische Daten und Krankheitsmerkmale zu Studienbeginn von antiretroviral vorbehandelten, HIV-1-infizierten Erwachsenen in Studie GS-US-183-0145

 

 

Elvitegravir +

Raltegravir +

 

 

 

Hintergrundtherapie

Hintergrundtherapie

 

 

 

n = 351

n = 351

 

 

Demografische Daten

 

 

 

 

 

Alter in Jahren; Median (Min.-

 

 

 

Max.)

(20-78)

(19-74)

 

 

Geschlecht

 

 

 

 

 

Männlich

83,2 %

80,9 %

 

 

Weiblich

16,8 %

19,1 %

 

 

Ethnische Zugehörigkeit

 

 

 

 

 

Kaukasisch

60,1 %

64,4 %

 

 

 

 

 

zugelassen

 

 

Farbig/Afroamerikanisch

35,6 %

32,2 %

 

 

Asiatisch

 

2,6 %

1,4 %

 

 

Andere

 

1,7 %

2,0 %

 

 

Krankheitsmerkmale zu Studienbeginn

 

 

 

 

Plasma-HIV-1-RNA,

 

4,35

4,42

 

 

log10 Kopien/ml; Median

(1,69-6,63)

(1,69-6,10)

 

 

(Spannweite)

 

länger

 

 

 

Anteil Patienten mit Viruslast

 

25,6

25,6

 

 

> 100.000 Kopien/ml in

 

 

 

 

 

Prozent

 

 

 

 

 

CD4-Zellen zu Studienbegin ;

 

227,0

215,0

 

 

Median (Spannweite);

(2,0-1.374,0)

(1,0-1.497,0)

 

 

Zellen/mm3

nicht

 

 

 

 

Anteil Patienten mit CD4-

 

44,4

44,9

 

 

Zellzahl ≤ 200 Zellen/mm3 in

 

 

 

 

 

Prozent

 

 

 

 

 

Genotypischer

 

 

 

 

 

Empfindl chke tsscore zu

 

 

 

 

 

Studi nb g nna

 

 

 

 

 

 

1 %

< 1 %

 

 

 

14 %

15 %

 

 

 

81 %

83 %

 

 

 

3 %

2 %

 

 

Arzneimittel

 

 

 

 

a Die genotypischen Empfindlichkeitsscores wurden als Summe der Arzneimittelempfindlichkeitsscores (1 = empfindlich; 0 = verminderte Empfindlichkeit) sämtlicher Arzneimittel der Hintergrundtherapie berechnet.

Tabelle 5: Virologische Ergebnisse der randomisierten Behandlung in Studie GS-US-183-0145 nach Woche 48 und 96 („Snapshot-Analyse“)a

 

Woche 48

 

Woche 96

 

Elvitegravir

Raltegravir

 

Elvitegravir

Raltegravir

 

 

+ Hinter-

+ Hinter-

 

+ Hinter-

+ Hinter-

 

grundtherapie

grundtherapie

grundtherapie

grundtherapie

 

n = 351

n = 351

 

n = 351

n = 351

Virologischer Erfolg

60 %

58 %

 

52 %

53 %

 

HIV-1-RNA

 

 

 

 

 

 

< 50 Kopien/ml

 

 

 

 

 

 

Unterschied zwischen

2,2 % (95%-KI = -5,0 %; 9,3 %)

-0,5 % (95%-KI

= -7,9 %; 6,8 %)

 

Behandlungsgruppen

 

 

 

 

 

 

Virologisches Versagenb

33 %

32 %

 

36 %

31 %

 

Keine virologischen

7 %

11 %

 

12 %

16 %

 

Daten im Woche-48-

 

 

 

 

 

 

oder

 

 

 

 

 

 

Woche-96-Zeitfenster

 

 

 

 

 

 

Studienmedikation

2 %

5 %

 

3 %

7 %

 

wegen unerwünschter

 

 

 

zugelassen

 

Ereignisse oder Tod

 

 

 

 

abgesetztc

 

 

 

 

Studienmedikation aus

4 %

5 %

 

8 %

9 %

 

anderen Gründen

 

 

 

 

 

 

abgesetzt und letzter

 

 

 

 

 

 

verfügbarer

 

 

 

 

 

 

HIV-1-RNA-Wert

 

 

 

 

 

 

< 50 Kopien/mld

 

 

 

 

 

 

Keine Daten aus dem

1 %

1 %

 

1 %

1 %

 

Zeitfenster, aber weiter

 

länger

 

 

 

unter Studien-

 

 

 

 

 

 

medikation

 

 

 

 

 

 

a Das Woche-48-Zeitfenster reicht vonnichtTag 309 bis Tag 364 (einschließlich). Das Woche-96-Zeitfenster reicht von Tag 645 bis Tag 700 (einschließlich).

bUmfasst Patienten, die im Woche-48- oder Woche-96-Zeitfenster ≥ 50 Kopien/ml hatten oder wegen ausbleibender/nachlassender Wirksamkeit vorzeitig ausschieden oder zum Zeitpunkt der Änderung der

Hintergrundtherapie eine Virus ast von ≥ 50 Kopien/ml hatten oder aus anderen Gründen als unerwünschten Ereignissen, Tod oder ausbleibender/nachlass nder Wirksamkeit ausschieden und zum Zeitpunkt des Abbruchs eine Viruslast von

≥ 50 Kopien/ml ha en.

cUmfasst Patienten, d e wegen unerwünschter Ereignisse oder Tod irgendwann zwischen Tag 1 und dem Ende des Zeitfensters aussch eden, wenn dies dazu führte, dass für das jeweilige Zeitfenster keine virologischen Daten zur

Behandlung vorliegen.

dUmfasst Pat enten, die aus anderen Gründen als unerwünschten Ereignissen, Tod oder ausbleibender/nachlassender

ArzneimittelWirksamk t ausschieden, z. B. Einwilligung zurückgezogen, für Nachbeobachtung nicht verfügbar waren, usw.

Elvitegravir war im Vergleich zu Raltegravir hinsichtlich des Erreichens einer Viruslast von HIV-1-RNA < 50 Kopien/ml nicht unterlegen.

Unter den Patienten mit einem genotypischen Empfindlichkeitsscore ≤ 1 wiesen 76 % im Behandlungsarm unter Elvitegravir und 69 % im Behandlungsarm unter Raltegravir eine Viruslast von HIV-1-RNA < 50 Kopien/ml nach Woche 48 auf. Unter den Patienten mit einem genotypischen Empfindlichkeitsscore > 1 wiesen 57 % im Behandlungsarm unter Elvitegravir und 56 % im Behandlungsarm unter Raltegravir nach Woche 48 eine Viruslast von HIV-1-RNA < 50 Kopien/ml auf.

In der Studie GS-US-183-0145 betrug der mittlere Anstieg der CD4-Zellzahl gegenüber dem Ausgangswert nach 96 Wochen 205 Zellen/mm3 bei den mit Elvitegravir behandelten Patienten und 198 Zellen/mm3 bei den mit Raltegravir behandelten Patienten.

In der Studie GS-US-183-0145 zeigten Subgruppenanalysen nach den gleichzeitig angewendeten Proteaseinhibitoren nach Woche 48 und 96 für Elvitegravir und Raltegravir in den einzelnen Proteaseinhibitorsubgruppen ähnliche Raten in Bezug auf den virologischen Erfolg (HIV-1-RNA < 50 Kopien/ml) (Tabelle 6).

Tabelle 6: Virologischer Erfolg nach gleichzeitig angewendetem Proteaseinhibitor in Studie GS-US-183-0145 nach Woche 48 und 96 („Snapshot-Analyse“)

 

 

 

Elvitegravir versus

 

 

 

 

Raltegravir

 

HIV-1-RNA

Elvitegravir

Raltegravir

Prozentualer Unter chi d

 

< 50 Kopien/ml, n/N (%)

(n = 351)

(n = 351)

(95%-KI)a

 

Virologischer Erfolg nach

 

 

 

 

Woche 48

 

 

 

 

Darunavir/Ritonavir

126/202 (62,4 %)

122/207 (58,9 %)

3,4 % (-6,0 % bis 12,9 %)

 

Lopinavir/Ritonavir

39/68 (57,4 %)

37/68 (54,4 %)

2,9 % (-13,7 % bis 19,6 %)

 

Atazanavir/Ritonavir

34/61 (55,7 %)

28/51 (54,9 %)

0,8 % (-17,7 % bis 19,3 %)

 

Fosamprenavir/Ritonavir

8/14 (57,1 %)

10/18 (55,6 %)

1,6 % (-33,0 % bis 36,2 %)

 

Tipranavir/Ritonavir

3/6 (50,0 %)

5/7 (71,4 %)

-21,4 % (-73,6 % bis

 

 

 

 

30,7 %)

 

Virologischer Erfolg nach

 

 

zugelassen

 

Woche 96

 

 

 

 

 

 

 

Darunavir/Ritonavir

105/202 (52,0 %)

112/207 (54,1 %)

-2,1 % (-11,8 % bis 7,5 %)

 

Lopinavir/Ritonavir

36/68 (52,9 %)

37/68 (54,4 %)

-1,5 % (-18,2 % bis

 

 

 

 

15,3 %)

 

Atazanavir/Ritonavir

33/61 (54,1 %)

23/51 (45,1 %)

9,0 % (-9,5 % bis 27,5 %)

 

Fosamprenavir/Ritonavir

7/14 (50,0 %)

11/18 (61,1 %)

-11,1 % (-45,7 % bis

 

 

 

länger

23,4 %)

 

Tipranavir/Ritonavir

3/6 (50,0 %)

3/7 (42,9 %)

7,1 % (-47,1 % bis 61,4 %)

 

a Die prozentualen Unterschiede

zwischen den randomisierten

Behandlungsgruppen und

die dazugehörigen 95 %-KI

 

beruhen auf einer normalen Annäherung.

 

 

 

Wenn auch durch die geringe A nichtzahl an weiblichen Patienten in der Studie GS-US-183-0145 beschränkt, zeigte eine Subgruppe a alyse nach Geschlecht, dass die Raten in Bezug auf den Arzneimittelvirologischen Erfolg b i w ib ichen Patienten nach Woche 48 und 96 (HIV-1-RNA < 50 Kopien/ml)

im Elvitegravir-Behandlungsarm numerisch geringer waren als im Raltegravir-Behandlungsarm. Die virologischen Erfolgsra en nach Woche 48 für Elvitegravir und Raltegravir betrugen 47,5 % (28/59) bzw. 62,7% (42/67) (Un erschied: -12,3 % [95%-KI: -30,1 % bis 5,5 %]) für weibliche Patienten und 62,3 % (182/292) bzw. 56,3 % (160/284) (Unterschied: 5,3 % [95%-KI: -2,5 % bis 13,2 %]) für männliche Pat enten. Die virologischen Erfolgsraten nach Woche 96 für Elvitegravir und Raltegravir betrug n 39,0 % (23/59) bzw. 52,2 % (35/67) (Unterschied: -8,4 % [95%-KI: -26,1 % bis 9,2 %]) für weibliche Pati nten und 55,1 % (161/292) bzw. 53,2 % (151/284) (Unterschied: 1,5 %

[95%-KI: -6,5 % bis 9,6 %]) für männliche Patienten.

Kinder und Jugendliche

Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Elvitegravir eine Zurückstellung von der Verpflichtung zur Vorlage von Ergebnissen zu Studien in einer oder mehreren pädiatrischen Altersklassen bei der Behandlung von HIV-1-Infektion gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Nach oraler Anwendung von mit Ritonavir geboostertem Elvitegravir zum Essen bei HIV-1-infizierten Patienten wurde der Spitzen-Plasmaspiegel von Elvitegravir 4 Stunden nach der

Einnahme gemessen. Die mittlere Cmax, AUCtau und Ctrough (Mittelwert ± SA) von Elvitegravir im Steady-State nach Mehrfachdosierung von Elvitegravir plus einem mit Ritonavir geboosterten

Proteaseinhibitor (150 mg Elvitegravir mit Darunavir oder Fosamprenavir; 85 mg Elvitegravir mit

Atazanavir oder Lopinavir) bei HIV-1-infizierten Patienten betrugen 1,4 ± 0,39 µg/ml,

Verglichen mit dem Nüchternzustand bewirkte die Einnahme von geboostertem Elvitegravir in d r Fixkombination aus 150 mg Elvitegravir/150 mg Cobicistat/200 mg Emtricitabin/245 mg

Tenofovirdisoproxilfumarat zu einer leichten Mahlzeit (ungefähr 373 kcal; 20 % Fett) oder zu einer fettreichen Mahlzeit (ungefähr 800 kcal, 50 % Fett) eine höhere systemische Verfügb rkeit von

Elvitegravir. Die Cmax und AUCtau von Elvitegravir stiegen bei einer leichten Mahlzeit um 22 % bzw. 36 %, bei einer fettreichen Mahlzeit um 56 % bzw. 91 %.

18 ± 6,8 µg•h/ml bzw. 0,38 ± 0,22 µg/ml. Die absolute orale Bioverfügbarkeitzugelassenwurde nicht bestimmt.

Verteilung

Elvitegravir wird zu 98-99 % an humane Plasmaproteine gebunden; diese Bind ng ist über den Bereich von 1,0 ng/ml bis 1,6 µg/ml unabhängig von der Wirkstoffkon entration. Das mittlere Verhältnis der Wirkstoffkonzentrationen in Plasmalängerund Blut bet ägt 1,37.

Biotransformation

Elvitegravir wird oxidativ durch CYP3A metabolisiert (Hauptabbauweg) und durch

UGT1A1/3-Enzyme glucuronidiert (Nebenabbauweg).

Ritonavir hemmt CYP3A und führt dadurch zu einer erheblich erhöhten Plasmakonzentration von Elvitegravir. Die Anwendung von Ritonavir einmal t glich (20-200 mg) führt nach wiederholter einmal täglicher Gabe zu einernichterhöhten Elvi egravir-Exposition, wobei diese bei ungefähr 100 mg Ritonavir ein Plateau erreicht. Weitere Er ö ungen der Ritonavir-Dosis führen nicht zu einem weiteren Anstieg der Elvitegravir-Expos tion. Die Anwendung von Vitekta ist nur dann angezeigt, wenn es gleichzeitig mit Ritonav r als Booster angewendet wird.

Die mittlere Exposition von icht-geboostertem Elvitegravir im Steady State (AUC ) ist nach

Arzneimitteltau

Mehrfachdosierung ca. 20 % ni driger als nach einer Einzeldosis, was auf eine mittelstarke Selbstinduktion seines Abbaus hinweist. Nach Boostern mit Ritonavir (100 mg) wird eine Nettohemmung des Elv gravir-Metabolismus beobachtet mit signifikant erhöhten systemischen Expositionen (20-fach größere AUC), hohen Talkonzentrationen und längeren medianen Eliminationshalbwertszeiten (9,5 Stunden gegenüber 3,5 Stunden).

Nach oral r Anwendung einer Einzeldosis von mit Ritonavir geboostertem [14C]-Elvitegravir war Elvit gravir das vorherrschende Molekül im Plasma; hierauf entfielen ungefähr 94 % bzw. 61 % der zirkuliere den Radioaktivität nach 32 bzw. 48 Stunden. Durch aromatische und aliphatische Hydroxylierung oder Glucuronidierung entstandene Metaboliten liegen in sehr geringen Mengen vor und tragen nicht zur antiviralen Gesamtaktivität von Elvitegravir bei.

Elimination

Nach oraler Anwendung von mit Ritonavir geboostertem [14C]-Elvitegravir wurden 94,8 % der Dosis mit der Fäzes ausgeschieden; dies deckt sich mit der hepatobiliären Elimination von Elvitegravir. 6,7 % der angewendeten Dosis wurden als Metaboliten mit dem Urin ausgeschieden. Die terminale Plasma-Halbwertszeit von mit Ritonavir geboostertem Elvitegravir liegt im Median bei ca. 8,7 bis 13,7 Stunden.

Linearität/Nicht-Linearität

Die Elvitegravir-Exposition im Plasma ist nicht linear und unterproportional zur Dosis, wahrscheinlich aufgrund der durch die Löslichkeit begrenzten Resorption.

Ältere Patienten

Die Pharmakokinetik von Elvitegravir wurde bei älteren Patienten (über 65 Jahren) nicht vollständig untersucht.

Geschlecht

durchgeführt. Dabei wurden zwischen den Patienten mit schw Ni zugelassenenfunktionsstörung und

Es wurden keine klinisch bedeutsamen pharmakokinetischen Unterschiede auf Grund des Geschlechts für geboostertes Elvitegravir festgestellt.

Ethnische Zugehörigkeit

Es wurden keine klinisch bedeutsamen pharmakokinetischen Unterschiede auf Grund der ethni chen Zugehörigkeit für geboostertes Elvitegravir festgestellt.

Kinder und Jugendliche

Die Pharmakokinetik von Elvitegravir bei Kindern und Jugendlichen wurde nicht unt rsucht.

Nierenfunktionsstörung

Bei nicht mit HIV-1 infizierten Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstör ng (geschätzte Kreatinin-

Clearance unter 30 ml/min) wurde eine Studie zur Pharmakokinetik von geboostertem Elvitegravir gesunden Probanden keine klinisch bedeutsamenlängerUnterschi de hinsichtlich der Pharmakokinetik von

Elvitegravir festgestellt. Bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung ist keine Anpassung der Dosierung von Vitekta erforderlich.

Leberfunktionsstörung

Elvitegravir wird hauptsächlich über die Leber metabolisiert und ausgeschieden. Bei nicht mit HIV-1 infizierten Patienten mit mittelgradigernichtLeberfunk ionsstörung (Child-Pugh-Klasse B) wurde eine Studie zur Pharmakokinetik von gebooster em Elvitegravir durchgeführt. Dabei wurden zwischen den Patienten mit mittelgradiger Leberfunkt onsstörung und gesunden Probanden keine klinisch bedeutsamen Unterschiede hinsichtl h der Pharmakokinetik von Elvitegravir festgestellt. Bei Patienten mit leichter bis mittelgrad ger Leberfunktionsstörung ist keine Anpassung der Dosierung

von Vitekta erforderlich. Der Ei fluss einer schweren Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Klasse C) Arzneimittelauf die Pharmakokinetik von E vitegravir wurde bisher nicht untersucht.

Hepatitis-B- und/oder H pa itis-C-Koinfektion

Begrenzte Daten aus e ner populationspharmakokinetischen Analyse (n = 56) deuteten darauf hin, dass eine Hepatitis-B- und/oder -C-Infektion keinen klinisch relevanten Effekt auf die systemische Verfügbarke t von geboostertem Elvitegravir hat.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Basiere d auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, zur Toxizität bei wiederholter Gabe, zur Genotoxizität, zum kanzerogenen Potential und zur Reproduktions- und Entwicklungstoxizität lassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen. Die maximalen Elvitegravir-Dosen, die in den Entwicklungstoxizitätsstudien bei Ratten und Kaninchen untersucht wurden, entsprachen Expositionen, die etwa das 29-fache bzw. 0,2-fache der therapeutischen Exposition beim Menschen betragen.

Die Ergebnisse für Elvitegravir waren negativ in In-vitro-Tests zur bakteriellen Mutagenität (Ames- Test) und im In-vivo-Ratten-Mikronukleustest mit Dosen bis zu 2.000 mg/kg. In einem In-vitro-Test auf Chromosomenaberrationen war Elvitegravir mit metabolischer Aktivierung negativ; ohne Aktivierung war jedoch eine uneindeutige Reaktion zu beobachten.

Elvitegravir ergab in Langzeit-Karzinogenitätsstudien nach oraler Verabreichung an Mäusen und Ratten keinen Hinweis auf ein kanzerogenes Potential.

Der Wirkstoff Elvitegravir persistiert in der Umwelt.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

 

zugelassen

Talkum (E553b)

 

Tablettenkern

 

 

Croscarmellose-Natrium

 

 

Hyprolose

 

 

Lactose-Monohydrat

 

 

Magnesiumstearat (Ph.Eur.)

 

 

Mikrokristalline Cellulose

 

 

Natriumdodecylsulfat

 

 

Filmüberzug

 

 

Indigocarmin-Aluminiumsalz (E132)

 

 

Macrogol 3350 (E1521)

 

 

Poly(vinylalkohol) (partiell hydrolysiert) (E1203)

 

 

länger

 

Titandioxid (E171)

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E172)

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3Dauer der Haltbarkeit

4 Jahre.

 

6.4

Besondere Vorsichtsmaß ahmen für die Aufbewahrung

 

 

nicht

Für dieses Arzneimi l sind k ine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Flasche aus Polyethylen hoher Dichte (HDPE) mit kindergesichertem Verschluss, die

30 Filmtabl tt n enthält.

 

Packu

gsgröße: 1 Flasche zu 30 Filmtabletten.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Arzneimittel

 

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

7. INHABER DER ZULASSUNG

Gilead Sciences International Limited

Cambridge

CB21 6GT

Vereinigtes Königreich

8. ZULASSUNGSNUMMER(N)

EU/1/13/883/001

 

 

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 13. November 2013

 

10.

STAND DER INFORMATION

 

 

 

länger

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Inte netseiten der Europäischen

Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verfügbar.

zugelassen

Arzneimittel

nicht

 

 

 

Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung zu melden. Hinweise zur Meldung von Nebenwirkungen, siehe Abschnitt 4.8.

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Vitekta 150 mg Filmtabletten

 

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede Filmtablette enthält 150 mg Elvitegravir.

 

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: Jede Tablette enthält 10,9 mg Lactose ( s

Monohydrat).

 

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

zugelassen

Filmtablette (Tablette).

 

Grüne, dreieckige Filmtablette mit den Abmessungen 10,9 mm x 10,5 mm. Auf der einen Seite der Tablette ist „GSI“ aufgeprägt und auf der anderen Seite die Zahl „150“.

4.

KLINISCHE ANGABEN

länger

4.1

Anwendungsgebiete

Vitekta wird gleichzeitig mit einemnichtm t Ritonavir geboosterten Proteaseinhibitor und anderen antiretroviralen Wirkstoffen zur Beha dlung einer Infektion mit dem Humanen

Immundefizienzvirus 1 (HIV-1) bei Erwachsenen angewendet, bei denen HIV-1 keine Mutationen Arzneimittelaufweist, die bekannt rmaß n mit einer Resistenz gegen Elvitegravir assoziiert sind (siehe

Abschnitte 4.2 und 5.1).

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Die Therap e sollte nur durch einen Arzt eingeleitet werden, der in der Behandlung der HIV-Infektion erfahr n st.

Dosieru g

Vitekta muss in Kombination mit einem mit Ritonavir geboosterten Proteaseinhibitor angewendet we den.

Die Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation) des gleichzeitig angewendeten, mit Ritonavir geboosterten Proteaseinhibitors ist zu beachten.

Die empfohlene Dosis von Vitekta beträgt eine 85 mg-Tablette oder eine 150 mg-Tablette, die einmal täglich zum Essen eingenommen wird. Die Dosis von Vitekta richtet sich nach dem gleichzeitig angewendeten Proteaseinhibitor (siehe Tabelle 1 und Abschnitte 4.4 und 4.5). Bitte beachten Sie für die Anwendung der 85 mg-Tablette die Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation) von Vitekta 85 mg Filmtabletten.

Vitekta soll einmal täglich wie folgt angewendet werden:

-entweder zur selben Zeit wie ein einmal täglich angewendeter, mit Ritonavir geboosterter Proteaseinhibitor

-oder mit der ersten Dosis eines zweimal täglich angewendeten, mit Ritonavir geboosterten Proteaseinhibitors.

Tabelle 1: Empfohlene Dosierungsschemata

 

 

 

 

 

 

zugelassen

Dosis von Vitekta

Dosis des gleichzeitig angewendeten, mit Ritonavir geboosterten

 

 

Proteaseinhibitors

 

 

85 mg einmal täglich

Atazanavir 300 mg und Ritonavir 100 mg einmal täglich

 

 

 

 

 

 

 

Lopinavir 400 mg und Ritonavir 100 mg zweimal täglich

 

 

 

 

 

150 mg einmal täglich

Darunavir 600 mg und Ritonavir 100 mg zweimal täg ich

 

 

 

 

 

 

 

Fosamprenavir 700 mg und Ritonavir 100 mg zw imal täglich

 

 

 

 

 

Es liegen keine Daten vor, die eine Empfehlung zur Anwendung von Vitekta mit anderen als den in Tabelle 1 angegebenen Dosierungshäufigkeiten oder anderen HIV-1-Proteaseinhibitoren erlauben.

Versäumte Einnahme

Wird die Einnahme von Vitekta um bis zu 18 Stunden ge enüb r d r gewohnten Einnahmezeit versäumt, sollte die Einnahme zusammen mit Nahrung so bald wie möglich nachgeholt und das gewohnte Einnahmeschema fortgesetzt werden. Wird die Ei ahme von Vitekta um mehr als

18 Stunden versäumt und es fast Zeit für die nächste Dosis ist, sollte die versäumte Dosis nicht

nachgeholt und einfach das gewohnte Einnahmeschema fortgesetzt werden.

Wenn der Patient innerhalb von 1 Stunde nach derlängerEinnahme von Vitekta erbricht, sollte er eine

weitere Tablette einnehmen.

nicht

Besondere Patientengruppen

Ältere Patienten

 

Es liegen keine Daten vor, die ine Dosierungsempfehlung für Patienten im Alter von über 65 Jahren

erlauben (siehe Abschni 5.2).

 

ArzneimittelNierenfunktionsstörung

Bei Patienten t Nierenfunktionsstörung ist keine Dosisanpassung von Vitekta erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).

Leberfu ktionsstörung

Ei e Dosisanpassung von Vitekta bei Patienten mit einer leichten (Child-Pugh-Klasse A) oder mittelgradigen Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Klasse B) ist nicht erforderlich. Bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Klasse C) wurde Elvitegravir nicht untersucht (siehe

bschnitte 4.4 und 5.2).

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Elvitegravir bei Kindern im Alter von 0 bis unter 18 Jahren ist bisher noch nicht erwiesen (siehe Abschnitt 5.1). Es liegen keine Daten vor.

Art der Anwendung

Vitekta sollte einmal täglich zum Essen eingenommen werden (siehe Abschnitt 5.2). Die Filmtablette darf nicht zerkaut oder zerteilt werden.

4.3 Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

Die gleichzeitige Anwendung mit den folgenden Arzneimitteln, da sie potentiell zu einem Verlust des virologischen Ansprechens und einer Resistenzentwicklung führen kann (siehe Abschnitt 4.5):

Antikonvulsiva: Carbamazepin, Phenobarbital, Phenytoin

zugelassen

und/oder der gleichzeitig angewendeten Arzneimittel führen.

Antimykobakterielle Wirkstoffe: Rifampicin

 

Pflanzliche Arzneimittel: Johanniskraut (Hypericum perforatum)

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Allgemein

Obwohl es sich gezeigt hat, dass die erfolgreiche Virussuppression durch eine antiretrovir le Therapie das Risiko einer sexuellen Übertragung erheblich reduziert, kann ein Restrisiko nicht ausgeschlossen werden. Vorsichtsmaßnahmen zur Vermeidung der Übertragung sollten gemäß national r Richtlinien getroffen werden.

Die Anwendung von Vitekta mit anderen als den in Tabelle 1 angegebenen HIV-1-Proteaseinhibitoren

oder Dosierungshäufigkeiten kann zu unzureichenden oder erhöhten Plasmaspiegeln von Elvitegravir

Resistenz

länger

 

Elvitegravir-resistente Viren zeigen meist eine Kreuzresiste z e enüber dem Integrase-

Strangtransfer-Inhibitor Raltegravir (siehe Abschnitt 5.1).

 

nicht

Elvitegravir weist eine relativ niedrige gene ische Barriere gegenüber Resistenzen auf. Deshalb sollte Vitekta möglichst mit einem voll aktiven und mit Ritonavir geboosterten Proteaseinhibitor und einem anderen voll aktiven antiretroviralen Wirkstoff angewendet werden, um die Möglichkeit eines virologischen Versagens und einer Res stenzentwicklung zu minimieren (siehe Abschnitt 5.1).

Gleichzeitige Anwendung mit a deren Arzneimitteln

Elvitegravir wird vorwiegend durch CYP3A metabolisiert. Die gleichzeitige Anwendung von Vitekta Arzneimittelmit starken CYP3A-Induktor n (z. B. Johanniskraut [Hypericum perforatum], Rifampicin,

Carbamazepin, Phenobarbi al und Phenytoin) ist kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3 und 4.5). Die gleichzeitige Anwendung von Vitekta mit mittelstarken CYP3A-Induktoren (u. a. Efavirenz, Bosentan) wird n cht empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).

Da Vitekta gle chzeitig mit einem mit Ritonavir geboosterten Proteaseinhibitor angewendet werden muss, sollte d r verschreibende Arzt die Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels des gleichz itig angewendeten Proteaseinhibitors und von Ritonavir für die Beschreibung der

ko trai dizierten Arzneimittel und anderer signifikanter Arzneimittelwechselwirkungen, die zu potentiell lebensbedrohlichen Nebenwirkungen oder zu einem Verlust der therapeutischen Wirkung und einer Resistenzentwicklung führen können, heranziehen.

Es wurde gezeigt, dass Atazanavir/Ritonavir und Lopinavir/Ritonavir die Plasmakonzentration von Elvitegravir signifikant erhöhen (siehe Abschnitt 4.5). Bei Anwendung in Kombination mit Atazanavir/Ritonavir und Lopinavir/Ritonavir sollte die Dosis von Vitekta von 150 mg einmal täglich auf 85 mg einmal täglich verringert werden (siehe Abschnitt 4.2). Bitte beachten Sie die Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels von Vitekta 85 mg Filmtabletten.

Gleichzeitige Anwendung von Vitekta und verwandten Wirkstoffen: Vitekta muss in Kombination mit einem mit Ritonavir geboosterten Proteaseinhibitor angewendet werden. Vitekta darf nicht mit einem Proteaseinhibitor angewendet werden, der mit einem anderen Wirkstoff geboostert wird, da für diese

Kombinationen keine Dosierungsempfehlungen vorliegen. Das Boostern von Elvitegravir mit einem anderen Wirkstoff als Ritonavir kann zu nicht optimalen Plasmakonzentrationen von Elvitegravir und/oder des Proteaseinhibitors führen, was einen Verlust der therapeutischen Wirkung und eine Resistenzentwicklung nach sich ziehen kann.

Vitekta darf nicht in Kombination mit Arzneimitteln angewendet werden, die Elvitegravir oder andere pharmakokinetische Booster (Verstärker) als Ritonavir enthalten.

Vorschriften zur Kontrazeption

zugelassen

Patientinnen im gebärfähigen Alter sollten entweder ein hormonelles Kontrazeptivum mit mindeste s 30 µg Ethinylestradiol und mit Norgestimat als Gestagen oder eine andere zuverlässige Verhütungsmethode anwenden (siehe Abschnitte 4.5 und 4.6). Die gleichzeitige Anwendung von Elvitegravir und oralen Kontrazeptiva, die andere Gestagene als Norgestimat enthalten, wurde nicht untersucht und sollte daher vermieden werden.

Patientinnen, die Östrogene als Hormonsubstitutionstherapie anwenden, sollen klinisch uf Anzeichen von Östrogenmangel überwacht werden (siehe Abschnitt 4.5).

Opportunistische Infektionen

Patienten, die Vitekta oder eine andere antiretrovirale Therapie erhalten, können dennoch opportunistische Infektionen und sonstige Komplikationen einer HIV-Infektion entwickeln. Deshalb ist auch weiterhin eine engmaschige klinische Überwachung du ch Ä te, die in der Behandlung von Patienten mit Begleiterkrankungen einer HIV-Infektion erfahr n sind, e forderlich.

Für eine optimale Behandlung der HIV-Infek ionlängerbei Patienten mit Hepatitis-B-Koinfektion (HBV) sollten Ärzte die aktuellen Therapieleitlinien für die HIV-Therapie beachten.

HIV-infizierte Patienten mit Hepatitis-B- oder -C-Koinfektion

Patienten mit chronischer Hepatitis B oder C, die ei e a tiretrovirale Therapie erhalten, weisen ein erhöhtes Risiko für das Auftreten schwerwiegender, möglicherweise letal verlaufender hepatischer Nebenwirkungen auf.

Lebererkrankung

 

Bei Patienten mit schwerer Leberfu kt onsstörung (Child-Pugh-Klasse C) wurde Elvitegravir nicht

untersucht. Bei Patienten mit eichter (Child-Pugh-Klasse A) oder mittelgradiger

 

 

 

nicht

Leberfunktionsstörung (Chi d-Pugh-Klasse B) ist keine Anpassung der Dosierung von Vitekta

erforderlich (siehe Abschni te 4.2 und 5.2).

Bei Patienten m t vorbes ehender Leberfunktionsstörung, einschließlich einer chronischen aktiven

Hepatitis, ko

t es unter einer antiretroviralen Kombinationstherapie (ART) häufiger zu

Veränderungen der Leberfunktion. Diese Patienten müssen gemäß der üblichen Praxis überwacht

werd n. Z

g n diese Patienten Anzeichen einer Verschlimmerung der Lebererkrankung, muss eine

Therapi u

t rbrechung oder ein Therapieabbruch erwogen werden.

Arzneimittel

Gewicht u d metabolische Parameter

Während einer antiretroviralen Therapie können eine Gewichtszunahme und ein Anstieg der Blutlipid- und Blutglukosewerte auftreten. Diese Veränderungen können teilweise mit dem verbesserten Gesundheitszustand und dem Lebensstil zusammenhängen. In einigen Fällen ist ein Einfluss der Behandlung auf die Blutlipidwerte erwiesen, während es für die Gewichtszunahme keinen klaren Nachweis eines Zusammenhangs mit einer bestimmten Behandlung gibt. Für die Überwachung der Blutlipid- und Blutglukosewerte wird auf die anerkannten HIV-Therapierichtlinien verwiesen. Die Behandlung von Lipidstörungen sollte nach klinischem Ermessen erfolgen.

Immun-Reaktivierungs-Syndrom

Bei HIV-infizierten Patienten mit schwerem Immundefekt kann sich zum Zeitpunkt der Einleitung einer ART eine entzündliche Reaktion auf asymptomatische oder residuale opportunistische

Infektionen entwickeln, die zu schweren klinischen Verläufen oder Verschlechterung von Symptomen führt. Typischerweise wurden solche Reaktionen innerhalb der ersten Wochen oder Monate nach Beginn der ART beobachtet. Entsprechende Beispiele sind CMV-Retinitis, disseminierte und/oder lokalisierte mykobakterielle Infektionen und Pneumocystis-jirovecii-Pneumonie. Jedes Entzündungssymptom ist zu bewerten; falls notwendig ist eine Behandlung einzuleiten.

Es liegen auch Berichte über Autoimmunerkrankungen (wie z. B. Morbus Basedow) vor, die im

Rahmen einer Immun-Reaktivierung auftraten; allerdings ist der Zeitpunkt des Auftretens sehr

variabel und diese Ereignisse können viele Monate nach Beginn der Behandlung auftreten.

Osteonekrose

zugelassen

 

Obwohl eine multifaktorielle Ätiologie angenommen wird (darunter Anwendung von

Kortikosteroiden, Alkoholkonsum, schwere Immunsuppression, höherer Body-Mass-Index), wurden Fälle von Osteonekrose insbesondere bei Patienten mit fortgeschrittener HIV-Erkrankung und/oder Langzeitanwendung einer ART berichtet. Die Patienten sind darauf hinzuweisen, bei Auftreten von Gelenkbeschwerden und -schmerzen, Gelenksteife oder Schwierigkeiten bei Bewegungen den Arzt aufzusuchen.

Sonstige Bestandteile

Vitekta enthält Lactose. Aus diesem Grund sollten Patienten mit der seltenen hereditären Galactose- Intoleranz, Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

Elvitegravir wird vorwiegendnichtdurch CYP3A me abolängerisiert (siehe Abschnitt 5.2). Von Arzneimitteln, die starke bzw. mittelstarke Induktoren von CYP3A sind (d. h. die zur Steigerung der Substrat- Clearance auf mehr als das Fünffache bzw. auf das Zwei- bis Fünffache führen), ist zu erwarten, dass sie eine Herabsetzung der Plasmakonzentration von Elvitegravir bewirken.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen wurden ur bei Erwachsenen durchgeführt.

Wechselwirkungen mit CYP3A-Induktoren

Die gleichzeitige Anwendung ist ko tra ndiziert

Die gleichzeitige Anwendung von Vitekta mit Arzneimitteln, die starke Induktoren von CYP3A sind, Arzneimittelist kontraindiziert, da die zu rwartende Herabsetzung der Plasmakonzentration von Elvitegravir zu

einem Verlust der therap u ischen Wirkung und einer Resistenzentwicklung gegen Elvitegravir führen kann (siehe Abschn 4.3).

Die gleichzeitige Anwendung wird nicht empfohlen

Die gleichze t ge Anwendung von Vitekta mit Arzneimitteln, die mittelstarke Induktoren von CYP3A sind (u. a. Efav renz, Bosentan), wird nicht empfohlen, da die zu erwartende Herabsetzung der Plasmako z ntration von Elvitegravir zu einem Verlust der therapeutischen Wirkung und einer Resiste ze twicklung gegen Elvitegravir führen kann (siehe Abschnitt 4.4).

Wechselwirkungen, die eine Dosisanpassung von Vitekta erfordern

Elvitegravir wird oxidativ durch CYP3A metabolisiert (Hauptabbauweg) und durch UGT1A1/3-Enzyme glucuronidiert (Nebenabbauweg). Die gleichzeitige Anwendung von Vitekta mit Arzneimitteln, die starke Inhibitoren von UGT1A1/3 sind, kann zu einer erhöhten Plasmakonzentration von Elvitegravir führen und Dosisanpassungen erforderlich machen. Es wurde beispielsweise gezeigt, dass Atazanavir/Ritonavir und Lopinavir/Ritonavir (starke UGT1A1/3- Inhibitoren) die Plasmakonzentration von Elvitegravir signifikant erhöhen (siehe Tabelle 2). Folglich sollte bei Anwendung in Kombination mit Atazanavir/Ritonavir und Lopinavir/Ritonavir die Dosis von Vitekta von 150 mg einmal täglich auf 85 mg einmal täglich verringert werden (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4). Bitte beachten Sie die Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels von Vitekta 85 mg Filmtabletten.

Weitere Wechselwirkungen

Elvitegravir ist ein mittelstarker Induktor und hat das Potential, CYP2C9 und/oder induzierbare UGT-Enzyme zu induzieren. Elvitegravir kann daher eine Verringerung der Plasmakonzentrationen von CYP2C9-Substraten (wie z. B. Warfarin) oder UGT-Substraten (wie z. B. Ethinylestradiol)

verursachen. Darüber hinaus haben In-vitro-Studien gezeigt, dass Elvitegravir ein schwacher bis

mittelstarker Induktor von CYP1A2-, CYP2C19- und CYP3A-Enzymen ist. Elvitegravir hat auch das

Potential, ein schwacher bis mittelstarker Induktor von CYP2B6- und CYP2C8-Enzymen zu sein, da

diese Enzyme in ähnlicher Weise wie CYP2C9 und CYP3A reguliert werden. Klinische Daten haben

Verlusts der therapeutischen Wirkung.

zugelassen

jedoch gezeigt, dass es keine klinisch relevanten Veränderungen hinsichtlich der Exposition gegenüber Methadon (das vorwiegend über CYP2B6 und CYP2C19 metabolisiert wird) nach gleichzeitiger Anwendung mit geboostertem Elvitegravir im Vergleich zur Anwendung von Methadon allein gibt (siehe Tabelle 2).

In vitro ist Elvitegravir ein Substrat von OATP1B1 und OATP1B3 sowie ein Inhibitor von OATP1B3. Die Relevanz dieser Wechselwirkungen in vivo ist unklar.

Wechselwirkungen zwischen Elvitegravir und möglicherweise gleichzeitig an w nd t n Arzneimitteln sind in der nachstehenden Tabelle 2 aufgeführt, wobei „↑“ einen Anstieg bedeutet, „↓“ eine Abnahme und „↔“ keine Veränderung. Die Angaben basieren entweder a f

Wechselwirkungsstudien oder auf prognostizierten Wechselwirkungen a fgr nd des zu erwartenden

länger

Ausmaßes der Interaktion sowie des Potentials für schwerwiegende une wünschte Ereignisse oder des

Bei der Untersuchung der Wechselwirkungen wurden die Auswirkungen auf Vitekta durch den

Vergleich der Pharmakokinetik von geboostertem Elvite

ravir (entweder mit Ritonavir oder mit

Cobicistat als pharmakokinetischem Booster) in Abwese

heit und in Anwesenheit des jeweiligen

gleichzeitig angewendeten Arzneimittels ermitte t. Wechselwirkungen mit nicht-geboostertem Elvitegravir wurden nicht untersucht. Sofern in Tabe e 2 nicht anders angegeben, war die Dosis von geboostertem Elvitegravir odernichtdes gleichzei ig angewendeten Arzneimittels bei alleiniger Anwendung oder in Kombination gleich. Die p armakokinetischen Parameter der in Tabelle 2 aufgeführten Proteaseinhibitoren wurden in Anwesenheit von Ritonavir erhoben.

Auch wenn es zwischen einem Arz e m ttel und Elvitegravir keine tatsächlichen oder

prognostizierten Wechselwirku gen gibt, kann es zwischen dem Arzneimittel und Ritonavir und/oder Arzneimitteldem gleichzeitig mit Elvit gravir angewendeten Proteaseinhibitor zu Wechselwirkungen kommen.

Der verschreibende Arzt soll st ts die Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels von Ritonavir und des Pro as inhibitors beachten.

Tabelle 2: Wechselwirkungen zwischen Elvitegravir und anderen Arzneimitteln

 

Arzneimittel nach

 

Auswirkungen auf die

Empfehlung zur gleichzeitigen

 

 

Anwendungsgebieten

 

Wirkstoffkonzentration

Anwendung mit Ritonavir-

 

 

 

 

Mittlere prozentuale

geboostertem Elvitegravir

 

 

 

 

Veränderung der AUC, Cmax,

 

 

 

 

 

 

Cmin

 

 

 

ANTIRETROVIRALE WIRKSTOFFE

 

 

 

 

HIV-Proteaseinhibitoren

 

 

 

zugelassen

 

täglich)

 

AUC: ↔*

 

 

Atazanavir (300 mg einmal

 

Es wurde gezeigt, dass

Bei Anwendung in Kombination

 

täglich)

 

Atazanavir/Ritonavir die

mit Atazanavir sollte die Dosis

 

Elvitegravir (200 mg einmal

 

Plasmakonzentration von

von Vitekta 85 mg einmal

 

täglich)

 

Elvitegravir signifikant erhöhen.

täglich betragen. Bei

 

Ritonavir (100 mg einmal täglich)

 

Elvitegravir:

 

Anwendung in Kombination mit

 

 

 

 

Vitekta beträgt die empfohlene

 

 

 

AUC: ↑ 100 %

Dosis von Atazanavir 300 mg

 

 

 

Cmax: ↑ 85 %

 

zusammen mit Riton vir

 

 

 

Cmin: ↑ 188 %

 

100 mg, je einmal täg ich.

 

 

 

Atazanavir:

 

Es liegen keine Daten für eine

 

 

 

AUC: ↔

 

Dosier n sempfehlung bei

 

 

 

Cmax: ↔

 

gleich eitiger Anwendung mit

 

 

 

Cmin: ↓ 35 %

länger

anderen Dosen von Atazanavir

 

Atazanavir (300 mg einmal

 

Elvitegravir:

 

vor (siehe Abschnitt 4.2).

 

Elvitegravir (85 mg einmal täglich)

 

Cmax: ↔*

 

 

 

 

Ritonavir (100 mg einmal täglich)

 

Cmin: ↑ 38 %*

 

 

 

 

 

 

Atazanavir:

 

 

 

 

 

 

AUC: ↔**

 

 

 

 

 

 

Cmax: ↔**

 

 

 

 

 

 

Cmin: ↔**

 

 

 

 

 

 

nicht

 

 

 

 

 

*verglic en mit

 

 

 

 

 

Elv tegravir/Ritonavir

 

 

 

 

 

150/100 mg einmal täglich.

 

 

 

Arzneimitteltäglich)

 

**verglichen mit

einmal täglich betragen.

 

 

Cmin: ↔

 

 

 

 

Atazanavir/Ritonavir

 

 

 

 

 

300/100 mg einmal täglich.

 

 

 

Darunavir (600 mg zweimal

 

Elvitegravir:

 

Bei Anwendung in Kombination

 

 

täglich)

 

AUC: ↔

 

mit Darunavir sollte die Dosis

 

Elvitegravir (125 mg e nmal

 

Cmax: ↔

 

von Vitekta 150 mg einmal

 

täglich)

 

Cmin: ↔

 

täglich betragen.

 

Ritonavir (100 g zwei al

 

Darunavir:

 

Es liegen keine Daten für eine

 

täglich)

 

 

 

 

 

AUC: ↔

 

Dosierungsempfehlung bei

 

 

 

Cmax: ↔

 

gleichzeitiger Anwendung mit

 

 

 

Cmin: ↓ 17 %

 

anderen Dosen von Darunavir

 

 

 

 

 

vor (siehe Abschnitt 4.2).

 

Fosamprenavir (700 mg zweimal

 

Elvitegravir:

 

Bei Anwendung in Kombination

 

 

täglich)

 

AUC: ↔

 

mit Fosamprenavir sollte die

 

Elvitegravir (125 mg einmal

 

Cmax: ↔

 

Dosis von Vitekta 150 mg

 

Ritonavir (100 mg zweimal

 

Fosamprenavir:

Es liegen keine Daten für eine

 

täglich)

 

 

 

 

AUC: ↔

 

Dosierungsempfehlung bei

 

 

 

Cmax: ↔

 

gleichzeitiger Anwendung mit

 

 

 

Cmin: ↔

 

anderen Dosen von

 

 

 

 

 

Fosamprenavir vor (siehe

 

 

 

 

 

Abschnitt 4.2).

 

Abacavir: AUC: ↔ Cmax: ↔

 

Lopinavir/Ritonavir (400/100 mg

 

Es wurde gezeigt, dass

Bei Anwendung in Kombination

 

 

zweimal täglich)

 

Lopinavir/Ritonavir die

mit Lopinavir/Ritonavir sollte

 

 

Elvitegravir (125 mg einmal

 

Plasmakonzentration von

die Dosis von Vitekta 85 mg

 

 

täglich)

 

Elvitegravir signifikant erhöhen.

einmal täglich betragen.

 

 

 

 

Elvitegravir:

 

Es liegen keine Daten für eine

 

 

 

 

AUC: ↑ 75 %

 

Dosierungsempfehlung bei

 

 

 

 

Cmax: ↑ 52 %

 

gleichzeitiger Anwendung mit

 

 

 

 

Cmin: ↑ 138 %

 

anderen Dosen von

 

 

 

 

Lopinavir:

 

Lopinavir/Ritonavir vor (siehe

 

 

 

 

 

Abschnitt 4.2).

 

 

 

 

AUC: ↔

 

 

 

 

 

 

Cmax: ↔

 

 

 

 

 

 

Cmin: ↓ 8 %

 

 

 

 

Tipranavir (500 mg zweimal

 

Elvitegravir:

 

Aufgrund unzureichender

 

 

täglich)

 

AUC: ↔

 

klinischer Daten wird die

 

 

Elvitegravir (200 mg einmal

 

Cmax: ↔

 

Kombination von E vitegr vir

 

 

täglich)

 

Cmin: ↔

 

und Tipranavir nicht mpfohlen

 

 

Ritonavir (200 mg zweimal

 

 

 

(siehe Abschnitt 4.2).

 

 

täglich)

 

Tipranavir:

 

 

 

 

 

 

AUC: ↔

 

 

 

 

 

 

Cmax: ↔

 

 

 

 

 

 

Cmin: ↓ 11 %

 

 

 

 

NRTI

 

 

 

 

 

 

Didanosin (400 mg einmal täglich)

 

Elvitegravir:

 

Da Didanosin auf leeren Magen

 

 

Elvitegravir (200 mg einmal

 

AUC: ↔

länger

zugelassen

 

 

ingenommen wird, sollte

 

täglich)

 

Cmax: ↔

Didanosin mindestens eine

 

Ritonavir (100 mg einmal täglich)

 

Cmin: ↔

Stunde vor oder zwei Stunden

 

 

 

Didanosin:

nach Vitekta (das zum Essen

 

 

 

eingenommen wird)

 

 

 

AUC: ↓ 14 %

eingenommen werden. Eine

 

 

 

Cmax: ↓ 16 %

klinische Überwachung wird

 

 

 

 

empfohlen.

 

 

Zidovudin (300 mg zweimal

 

Elvitegravir:

 

Bei gleichzeitiger Anwendung

 

täglich)

 

AUC: ↔

 

von Vitekta und Zidovudin ist

 

Elvitegravir (200 mg einmal

 

Cmax: ↔

 

keine Dosisanpassung

 

täglich)

 

Cm : ↔

 

erforderlich.

 

Ritonavir (100 mg einmal täg ich)

 

Zidovudin:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

nicht

 

 

 

 

 

 

AUC: ↔

 

 

 

 

 

 

Cmax: ↔

 

 

 

 

Stavudin (40 mg e nmal äglich)

 

Elvitegravir:

 

Bei gleichzeitiger Anwendung

 

 

Elvitegravir (200 mg e nmal

 

AUC: ↔

 

von Vitekta und Stavudin ist

 

täglich)

 

Cmax: ↔

 

keine Dosisanpassung

 

Ritonavir (100 g ein al täglich)

 

Cmin: ↔

 

erforderlich.

 

 

 

Stavudin:

 

 

 

 

 

 

AUC: ↔

 

 

 

 

 

 

Cmax: ↔

 

 

 

 

Abacavir (600 mg einmal täglich)

 

Elvitegravir:

 

Bei gleichzeitiger Anwendung

 

 

Elvitegravir (200 mg einmal

 

AUC: ↔

 

von Vitekta und Abacavir ist

 

täglich)

 

Cmax: ↔

 

keine Dosisanpassung

 

Ritonavir (100 mg einmal täglich)

 

Cmin: ↔

 

erforderlich.

 

Arzneimittel

 

 

 

 

Tenofovirdisoproxilfumarat

Elvitegravir:

Bei gleichzeitiger Anwendung

(300 mg einmal täglich)

AUC: ↔

von Vitekta und

Emtricitabin (200 mg einmal

Cmax: ↔

Tenofovirdisoproxilfumarat

täglich)

Cmin: ↔

oder Emtricitabin ist keine

Elvitegravir (50 mg einmal täglich)

Tenofovir:

Dosisanpassung erforderlich.

Ritonavir (100 mg einmal täglich)

 

 

AUC: ↔

 

 

Cmax: ↔

 

 

Cmin: ↔

 

 

 

Emtricitabin:

 

zugelassen

 

 

 

 

 

 

 

AUC: ↔

 

 

 

 

 

Cmax: ↔

 

 

 

 

 

Cmin: ↔

 

 

 

 

NNRTI

 

 

 

 

 

Efavirenz

Wechselwirkungen mit

Die gleichzeitige Anwendung

 

 

 

Elvitegravir wurden nicht

wird nicht empfoh en (siehe

 

 

untersucht.

 

Abschnitt 4.4).

 

 

Es ist zu erwarten, dass die

 

 

 

 

gleichzeitige Anwendung von

 

 

 

 

Efavirenz und Elvitegravir die

 

 

 

 

Plasmakonzentration von

 

 

 

 

Elvitegravir verringert, was zu

 

 

 

 

 

länger

 

 

 

 

einem Verlust der

 

 

 

 

therapeutischen Wirkung und

 

 

 

 

einer Resistenzentwicklung

 

 

 

 

führen kann.

 

 

 

 

Etravirin (200 mg zweimal täglich)

Elvitegravir:

 

Bei gleichzeitiger Anwendung

 

 

Elvitegravir (150 mg einmal

AUC: ↔

 

von Vitekta und Etravirin ist

 

täglich)

Cmax: ↔

 

keine Dosisanpassung

 

Ritonavir (100 mg einmal täglich)

Cmin: ↔

 

erforderlich.

 

 

nicht

 

 

 

 

 

Etravirin:

 

 

 

 

 

AUC: ↔

 

 

 

 

 

Cmax: ↔

 

 

 

 

 

Cm : ↔

 

 

 

 

Nevirapin

Wechselwirkungen mit

Die gleichzeitige Anwendung

 

Arzneimittel

Elvitegravir wurden nicht

wird nicht empfohlen (siehe

 

 

 

 

untersucht.

 

Abschnitt 4.4).

 

 

Es ist zu erwarten, dass die

 

 

 

 

gleichzeitige Anwendung von

 

 

 

 

Nevirapin und Elvitegravir die

 

 

 

 

Plasmakonzentration von

 

 

 

 

Elvitegravir verringert, was zu

 

 

 

 

einem Verlust der

 

 

 

 

therapeutischen Wirkung und

 

 

 

 

einer Resistenzentwicklung

 

 

 

 

führen kann.

 

 

 

 

Rilpivirin

Wechselwirkungen mit

Es ist nicht zu erwarten, dass die

 

 

 

Elvitegravir wurden nicht

gleichzeitige Anwendung von

 

 

untersucht.

 

Elvitegravir und Rilpivirin zu

 

 

 

 

einer Änderung der

 

 

 

 

Plasmakonzentration von

 

 

 

 

Elvitegravir führt. Eine

 

 

 

 

Dosisanpassung von Vitekta ist

 

 

 

 

daher nicht erforderlich.

 

 

CCR5-Antagonisten

 

 

 

 

 

 

 

Maraviroc (150 mg zweimal

 

Elvitegravir:

 

Bei gleichzeitiger Anwendung

 

 

täglich)

 

AUC: ↔

 

von Vitekta und Maraviroc ist

 

 

Elvitegravir (150 mg einmal

 

Cmax: ↔

 

keine Dosisanpassung

 

 

täglich)

 

Cmin: ↔

 

erforderlich.

 

 

Ritonavir (100 mg einmal täglich)

 

Maraviroc:§

 

§Aufgrund der

 

 

 

 

 

 

 

 

 

AUC: ↑ 186 %

 

CYP3A-Hemmung durch

 

 

 

 

Cmax: ↑ 115 %

 

Ritonavir ist die

 

 

 

 

Cmin: ↑ 323 %

 

Maraviroc-Exposition

 

 

 

 

 

 

signifikant erhöht.

 

 

ANTAZIDA

 

 

 

 

 

 

 

Magnesium-/Aluminiumhaltige

 

Elvitegravir (bei Einnahme der

Die Plasmakonzentration von

 

 

antazide Suspension (20 ml

 

antaziden Suspension mit

Elvitegravir ist bei gleichzeitiger

 

 

Einzeldosis)

 

± 4 Stunden Abstand zur

Anwendung von Antazida

 

 

Elvitegravir (50 mg einmal täglich)

 

Anwendung von Elvitegravir):

infolge lokaler Komplexbildung

 

 

Ritonavir (100 mg einmal täglich)

 

AUC: ↔

 

im Gastrointestina tr kt und

 

 

 

 

Cmax: ↔

 

nicht aufgrund von

 

 

 

 

Cmin: ↔

 

Veränderungen d s gastrischen

 

 

 

 

Elvitegravir (bei gleichzeitiger

pH-Werts verrin rt. Es wird

 

 

 

 

empfohlen, Vitekta und

 

 

 

 

Anwendung mit einem

Anta ida mit mindestens

 

 

 

 

Antazidum):

 

4 Stunden Abstand

 

 

 

 

AUC: ↓ 45 %

 

ein unehmen.

 

 

 

 

Cmax: ↓ 47 %

 

 

zugelassen

 

 

 

Cmin: ↓ 41 %

 

 

 

NAHRUNGSERGÄNZUNGSMITTEL

 

 

 

 

 

Multivitaminpräparate

 

Wechselwirkungen mit

Da bei gleichzeitiger

 

 

 

 

Elvitegravir wurden icht

Anwendung mit

 

 

 

untersucht.

länger

Multivitaminpräparaten der

 

 

 

 

Effekt einer kationischen

 

 

 

 

Komplexbildung durch

 

 

 

 

Elvitegravir nicht

 

 

 

 

ausgeschlossen werden kann,

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

wird empfohlen, Vitekta und

 

 

 

 

 

Multivitaminpräparate mit

 

 

 

 

 

mindestens 4 Stunden Abstand

 

 

 

 

 

einzunehmen.

 

NARKOTISCHE ANALGETIKA

nicht

 

 

 

 

 

Methadon (80-120 mg einmal

 

Elvitegravir:

 

Bei gleichzeitiger Anwendung

 

täglich)

 

AUC: ↔

 

von Vitekta und Methadon ist

 

Elvitegravir (150 mg e nmal

 

Cmax: ↔

 

keine Dosisanpassung

 

täglich)

 

Cmin: ↔

 

erforderlich.

 

Cobicistat (150 g ein al täglich)

 

Methadon:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

AUC: ↔

 

 

 

 

 

 

 

Cmax: ↔

 

 

 

 

 

 

 

Cmin: ↔

 

 

 

 

 

Bupre orphin/Naloxon (16/4 mg

 

Elvitegravir:

 

Bei gleichzeitiger Anwendung

 

 

bis 24/6 mg täglich)

 

AUC: ↔

 

von Vitekta und

 

Elvitegravir (150 mg einmal

 

Cmax: ↔

 

Buprenorphin/Naloxon ist keine

 

täglich)

 

Cmin: ↔

 

Dosisanpassung erforderlich.

 

Cobicistat (150 mg einmal täglich)

 

 

 

 

 

 

 

Arzneimittel

 

Buprenorphin:

 

 

 

 

 

 

AUC: ↑ 35 %

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Cmax: ↑ 12 %

 

 

 

 

 

 

 

Cmin: ↑ 66 %

 

 

 

 

 

 

 

Naloxon:

 

 

 

 

 

 

 

AUC: ↓ 28 %

 

 

 

 

 

 

 

Cmax: ↓ 28 %

 

 

 

 

35

 

ANTIINFEKTIVA

 

 

 

 

 

 

 

Antimykotika

 

 

 

 

 

 

 

Ketoconazol (200 mg zweimal

Elvitegravir:

 

Bei gleichzeitiger Anwendung

 

 

täglich)

AUC: ↑ 48 %

 

von Vitekta und Ketoconazol ist

 

 

Elvitegravir (150 mg einmal

Cmax: ↔

 

keine Dosisanpassung

 

 

täglich)

Cmin: ↑ 67 %

 

erforderlich.

 

 

Ritonavir (100 mg einmal täglich)

↑ Ketoconazol§

 

§Aufgrund der

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

CYP3A-Hemmung durch

 

 

 

 

 

 

 

Ritonavir ist die

 

 

 

 

 

 

 

Ketoconazol-Exposition erhöht.

 

 

Antimykobakterielle Wirkstoffe

 

 

 

 

 

 

 

Rifabutin (150 mg einmal alle zwei

Elvitegravir:

 

Die gleichzeitige Anwendung

 

 

Tage)

AUC: ↔*

 

von Vitekta und Rifabutin wird

 

 

Elvitegravir (300 mg einmal

Cmax: ↔*

 

nicht empfohlen. Wenn die

 

 

täglich)

Cmin: ↔*

 

Kombination erforderlich i t,

 

 

Ritonavir (100 mg einmal täglich)

Rifabutin:

 

beträgt die empfoh ene Dosis

 

 

 

 

Rifabutin 150 mg 3-mal pro

 

 

 

AUC: ↔**

 

Woche an fest n Tag n (z. B.

 

 

 

Cmax: ↔**

 

Montag, Mittwoch, Fr itag).

 

 

 

Cmin: ↔**

 

 

 

 

 

25-O-Desacetyl-Rifabutin:§

Bei gleich eitiger Anwendung

 

 

 

AUC: ↑ 851 %**

mit einer red zierten Dosis von

 

 

 

Cmax: ↑ 440 %**

 

Rifabutin ist keine

 

 

 

C

min

: ↑ 1.836 %**

Dosisanpassung von Vitekta

 

 

 

 

 

 

zugelassen

 

 

*verglichen mit

 

rforderlich.

 

 

 

Eine weitere Dosisreduktion von

 

 

Elvitegravir/Ritonavir

 

 

300/100 mg einmal täglich.

Rifabutin wurde nicht

 

 

**verglichen mit Rifabutin

untersucht. Es ist zu bedenken,

 

 

dass eine zweimal wöchentliche

 

 

300 mg einmal äg ich.

Dosierung von 150 mg

 

 

 

 

 

länger

möglicherweise keine optimale

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die antimykobakterielle

Rifabutin-Exposition

 

 

Gesamtaktivität war um 50 %

gewährleistet und es dadurch

 

 

erhöht.

 

zum Risiko der Entwicklung

 

 

nicht

einer Rifamycin-Resistenz und

 

 

zu Therapieversagen kommen

 

 

kann.

 

 

 

 

 

 

§Aufgrund der

 

 

 

 

 

 

CYP3A-Hemmung durch

 

 

 

 

 

 

Ritonavir ist die

 

 

 

 

 

 

25-O-Desacetyl-

 

 

 

 

 

 

Rifabutin-Exposition erhöht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ANTIKOAGULANZIEN

 

 

 

 

 

 

 

Warfarin

Wechselwirkungen mit

Bei gleichzeitiger Anwendung

 

 

Arzneimittel

Elvitegravir wurden nicht

von Vitekta wird empfohlen, die

 

untersucht.

 

INR (Internationale

 

Die Warfarin-Konzentration

Normalisierte Ratio) zu

 

überwachen. Nach Absetzen von

 

kann durch gleichzeitige

Vitekta sollte die INR noch

 

Anwendung von Elvitegravir

einige Wochen lang überwacht

 

beeinflusst werden.

werden.

 

 

H2-REZEPTOR-ANTAGONISTEN

 

 

 

 

 

 

 

Famotidin (40 mg einmal täglich)

Elvitegravir:

 

Bei gleichzeitiger Anwendung

 

 

Elvitegravir (150 mg einmal

AUC: ↔

 

von Vitekta und Famotidin ist

 

täglich)

Cmax: ↔

 

keine Dosisanpassung

 

Cobicistat (150 mg einmal täglich)

Cmin: ↔

 

erforderlich.

 

 

HMG-COA-REDUKTASEHEMMER

 

 

 

 

Rosuvastatin (10 mg Einzeldosis)

 

Elvitegravir:

 

Bei gleichzeitiger Anwendung

 

 

Elvitegravir (150 mg einmal

 

AUC: ↔

 

von Vitekta und Rosuvastatin ist

 

 

täglich)

 

Cmax: ↔

 

keine Dosisanpassung

 

 

Cobicistat (150 mg einmal täglich)

 

Cmin: ↔

 

erforderlich.

 

 

 

 

 

Rosuvastatin:

 

 

 

 

 

 

 

AUC: ↑ 38 %

 

 

 

 

 

 

 

Cmax: ↑ 89 %

 

 

 

 

 

 

 

Cmin: ↑ 43 %

 

zugelassen

 

Atorvastatin

 

Wechselwirkungen mit

Bei gleichzeitiger Anwendung

 

Fluvastatin

 

Elvitegravir wurden nicht

von Vitekta und Atorvastatin,

 

Pitavastatin

 

untersucht.

 

Fluvastatin, Pitavastatin oder

 

Pravastatin

 

Es ist nicht zu erwarten, dass

Pravastatin ist keine

 

 

 

 

Dosisanpassung erforderlich.

 

 

 

 

sich die Plasmakonzentrationen

 

 

 

 

 

 

von OATP (organic anion-

 

 

 

 

 

 

transporting polypeptide)-

 

 

 

 

 

 

Substraten durch die

 

 

 

 

 

 

gleichzeitige Anwendung von

 

 

 

 

 

 

Elvitegravir verändern.

 

 

 

 

 

 

Es ist nicht zu erwarten, dass

 

 

 

 

 

 

sich die Plasmakonzentration

 

 

 

 

 

 

 

länger

 

 

 

 

 

 

von Elvitegravir durch die

 

 

 

 

 

 

gleichzeitige Anwendung von

 

 

 

 

 

 

OATP-Substraten/-Inhibitor n

 

 

 

 

 

 

verändert.

 

 

 

 

ORALE KONTRAZEPTIVA

 

 

 

 

 

 

Norgestimat (0,180/0,215 mg

 

Norgestimat:

 

Bei gleichzeitiger Anwendung

 

 

einmal täglich)

 

AUC: ↑ 126 %

 

von Vitekta und einem

 

Ethinylestradiol (0,025 mg einmal

 

Cmax: ↑ 108 %

 

hormonellen Kontrazeptivum ist

 

 

 

 

nicht

 

 

 

 

täglich)

 

Cmin: ↑ 167 %

 

Vorsicht geboten. Das

 

Elvitegravir (150 mg einmal

 

Eth nylestradiol:

hormonelle Kontrazeptivum

 

täglich)

 

sollte mindestens 30 µg

 

Cobicistat (150 mg einmal

 

AUC: ↓ 25 %

 

Ethinylestradiol und

 

täglich)1

 

Cmax: ↔

 

Norgestimat als Gestagen

 

Arzneimittel

 

Cmin: ↓ 44 %

 

enthalten, oder die Patientinnen

 

 

Elvitegravir:

 

sollten eine andere zuverlässige

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verhütungsmethode anwenden

 

 

 

 

AUC: ↔

 

(siehe Abschnitte 4.4 und 4.6).

 

 

 

 

Cmax: ↔

 

 

 

 

 

 

 

Cmin: ↔

 

Die langfristigen Auswirkungen

 

 

 

 

 

 

der erheblich erhöhten

 

 

 

 

 

 

Progesteron-Exposition sind

 

 

 

 

 

 

nicht bekannt. Die gleichzeitige

 

 

 

 

 

 

Anwendung von Elvitegravir

 

 

 

 

 

 

und oralen Kontrazeptiva, die

 

 

 

 

 

 

andere Gestagene als

 

 

 

 

 

 

Norgestimat enthalten, wurde

 

 

 

 

 

 

nicht untersucht und sollte daher

 

 

 

 

 

 

vermieden werden.

 

PROTONENPUMPENHEMMER

 

 

 

 

 

 

Omeprazol (40 mg einmal täglich)

 

Elvitegravir:

 

Bei gleichzeitiger Anwendung

 

 

Elvitegravir (50 mg einmal täglich

 

AUC: ↔

 

von Vitekta und Omeprazol ist

 

Ritonavir (100 mg einmal täglich)

 

Cmax: ↔

 

keine Dosisanpassung

 

 

 

 

Cmin: ↔

 

erforderlich.

 

 

Diese Studie wurde mit der Fixkombination Elvitegravir/Cobicistat/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil durchgeführt.

 

 

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Frauen im gebärfähigen Alter/Kontrazeption bei Männern und Frauen

Während der Behandlung mit Vitekta muss eine zuverlässige Verhütungsmethode angewendet werden (siehe Abschnitte 4.4 und 4.5).

Schwangerschaft

Bisher liegen keine oder nur sehr begrenzte klinische Erfahrungen mit der Anwendung von Elvitegravir bei Schwangeren vor.

Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen von Elvitegravir in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität. Die bei Kaninchen untersuchten maximalen Expositionen waren jedoch nicht höher als die therapeutischen Expo itionen (siehe Abschnitt 5.3).

soll Vitekta während der Stillzeit nicht angewendet werden.

zugelassen

Vitekta darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, dass eine Behandlung mit Elvitegravir aufgrund des klinischen Zustandes der Frau erford rlich ist.

Stillzeit

 

 

Es ist nicht bekannt ob Elvitegravir/Metabolite in die Muttermilch übergehen. Die zur Verfügung

stehenden pharmakodynamischen/toxikologischen Daten von der Ratte eigten, dass Elvitegravir in

die Milch übergeht. Ein Risiko für das Neugeborene/Kind kann nicht ausgeschlossen werden. Daher

 

 

 

länger

Um eine Übertragung von HIV auf das Kind zu vermeiden, wird mpfohlen, dass HIV-infizierte

Frauen ihre Kleinkinder auf keinen Fall stillen.

 

Fertilität

nicht

Daten am Menschen zum Einfluss auf die Fer i i von Elvitegravir sind nicht verfügbar.

Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf schädliche Wirkungen von Elvitegravir in

Bezug auf die Fertilität.

 

 

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstü htigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

 

Maschinen

 

 

Arzneimittel

 

Es wurden keine Studi n zu d n Auswirkungen von Elvitegravir auf die Verkehrstüchtigkeit und die

Fähigkeit zum Bedien n von Maschinen durchgeführt.

4.8

Nebenwirkungen

 

 

Zusammenfassung zum Sicherheitsprofil

Die B urt lung der Nebenwirkungen beruht auf den Daten einer kontrollierten klinischen Studie (GS-US-183-0145), in der 712 HIV-1-infizierte, antiretroviral vorbehandelte Erwachsene mit Elvitegravir (n = 354) oder Raltegravir (n = 358) behandelt wurden, wobei alle Patienten eine

Hi tergru dtherapie mit einem voll aktiven mit Ritonavir geboosterten Proteaseinhibitor und anderen antiretroviralen Wirkstoffen erhielten. Von diesen 712 Patienten erhielten 543 (269 Elvitegravir und 274 Raltegravir) eine Behandlung über mindestens 48 Wochen und 439 (224 Elvitegravir und

215 Raltegravir) eine Behandlung über mindestens 96 Wochen.

Die am häufigsten gemeldeten Nebenwirkungen unter Elvitegravir waren Diarrhoe (7,1 %) und Übelkeit (4,0 %) (siehe Tabelle 3).

Tabellarische Zusammenfassung der Nebenwirkungen

In Tabelle 3 sind Nebenwirkungen von Elvitegravir aus den Daten der klinischen Studie nach Organsystem und Häufigkeit gegliedert aufgeführt. Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben. Die Häufigkeiten sind definiert als häufig (≥ 1/100, < 1/10) oder gelegentlich (≥ 1/1.000, < 1/100).

Tabelle 3: Tabellarische Zusammenfassung der Nebenwirkungen von Elvitegravir aus den Daten der klinischen Studie GS-US-183-0145 über 96 Wochen

Häufigkeit Nebenwirkung

Psychiatrische Erkrankungen:

 

Suizidgedanken und Suizidversuch (bei Patienten mit vorbestehender

 

Gelegentlich

 

zugelassen

 

Depression oder psychiatrischer Erkrankung), Depression, Schlaflosigkeit

Erkrankungen des Nervensystems:

 

 

Häufig

Kopfschmerzen

 

 

Gelegentlich

Schwindelgefühl, Parästhesie, Somnolenz, Dysgeusie

 

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts:

 

 

Häufig

Bauchschmerzen, Diarrhoe, Erbrechen, Übelkeit

 

 

Gelegentlich

Dyspepsie, Völlegefühl, Flatulenz

 

 

Erkrankungen der

Haut und des Unterhautzellgewebes:

 

 

Häufig

Hautausschlag

 

 

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort:

 

 

Häufig

Müdigkeit

 

 

Metabolische Parameter

Während einer antiretroviralen Therapie können eine Gewichtszunahme und ein Anstieg der Blutlipid- und Blutglukosewerte auftreten (siehe Absch itt 4.4).

Immun-Reaktivierungs-Syndrom

 

 

nicht

Bei HIV-infizierten Patienten mit schwerem Immundefekt kann sich zum Zeitpunkt der Einleitung

einer ART eine entzündliche Reaktion auf asymplängeromatische oder residuale opportunistische

Infektionen entwickeln. Es liegen au

Beri te über Autoimmunerkrankungen (wie z. B. Morbus

Basedow) vor; allerdings ist der Ze tpunkt des Auftretens sehr variabel und diese Ereignisse können

viele Monate nach Beginn der Beha

dlung auftreten (siehe Abschnitt 4.4).

Arzneimittel

 

 

Osteonekrose

 

 

Fälle von Osteonekrose wurd n insbesondere bei Patienten mit allgemein bekannten Risikofaktoren, fortgeschrittener HIV-Erkrankung oder Langzeitanwendung einer ART berichtet. Die Häufigkeit des Auftretens ist nicht bekannt (siehe Abschnitt 4.4).

Diarrhoe

In der Stud e GS-US-183-0145 wurde Diarrhoe als Nebenwirkung bei 7,1 % der mit Elvitegravir und 5,3 % d r mit Raltegravir behandelten Patienten beobachtet. Die Diarrhoe war bei diesen Patienten von g ri g m bis mittlerem Schweregrad und führte in keinem Fall zum Absetzen der

Studie medikation.

Kinder und Jugendliche

Es liegen keine Daten zu Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren vor. Vitekta wird für diese Patientengruppe nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.2).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Im Falle einer Überdosierung ist der Patient auf Anzeichen einer Toxizität zu beobachten. Die Behandlung einer Überdosierung mit Elvitegravir umfasst allgemeine unterstützende Maßnahmen wie die Überwachung der Vitalparameter sowie die Beobachtung des klinischen Zustands des Patienten.

Es gibt kein spezifisches Antidot bei Überdosierung mit Elvitegravir. Da Elvitegravir größtenteils an Plasmaproteine gebunden ist, ist es unwahrscheinlich, dass es durch Hämodialyse oder Peritonealdialyse in nennenswertem Ausmaß eliminiert wird.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Antivirale Mittel zur systemischen Anwendung; andere ntivirale Mittel, ATC-Code: J05AX11.

Wirkmechanismus und pharmakodynamische Wirkungen

Elvitegravir ist ein HIV-1-Integrase-Strangtransfer-Inhibitor (INSTI). Die Integrase ist ein von HIV-1

kodiertes Enzym, das für die Virusreplikation erforderlich ist. Die Hemm ng dieser Integrase

verhindert den Einbau der HIV-1-DNA in die genomische Wirts-DNA und blockiert so die Bildung

des HIV-1-Provirus und die Ausbreitung der Virusinfektion. Elvit g avirzugelassenhemmt die humanen

Topoisomerasen I und II nicht.

länger

 

Antivirale Aktivität in vitro

Die antivirale Wirkung von Elvitegravir gegen Laborstämme und klinische Isolate von HIV-1 wurde an lymphoblastoiden Zellen, Monozyten/Makrophagen und Lymphozyten des peripheren Blutes

untersucht; die Werte der mittleren effektiven Konzentration (EC ) lagen im Bereich von 0,02 bis

1,7 nM. In Zellkulturen zeigte Elvitegravir an ivirale Aktivität gegen die HIV-1-Subtypen A, B, C, D, E, F, G und O (EC50-Werte im Bereich von 0,1 bis 1,3 nM) und gegen HIV-2 (EC50-Wert von

0,53 nM). Die antivirale Aktivität n v tro von Elvitegravir zeigte bei Kombination mit antiretroviralen Arzneimitteln aus den Klassen der nukleos(t)idischen Reverse-Transkriptase-Inhibitoren (NRTI), nichtnukleosidischen Reverse-Transkriptase-Inhibitoren

nicht 50

(NNRTI), Proteaseinhibitoren (PI), I tegrase-Strangtransfer-Inhibitoren, Fusionsinhibitoren oder ArzneimittelCCR5-Korezeptor-Antagonist n keinen Antagonismus. in vitro

Elvitegravir hemm e d R plikation von HBV oder HCV nicht.

Resistenz

In Zellkulturen

In Z llkultur wurden HIV-1-Isolate mit reduzierter Empfindlichkeit gegenüber Elvitegravir selektiert. Die phä otypische Resistenz gegen Elvitegravir war am häufigsten mit den primären

I tegrase-Substitutionen T66I, E92Q und Q148R assoziiert. Weitere Integrase-Substitutionen, die in der Zellkulturselektion identifiziert wurden, waren H51Y, F121Y, S147G, S153Y, E157Q und R263K.

Kreuzresistenz

Elvitegravir-resistente Viren zeigen je nach Art und Anzahl der Substitutionen eine unterschiedlich stark ausgeprägte Kreuzresistenz gegenüber dem Integrase-Strangtransfer-Inhibitor Raltegravir. Viren, die eine T66I/A-Substitution aufweisen, sind weiterhin empfindlich gegenüber Raltegravir, während die meisten anderen Elvitegravir-assoziierten Substitutionsmuster mit einer verminderten Empfindlichkeit gegenüber Raltegravir einhergehen. Mit Ausnahme von Y143C/R/H geht HIV-1 mit den primären Raltegravir-assoziierten Substitutionen T66K, Q148H/K/R oder N155H in der Integrase mit einer reduzierten Empfindlichkeit gegenüber Elvitegravir einher.

Bei vorbehandelten Patienten

In einer Analyse von HIV-1-Isolaten von Patienten der Studie GS-US-183-0145, bei denen die Therapie bis Woche 96 versagt hatte, wurde bei 23 der 86 Patienten mit auswertbaren genotypischen Daten aus gepaarten Isolaten zu Studienbeginn und nach Therapieversagen von Elvitegravir die Entwicklung einer oder mehrerer primärer Elvitegravir-Resistenz assoziierter Substitutionen festgestellt (23/351 der mit Elvitegravir behandelten Patienten, 6,6 %). Bei den HIV-1-Isolaten der Patienten, die mit Raltegravir behandelt worden waren, zeigten sich ähnliche Raten der Resistenzentwicklung gegen Raltegravir (26/351 der mit Raltegravir behandelten Patienten, 7,4 %).

mit Resistenzsubstitutionen von Patienten, die mit Elvitegravir behandelt worden waren, wie en 14/20 (70 %) der Patienten eine verminderte Empfindlichkeit gegenüber Elvitegravir und 12/20 (60 %) eine verminderte Empfindlichkeit gegenüber Raltegravir auf.

Die häufigsten Substitutionen, die bei den HIV-1-Isolaten der mit Elvitegravir behandelten Patienten auftraten, waren die Substitutionen T66I/A (n = 8), E92Q/G (n = 7), T97Azugelassen(n = 4), S147G (n = 4), Q148R (n = 4) und N155H (n = 5) in der Integrase. Bei phänotypischen Analysen von HIV-1-Isolat

Klinische Erfahrung

Bei vorbehandelten Patienten mit HIV-1-Infektion

Die Wirksamkeit von Elvitegravir beruht hauptsächlich auf der Auswertung der Analys n der randomisierten, doppelt verblindeten, aktiv kontrollierten Studie GS-US-183-0145 an vorbehandelten HIV-1-infizierten Patienten (n = 702) über 96 Wochen.

In der Studie GS-US-183-0145 wurden die Patientenlängerim Verhältnis 1:1 andomisiert und erhielten

entweder Elvitegravir (150 mg oder 85 mg) einmal täglich od r Ralt g avir 400 mg zweimal täglich,

jeweils mit einer Hintergrundtherapie bestehend aus einem voll aktiv n mit Ritonavir geboosterten Proteaseinhibitor (entweder Atazanavir, Darunavir, Fosampr navir, Lopinavir oder Tipranavir) und einem zweiten Wirkstoff. Die Hintergrundtherapie wurde vom Prüfarzt aufgrund der

genotypischen/phänotypischen Resistenztests und der a tiretroviralen Vorbehandlung gewählt. Die Randomisierung wurde entsprechend der beim Screening ermittelten HIV-1-RNA-Last

(≤ 100.000 Kopien/ml oder > 100.000 Kopien/m ) und der Klasse des zweiten Wirkstoffs (NRTI oder andere Klassen) stratifiziert. Dienichtvirologische Ansprechrate wurde in beiden Behandlungsarmen

untersucht. Das virologische Ansprec en war definiert als Erreichen einer Viruslast unterhalb der Nachweisgrenze (HIV-1-RNA < 50 Kop en/ml).

Die Merkmale zu Studienbegi u d d e Behandlungsergebnisse über 96 Wochen in Studie

GS-US-183-0145 sind in den Tabellen 4 bzw. 5 aufgeführt.

Arzneimittel

Tabelle 4: Demografische Daten und Krankheitsmerkmale zu Studienbeginn von antiretroviral vorbehandelten, HIV-1-infizierten Erwachsenen in Studie GS-US-183-0145

 

 

 

Elvitegravir +

 

Raltegravir +

 

 

 

 

Hintergrundtherapie

 

Hintergrundtherapie

 

 

 

n = 351

 

n = 351

 

Demografische Daten

 

 

 

 

 

 

 

Alter in Jahren; Median (Min.-

 

 

 

 

 

Max.)

 

(20-78)

 

(19-74)

 

 

 

 

 

 

 

zugelassen

 

 

Geschlecht

 

 

 

 

 

 

 

Männlich

 

83,2 %

 

80,9 %

 

 

Weiblich

 

16,8 %

 

19,1 %

 

 

Ethnische Zugehörigkeit

 

 

 

 

 

 

 

Kaukasisch

 

60,1 %

 

64,4 %

 

 

Farbig/Afroamerikanisch

 

35,6 %

 

32,2 %

 

 

Asiatisch

 

 

2,6 %

 

1,4 %

 

 

Andere

 

 

1,7 %

 

2,0 %

 

 

Krankheitsmerkmale zu Studienbeginn

 

 

 

 

 

Plasma-HIV-1-RNA,

 

 

4,35

 

4,42

 

 

log10 Kopien/ml; Median

(1,69-6,63)

 

(1,69-6,10)

 

 

(Spannweite)

 

 

 

 

 

 

 

Prozent

 

 

länger

25,6

 

 

Anteil Patienten mit Viruslast

 

 

25,6

 

 

 

> 100.000 Kopien/ml in

 

 

 

 

 

 

 

Prozent

 

 

 

 

 

 

 

CD4-Zellen zu Studienbeginn;

 

 

227,0

 

215,0

 

 

Median (Spannweite);

(2,0-1.374,0)

 

(1,0-1.497,0)

 

 

Zellen/mm3

 

 

 

 

 

 

 

Anteil Patienten mit CD4-

 

 

44,4

 

44,9

 

 

Zellzahl ≤ 200 Zellen/mm3 in

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Genotypischer

nicht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Empfindlichkeitsscore zu

 

 

 

 

 

 

 

Studienbeginna

 

 

 

 

 

 

 

 

1 %

 

< 1 %

 

Arzneimittel

 

 

14 %

 

15 %

 

 

 

 

 

 

 

81 %

 

83 %

 

 

 

3 %

 

2 %

 

a Die genotypischen Empf ndlichkeitsscores wurden als Summe der Arzneimittelempfindlichkeitsscores (1 = empfindlich; 0 = verminderte Empf ndlichkeit) sämtlicher Arzneimittel der Hintergrundtherapie berechnet.

Tabelle 5: Virologische Ergebnisse der randomisierten Behandlung in Studie GS-US-183-0145 nach Woche 48 und 96 („Snapshot-Analyse“)a

 

Woche 48

 

Woche 96

 

Elvitegravir

Raltegravir

 

Elvitegravir

Raltegravir

 

 

+ Hinter-

+ Hinter-

 

+ Hinter-

+ Hinter-

 

grundtherapie

grundtherapie

grundtherapie

grundtherapie

 

n = 351

n = 351

 

n = 351

n = 351

Virologischer Erfolg

60 %

58 %

 

52 %

53 %

 

HIV-1-RNA

 

 

 

zugelassen

 

 

 

 

 

 

< 50 Kopien/ml

 

 

 

 

 

 

Unterschied zwischen

2,2 % (95%-KI = -5,0 %; 9,3 %)

-0,5 % (95%-KI = -7,9 %; 6,8 %)

Behandlungsgruppen

 

 

 

 

 

 

Virologisches Versagenb

33 %

32 %

 

36 %

31 %

 

Keine virologischen

7 %

11 %

 

12 %

16 %

 

Daten im Woche-48-

 

 

 

 

 

 

oder

 

 

 

 

 

 

Woche-96-Zeitfenster

 

 

 

 

 

 

Studienmedikation

2 %

5 %

 

3 %

7 %

 

wegen unerwünschter

 

 

 

 

 

 

Ereignisse oder Tod

 

 

 

 

 

 

abgesetztc

 

 

 

 

 

 

Studienmedikation aus

4 %

5 %

 

8 %

9 %

 

anderen Gründen

 

 

 

 

 

 

abgesetzt und letzter

 

 

 

 

 

 

verfügbarer

 

 

 

 

 

 

HIV-1-RNA-Wert

 

 

 

 

 

 

< 50 Kopien/mld

 

 

 

 

 

 

Keine Daten aus dem

1 %

1 %

 

1 %

1 %

 

Tag 645 bis Tag 700 (einschließlich)nicht.

länger

 

 

 

Zeitfenster, aber weiter

 

 

 

 

unter Studien-

 

 

 

 

 

 

medikation

 

 

 

 

 

 

a Das Woche-48-Zeitfenster reicht von Tag 309 bis Tag 364 (einschließlich). Das Woche-96-Zeitfenster reicht von

bUmfasst Patienten, die im Woche-48- oder Woche-96-Zeitfenster ≥ 50 Kopien/ml hatten oder wegen ausbleibender/nachlassender Wirksamkeit vorzeitig ausschieden oder zum Zeitpunkt der Änderung der

Hintergrundtherapie eine Virus ast von ≥ 50 Kopien/ml hatten oder aus anderen Gründen als unerwünschten Ereignissen, Tod oder ausbleibender/nachlass nder Wirksamkeit ausschieden und zum Zeitpunkt des Abbruchs eine Viruslast von

≥ 50 Kopien/ml ha en.

cUmfasst Patienten, d e wegen unerwünschter Ereignisse oder Tod irgendwann zwischen Tag 1 und dem Ende des Zeitfensters aussch eden, wenn dies dazu führte, dass für das jeweilige Zeitfenster keine virologischen Daten zur

Behandlung vorliegen.

dUmfasst Pat enten, die aus anderen Gründen als unerwünschten Ereignissen, Tod oder ausbleibender/nachlassender

ArzneimittelWirksamk t ausschieden, z. B. Einwilligung zurückgezogen, für Nachbeobachtung nicht verfügbar waren, usw.

Elvitegravir war im Vergleich zu Raltegravir hinsichtlich des Erreichens einer Viruslast von HIV-1-RNA < 50 Kopien/ml nicht unterlegen.

Unter den Patienten mit einem genotypischen Empfindlichkeitsscore ≤ 1 wiesen 76 % im Behandlungsarm unter Elvitegravir und 69 % im Behandlungsarm unter Raltegravir eine Viruslast von HIV-1-RNA < 50 Kopien/ml nach Woche 48 auf. Unter den Patienten mit einem genotypischen Empfindlichkeitsscore > 1 wiesen 57 % im Behandlungsarm unter Elvitegravir und 56 % im Behandlungsarm unter Raltegravir nach Woche 48 eine Viruslast von HIV-1-RNA < 50 Kopien/ml auf.

In der Studie GS-US-183-0145 betrug der mittlere Anstieg der CD4-Zellzahl gegenüber dem Ausgangswert nach 96 Wochen 205 Zellen/mm3 bei den mit Elvitegravir behandelten Patienten und 198 Zellen/mm3 bei den mit Raltegravir behandelten Patienten.

In der Studie GS-US-183-0145 zeigten Subgruppenanalysen nach den gleichzeitig angewendeten Proteaseinhibitoren nach Woche 48 und 96 für Elvitegravir und Raltegravir in den einzelnen Proteaseinhibitorsubgruppen ähnliche Raten in Bezug auf den virologischen Erfolg (HIV-1-RNA < 50 Kopien/ml) (Tabelle 6).

Tabelle 6: Virologischer Erfolg nach gleichzeitig angewendetem Proteaseinhibitor in Studie GS-US-183-0145 nach Woche 48 und 96 („Snapshot-Analyse“)

 

 

 

Elvitegravir versus

 

 

 

 

Raltegravir

 

HIV-1-RNA

Elvitegravir

Raltegravir

Prozentualer Unter chi d

 

< 50 Kopien/ml, n/N (%)

(n = 351)

(n = 351)

(95%-KI)a

 

Virologischer Erfolg nach

 

 

 

 

Woche 48

 

 

 

 

Darunavir/Ritonavir

126/202 (62,4 %)

122/207 (58,9 %)

3,4 % (-6,0 % bis 12,9 %)

 

Lopinavir/Ritonavir

39/68 (57,4 %)

37/68 (54,4 %)

2,9 % (-13,7 % bis 19,6 %)

 

Atazanavir/Ritonavir

34/61 (55,7 %)

28/51 (54,9 %)

0,8 % (-17,7 % bis 19,3 %)

 

Fosamprenavir/Ritonavir

8/14 (57,1 %)

10/18 (55,6 %)

1,6 % (-33,0 % bis 36,2 %)

 

Tipranavir/Ritonavir

3/6 (50,0 %)

5/7 (71,4 %)

-21,4 % (-73,6 % bis

 

 

 

 

30,7 %)

 

Virologischer Erfolg nach

 

 

zugelassen

 

Woche 96

 

 

 

 

 

 

 

Darunavir/Ritonavir

105/202 (52,0 %)

112/207 (54,1 %)

-2,1 % (-11,8 % bis 7,5 %)

 

Lopinavir/Ritonavir

36/68 (52,9 %)

37/68 (54,4 %)

-1,5 % (-18,2 % bis

 

 

 

 

15,3 %)

 

Atazanavir/Ritonavir

33/61 (54,1 %)

23/51 (45,1 %)

9,0 % (-9,5 % bis 27,5 %)

 

Fosamprenavir/Ritonavir

7/14 (50,0 %)

11/18 (61,1 %)

-11,1 % (-45,7 % bis

 

 

 

länger

23,4 %)

 

Tipranavir/Ritonavir

3/6 (50,0 %)

3/7 (42,9 %)

7,1 % (-47,1 % bis 61,4 %)

 

a Die prozentualen Unterschiede

zwischen den randomisierten

Behandlungsgruppen und

die dazugehörigen 95 %-KI

 

beruhen auf einer normalen Annäherung.

 

 

 

Wenn auch durch die geringe A nichtzahl an weiblichen Patienten in der Studie GS-US-183-0145 beschränkt, zeigte eine Subgruppe a alyse nach Geschlecht, dass die Raten in Bezug auf den Arzneimittelvirologischen Erfolg b i w ib ichen Patienten nach Woche 48 und 96 (HIV-1-RNA < 50 Kopien/ml)

im Elvitegravir-Behandlungsarm numerisch geringer waren als im Raltegravir-Behandlungsarm. Die virologischen Erfolgsra en nach Woche 48 für Elvitegravir und Raltegravir betrugen 47,5 % (28/59) bzw. 62,7% (42/67) (Un erschied: -12,3 % [95%-KI: -30,1 % bis 5,5 %]) für weibliche Patienten und 62,3 % (182/292) bzw. 56,3 % (160/284) (Unterschied: 5,3 % [95%-KI: -2,5 % bis 13,2 %]) für männliche Pat enten. Die virologischen Erfolgsraten nach Woche 96 für Elvitegravir und Raltegravir betrug n 39,0 % (23/59) bzw. 52,2 % (35/67) (Unterschied: -8,4 % [95%-KI: -26,1 % bis 9,2 %]) für weibliche Pati nten und 55,1 % (161/292) bzw. 53,2 % (151/284) (Unterschied: 1,5 %

[95%-KI: -6,5 % bis 9,6 %]) für männliche Patienten.

Kinder und Jugendliche

Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Elvitegravir eine Zurückstellung von der Verpflichtung zur Vorlage von Ergebnissen zu Studien in einer oder mehreren pädiatrischen Altersklassen bei der Behandlung von HIV-1-Infektion gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Nach oraler Anwendung von mit Ritonavir geboostertem Elvitegravir zum Essen bei HIV-1-infizierten Patienten wurde der Spitzen-Plasmaspiegel von Elvitegravir 4 Stunden nach der

Einnahme gemessen. Die mittlere Cmax, AUCtau und Ctrough (Mittelwert ± SA) von Elvitegravir im Steady-State nach Mehrfachdosierung von Elvitegravir plus einem mit Ritonavir geboosterten

Proteaseinhibitor (150 mg Elvitegravir mit Darunavir oder Fosamprenavir; 85 mg Elvitegravir mit

Atazanavir oder Lopinavir) bei HIV-1-infizierten Patienten betrugen 1,4 ± 0,39 µg/ml,

Verglichen mit dem Nüchternzustand bewirkte die Einnahme von geboostertem Elvitegravir in d r Fixkombination aus 150 mg Elvitegravir/150 mg Cobicistat/200 mg Emtricitabin/245 mg

18 ± 6,8 µg•h/ml bzw. 0,38 ± 0,22 µg/ml. Die absolute orale Bioverfügbarkeitzugelassenwurde nicht bestimmt.

Tenofovirdisoproxilfumarat zu einer leichten Mahlzeit (ungefähr 373 kcal; 20 % Fett) oder zu einer fettreichen Mahlzeit (ungefähr 800 kcal, 50 % Fett) eine höhere systemische Verfügb rkeit von

Elvitegravir. Die Cmax und AUCtau von Elvitegravir stiegen bei einer leichten Mahlzeit um 22 % bzw. 36 %, bei einer fettreichen Mahlzeit um 56 % bzw. 91 %.

Verteilung

Elvitegravir wird zu 98-99 % an humane Plasmaproteine gebunden; diese Bind ng ist über den Bereich von 1,0 ng/ml bis 1,6 µg/ml unabhängig von der Wirkstoffkon entration. Das mittlere Verhältnis der Wirkstoffkonzentrationen in Plasmalängerund Blut bet ägt 1,37.

Biotransformation

Elvitegravir wird oxidativ durch CYP3A metabolisiert (Hauptabbauweg) und durch

UGT1A1/3-Enzyme glucuronidiert (Nebenabbauweg).

Ritonavir hemmt CYP3A und führt dadurch zu einer erheblich erhöhten Plasmakonzentration von Elvitegravir. Die Anwendung von Ritonavir einmal t glich (20-200 mg) führt nach wiederholter einmal täglicher Gabe zu einernichterhöhten Elvi egravir-Exposition, wobei diese bei ungefähr 100 mg Ritonavir ein Plateau erreicht. Weitere Er ö ungen der Ritonavir-Dosis führen nicht zu einem weiteren Anstieg der Elvitegravir-Expos tion. Die Anwendung von Vitekta ist nur dann angezeigt, wenn es gleichzeitig mit Ritonav r als Booster angewendet wird.

Die mittlere Exposition von icht-geboostertem Elvitegravir im Steady State (AUC ) ist nach

Arzneimitteltau

Mehrfachdosierung ca. 20 % ni driger als nach einer Einzeldosis, was auf eine mittelstarke Selbstinduktion seines Abbaus hinweist. Nach Boostern mit Ritonavir (100 mg) wird eine Nettohemmung des Elv gravir-Metabolismus beobachtet mit signifikant erhöhten systemischen Expositionen (20-fach größere AUC), hohen Talkonzentrationen und längeren medianen Eliminationshalbwertszeiten (9,5 Stunden gegenüber 3,5 Stunden).

Nach oral r Anwendung einer Einzeldosis von mit Ritonavir geboostertem [14C]-Elvitegravir war Elvit gravir das vorherrschende Molekül im Plasma; hierauf entfielen ungefähr 94 % bzw. 61 % der zirkuliere den Radioaktivität nach 32 bzw. 48 Stunden. Durch aromatische und aliphatische Hydroxylierung oder Glucuronidierung entstandene Metaboliten liegen in sehr geringen Mengen vor und tragen nicht zur antiviralen Gesamtaktivität von Elvitegravir bei.

Elimination

Nach oraler Anwendung von mit Ritonavir geboostertem [14C]-Elvitegravir wurden 94,8 % der Dosis mit der Fäzes ausgeschieden; dies deckt sich mit der hepatobiliären Elimination von Elvitegravir. 6,7 % der angewendeten Dosis wurden als Metaboliten mit dem Urin ausgeschieden. Die terminale Plasma-Halbwertszeit von mit Ritonavir geboostertem Elvitegravir liegt im Median bei ca. 8,7 bis 13,7 Stunden.

Linearität/Nicht-Linearität

Die Elvitegravir-Exposition im Plasma ist nicht linear und unterproportional zur Dosis, wahrscheinlich aufgrund der durch die Löslichkeit begrenzten Resorption.

Ältere Patienten

Die Pharmakokinetik von Elvitegravir wurde bei älteren Patienten (über 65 Jahren) nicht vollständig untersucht.

Geschlecht

durchgeführt. Dabei wurden zwischen den Patienten mit schw Ni zugelassenenfunktionsstörung und

Es wurden keine klinisch bedeutsamen pharmakokinetischen Unterschiede auf Grund des Geschlechts für geboostertes Elvitegravir festgestellt.

Ethnische Zugehörigkeit

Es wurden keine klinisch bedeutsamen pharmakokinetischen Unterschiede auf Grund der ethni chen Zugehörigkeit für geboostertes Elvitegravir festgestellt.

Kinder und Jugendliche

Die Pharmakokinetik von Elvitegravir bei Kindern und Jugendlichen wurde nicht unt rsucht.

Nierenfunktionsstörung

Bei nicht mit HIV-1 infizierten Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstör ng (geschätzte Kreatinin-

Clearance unter 30 ml/min) wurde eine Studie zur Pharmakokinetik von geboostertem Elvitegravir gesunden Probanden keine klinisch bedeutsamenlängerUnterschi de hinsichtlich der Pharmakokinetik von

Elvitegravir festgestellt. Bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung ist keine Anpassung der Dosierung von Vitekta erforderlich.

Leberfunktionsstörung

Elvitegravir wird hauptsächlich über die Leber metabolisiert und ausgeschieden. Bei nicht mit HIV-1 infizierten Patienten mit mittelgradigernichtLeberfunk ionsstörung (Child-Pugh-Klasse B) wurde eine Studie zur Pharmakokinetik von gebooster em Elvitegravir durchgeführt. Dabei wurden zwischen den Patienten mit mittelgradiger Leberfunkt onsstörung und gesunden Probanden keine klinisch bedeutsamen Unterschiede hinsichtl h der Pharmakokinetik von Elvitegravir festgestellt. Bei Patienten mit leichter bis mittelgrad ger Leberfunktionsstörung ist keine Anpassung der Dosierung

von Vitekta erforderlich. Der Ei fluss einer schweren Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Klasse C) Arzneimittelauf die Pharmakokinetik von E vitegravir wurde bisher nicht untersucht.

Hepatitis-B- und/oder H pa itis-C-Koinfektion

Begrenzte Daten aus e ner populationspharmakokinetischen Analyse (n = 56) deuteten darauf hin, dass eine Hepatitis-B- und/oder -C-Infektion keinen klinisch relevanten Effekt auf die systemische Verfügbarke t von geboostertem Elvitegravir hat.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Basiere d auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, zur Toxizität bei wiederholter Gabe, zur Genotoxizität, zum kanzerogenen Potential und zur Reproduktions- und Entwicklungstoxizität lassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen. Die maximalen Elvitegravir-Dosen, die in den Entwicklungstoxizitätsstudien bei Ratten und Kaninchen untersucht wurden, entsprachen Expositionen, die etwa das 29-fache bzw. 0,2-fache der therapeutischen Exposition beim Menschen betragen.

Die Ergebnisse für Elvitegravir waren negativ in In-vitro-Tests zur bakteriellen Mutagenität (Ames- Test) und im In-vivo-Ratten-Mikronukleustest mit Dosen bis zu 2.000 mg/kg. In einem In-vitro-Test auf Chromosomenaberrationen war Elvitegravir mit metabolischer Aktivierung negativ; ohne Aktivierung war jedoch eine uneindeutige Reaktion zu beobachten.

Elvitegravir ergab in Langzeit-Karzinogenitätsstudien nach oraler Verabreichung an Mäusen und Ratten keinen Hinweis auf ein kanzerogenes Potential.

Der Wirkstoff Elvitegravir persistiert in der Umwelt.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

 

zugelassen

Talkum (E553b)

 

Tablettenkern

 

 

Croscarmellose-Natrium

 

 

Hyprolose

 

 

Lactose-Monohydrat

 

 

Magnesiumstearat (Ph.Eur.)

 

 

Mikrokristalline Cellulose

 

 

Natriumdodecylsulfat

 

 

Filmüberzug

 

 

Indigocarmin-Aluminiumsalz (E132)

 

 

Macrogol 3350 (E1521)

 

 

Poly(vinylalkohol) (partiell hydrolysiert) (E1203)

 

 

länger

 

Titandioxid (E171)

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E172)

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3Dauer der Haltbarkeit

4 Jahre.

 

6.4

Besondere Vorsichtsmaß ahmen für die Aufbewahrung

 

 

nicht

Für dieses Arzneimi l sind k ine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Flasche aus Polyethylen hoher Dichte (HDPE) mit kindergesichertem Verschluss, die

30 Filmtabl tt n enthält.

 

Packu

gsgröße: 1 Flasche zu 30 Filmtabletten.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Arzneimittel

 

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

7. INHABER DER ZULASSUNG

Gilead Sciences International Limited

Cambridge

CB21 6GT

Vereinigtes Königreich

8. ZULASSUNGSNUMMER(N)

EU/1/13/883/002

 

 

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 13. November 2013

 

10.

STAND DER INFORMATION

 

 

 

länger

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Inte netseiten der Europäischen

Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verfügbar.

zugelassen

Arzneimittel

nicht

 

 

 

Kommentare

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
  • Hilfe
  • Get it on Google Play
  • Über
  • Info on site by:

  • Presented by RXed.eu

  • 27558

    gelistete, verschreibungspflichtige Arzneimittel